Hallo,

> Peter Eberhard schrie am 06.03.2010 um 07:24:14 Uhr:
:-)

>> http://www.abload.de/img/20100305-neohardwareenopkn.png
> Gerade baue ich einen Prototypen (basierend auf dem obigen Hardwareentwurf).
> Dieser erste Prototyp soll mit MX-Tastenmodulen mit ergonomischer
> Betätigungscharakteristik, unterschiedlich hohen Tastenkappen in Qwertz-
> Belegung, sowie einem nicht programmierbaren Keyboard Encoder mit PS/2-Stecker
> aus einer ausgedienten Tastatur ausgestattet werden.
> Folglich werden nicht alle Neo2-Möglichkeiten funktionieren. Zum Erfassen von
> ersten Eindrücken genügt der erste Prototyp allemal. Mit ihm soll die 
> Anordnung
> (nicht die Belegung) der Daumentasten optimiert werden.

Vielleicht willst Du Dir mal meine Überlegung zur Anzahl der Tasten
ansehen. Ich komme mit weniger Tasten aus als Du (5 pro Daumen).
Ein Vergleich zwischen Standard und meinem Vorschlag ist:
<http://miche.host4free.de/vgl.png>.

Ich finde, mein Vorschlag ersetzt (bis auf den Nummernblock) die
komplette Standardtastatur. Mit nur 61 Tasten. Ich hoffe, es geht
niemandem was ab. Mein Ziel war, möglichst wenige Tasten zu verwenden.

Allerdings benötigt dieser Vorschlag mehr als einen Standard-Encoder.
Die Tastatur soll bei betätigter Mod4 nämlich dann den Scancode von
Enter statt Mod4+P senden. Damit wäre auch das Bios bedienbar. Ein
Anpassen des Neo-Treibers wäre auch nicht notwendig, da eine
Standardtastatur über die Firmware emuliert werden soll.

Ich habe in dem Vorschlag die Tasten F1 … F4 als Hardware eingeplant.
Und zwar, weil …
Ich habe keine gute Erklärung. Außer vielleicht, dass die Fn-Ebene dann
auf Buchstabentasten ausgeweitet werden müsste. Ich weiß nicht, ob das
dann bei Magic-SysRq¹ Probleme geben könnte. Vielleicht sollte man sie
weglassen und ebenfalls über Fn abhandeln, zumal Enter, Pfeiltasten …
auch nicht auf Ebene1 verfügbar, aber viel häufiger sind. Auch wenn ich
ständig Strg+F1–F4 zum umschalten der Arbeitsflächen benutze.

Bei der Funktion der Mod4 / Fn Taste habe ich in deiner Mail
([email protected]) gewildert (Mod4 drücken + loslassen =
Fn). Wahrscheinlich ist das gewöhnungsbedürftig.

>> Beim Layout sollte man dann aber auf ein Notebook-Fn verzichten und
>> gleich alle Tasten, die nicht auf der ersten Ebene sind, in eine
>> zusammengelegte Fn/4. Ebene packen. Funktionstasten in die Ziffernreihe,
>> Navigation und Nummernblock ähnlich wie die Neo2-Ebene 4. Sonst wären
>> mir das alles zuviele Modi: Fn, Num, Mod4… das sollte alles vereinigt
>> werden. Finde ich.
> Der Vorschlag ist eine genauere Überlegung wert. Ich befürchte, dass über die
> für die Ebene4 notwendigen Tasten hinaus so viele Tasten erforderlich werden,
> dass insgesamt nicht genug Tasten vorhanden sind. Sollte das der Fall sein, 
> dann
> liegt nahe, einige Tasten wie PrtSc, ScrlLk, Pause, Num, cut, copy, paste, 
> redo,
> Power, Sleep, Wake, rGUI (=rWin) und Caps auf eine Fn-Ebene auszulagern.

Ich finde auch, dass das den Zeichenumfang sehr einschränkt . Es fehlt
ja schon der Nummernblock (zumindest dessen höhere Ebenen).

Die Tasten Redo, Power, Sleep und Wake kenne ich nicht. Sind die auf
der Standardtastatur?

> Beim Booten wird Del bisweilen auf der ersten Ebene benötigt. Zudem sollte die
> Tastenkombination Ctrl+Alt+Del ohne eine weitere (Fn-) Taste gedrückt werden
> können. Evtl. kann für diese besonderen Zwecke eine Del-Taste als Mikrotaster
> eingebaut werden.

Das stimmt. Dafür wären 4 Tasten zu drücken. Aber: Ich benutzte diese
Kombination so gut wie nie (Linux, ;-)) und außerdem wird einiges andere
auch komplizierter. Am ehesten dann ein Mikrotaster. Aber das gefällt
mir auch nicht wirklich. Dass beim Booten Entf auf der ersten Ebene
gebraucht wird sehe ich nicht.

> > Dafür lieber ein ISO-Lock dahin, wo jetzt Ins steht – alleine gedrückt
> > ist es ein Caps Lock, mit einem Mod zusammen stellt es diesen Mod fest.
> Dein Vorschlag gefällt mir gut. ISO-Lock kannte ich nocht nicht - glaube ich.
> Wenn ich das richtig auffasse, müsste bei der Tastenkombination zuerst die
> jeweilige Mod-Taste und dann die ISO-Lock-Taste betätigt werden. Logischer
> erscheint mir anstelle von ISOLk allein gedrückt lieber Shft+ISOLk zu
> betätigen. Dann könnte die ISO-Lock-Taste auf der ersten Ebene mit Delete 
> belegt
> werden:
> Del | Shft+ISOLk | M3+ISOLk | M4+ISOLk | Shft+M3+ISOLk | M3+M4+ISOLk

Ich finde eine weitere Taste unnötig für diesen Zweck. Warum nicht
Mod4R+Mod4L = Mod4-Lock; ShiftR+ShiftL = Capslock?
 
>> Aber im Prinzip ist die Belegung sowieso noch ein anderes Thema.

Genau, aber um meinen Vorschlag besser zu verdeutlichen habe ich eine
Mögliche Neo 2 Belegung online:
<http://miche.host4free.de/mok.pdf>

> Nachgezählt habe ich die sich ergebende Tastenanzahl jetzt nicht. Für den
> Prototypen muss irgendeine Belegung her, mit der man möglichst ohne
> Treiberanpassung zumindest tippen kann, die auch die Daumentasten einbeziehen.

Bei Dir sinds 66, bei mir 61, wenn man F1–4 weglässt 57. Das mit dem
Prototypen stimmt allerdings, da mein Vorschlag nur mit noch zu
entwickelnder Firmware laufen würde.

Aber nun zum eigentlichen Grund für diese Mail: Karl, findest du meine
5 Daumentasten ausreichend? 7 sind für meinen Geschmack viel.

Grüße

Miche

¹ https://wiki.neo-layout.org/wiki/LinuxSysRq

PS: eigentlich wollte ich erst in 3 Wochen in diese Diskussion
einsteigen, da ich erst dann wieder etwas mehr Zeit haben werde.

PPS: Meine Darstellung der Ebenen im pdf nach dem Prinzip Vektoradition
finde ich unübertroffen schön.

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