Liebe X-Anwender, Im Moment kann man Neo für X auf zwei Arten aktivieren: Mit xmodmap oder mit setxkbmap (bzw. Option XkbLayout in xorg.conf). Ersteres ist in den Möglichkeiten beschränkt, letzteres erfordert eine Installation in Systemverzeichnissen (und daher root-Zugriff).
Es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Ein .xkb-File mit xkbcomp (bzw. Option XkbKeymap in xorg.conf) zu laden. xkbcomp erfordert keinen root-Zugriff. Man benutzt es typischerweise so: xkbcomp neo_ch_de_us.xkb :0 wobei «neo_ch_de_us.xkb» das .xkb-File und «:0» das Display ist. Ein weiterer Vorteil von .xkb-Files ist, dass sie alle XKB-Komponenten enthalten, die zu einer Tastaturbelegung gehören, einschließlich der XKB-Types; und Neo braucht XKB-Types, die in älteren X-Versionen fehlen. Der Nachteil von .xkb-Files ist, dass sie nicht modular sind. Hier findet ihr eine Neo-Implementierung als .xkb-File: http://wettstae.home.solnet.ch/neo_ch_de_us.xkb.gz Neben Neo enthält diese Tastaturbelegung noch «neonisierte» schweizerdeutsche, deutsche und amerikanische Belegungen, erreichbar über ScrollLock, Mod3-ScrollLock und Shift-ScrollLock; mit ScrollLock kommt man jeweils zu Neo zurück. «Neonisiert» bedeutet, dass nur die Ebenen 1 und 2 im Haupttastenfeld umbelegt sind, andere Tasten und die Ebenen 3 bis 6 Neo-belegt bleiben. Zudem bleibt die linke Mod3-Taste (CapsLock), die rechte Mod4-Taste (AltGr), bei der amerikanischen Belegung auch die linke Mod4-Taste (<) verfügbar. Die ScrollLock-LED leuchtet, wenn eine der nicht-Neo Belegungen aktiv ist. neo_ch_de_us.xkb implementiert Caps-Lock (nur Ebenen 1 und 2 der Buchstabentasten werden vertauscht, andere Tasten und Ebenen sind nicht betroffen), ein- und auszuschalten mit Shift+Shift, sowie Mod4-Lock (Mod4 wird negiert), ein- und auszuschalten mit Mod4+Mod4. Mod4-Lock lässt sich mit Caps-Lock kombinieren und wird mit der NumLock-LED signalisiert. Zusammengestellt wurde das Ganze unter NetBSD-current/i386, dann zusätzlich an Xorg 6.8.2 (unter Linux) angepasst. Das File sollte also auch auf nicht mehr brandaktuellen Systemen halbwegs funktionieren. Andreas
