Title: apachectl - Das Apache HTTP-Server Control Interface
Programme

Das apachectl ist ein Front-End für den Apache HyperText Transfer Protocol-Server. Es soll den Administrator bei der Kontrolle der Funktionen des Apache httpd-Daemon unterstützen.

Das apachectl-Skript kann in zwei Modi arbeiten. Zum einen als einfaches Front-End für das Programm httpd, das einfach alle erforderlichen Umgebungsvariablen setzt und anschließend httpd aufruft und dabei alle Argumente aus der Befehlszeile weiterreicht. Zum anderen kann das apachectl-Skript als SysV init-Skript agieren, indem es einzelne Worte als Argumente übernimmt (z.B. start, restart und stop) und diese in die entsprechenden Signale für httpd überträgt.

Verwendet Ihre Apache-Installation keine Standardpfade, dann müssen Sie das apachectl-Skript bearbeiten und die entsprechenden Pfade für die binäre httpd-Datei angeben. Sie können auch erforderliche httpd-Befehlszeilenargumente angeben. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie in den Kommentaren des Skripts.

Das apachectl-Skript liefert den Rückgabewert 0, wenn es erfolgreich ausgeführt wurde und einen Wert größer als null, wenn ein Fehler aufgetreten ist. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie in den Kommentaren des Skripts.

Starten Stoppen Konfigurationsdateien Plattform-spezifische Anmerkungen httpd
Synopsis

Wenn das apachectl-Skript im Durchreichmodus arbeitet, kann es alle für das Programm httpd verfügbaren Argumente übernehmen.

apachectl [ httpd-Argument ]

Arbeitet das apachectl-Skript im SysV init-Modus, werden nur die unten aufgeführten einzelnen Wörter übernommen.

apachectl Befehl

Optionen

Hier werden nur die Optionen im SysV init-Stil aufgeführt. Die anderen Argumente werden auf den httpd-Man-Pages beschrieben.

start
Der Apache httpd-Daemon wird gestartet. Wird dieser bereits ausgeführt, wird ein Fehler gemeldet. Die Anweisung ist identisch mit apachectl -k start.
stop
Der Apache httpd-Daemon wird gestoppt. Diese Anweisung ist identisch mit apachectl -k stop.
restart
Der Apache httpd-Daemon wird neu gestartet. Wird der Daemon gar nicht ausgeführt, wird er gestartet. Dieser Befehl überprüft wie configtest automatisch die Konfigurationsdateien, bevor der Neustart durchgeführt wird, damit der Daemon nicht abgebrochen wird. Diese Anweisung ist identisch mit apachectl -k restart.
fullstatus
Zeigt einen vollständigen Statusbericht des Moduls mod_status an. Damit das funktioniert, muss das Modul mod_status für den Server aktiviert und ein Text-Browser wie zum Beispiel lynx zur Verfügung stehen. Die URL für den Zugriff auf den Statusbericht kann mit der Variablen STATUSURL im Skript gesetzt werden.
status
Zeigt einen kurzen Statusbericht an. Im Unterschied zur Option fullstatus wird die Liste der gerade bearbeiteten Anfragen nicht angezeigt.
graceful
Der Apache httpd-Daemon wird nicht abrupt neu gestartet. Im Unterschied zu einem normalen Neustart werden gerade geöffnete Verbindungen nicht unterbrochen. Als Nebeneffekt werden die alten Protokolldateien nicht sofort geschlossen. Das bedeutet bei einer Rotation der Protokolldateien eine nicht unbeträchtliche Verzögerung erforderlich sein kann, damit die alten Protokolldateien vor der Bearbeitung geschlossen werden. Dieser Befehl überprüft wie configtest automatisch die Konfigurationsdateien, bevor der Neustart durchgeführt wird, damit der Daemon nicht abgebrochen wird. Diese Anweisung ist identisch mit apachectl -k graceful.
configtest
Führt einen Syntaxtest für eine Konfigurationsdatei durch. Die Konfigurationsdateien werden überprüft und entweder Syntax Ok signalisiert oder detaillierte Informationen zum Syntaxfehler geliefert. Diese Anweisung ist identisch mit apachectl -t.

Die folgende Option stehen außerdem noch zur Verfügung, sollten aber nicht benutzt werden:

startssl
Dieser Befehl ist identisch mit apachectl -k start -DSSL. Es wird nicht empfohlen, diesen Befehl zu benutzen oder aus der Datei httpd.conf den Abschnitt IfDefine zu entfernen, so dass SSL immer zur Verfügung steht.
Title: httpd - Apache Hypertext Transfer Protocol-Server
Programme

httpd ist das Apache HyperText Transfer Protocol-Serverprogramm, das als eigenständiger Daemon-Prozess ausgeführt wird. So ausgeführt, erzeugt es einen Pool von Kindprozessen oder Threads für die Bearbeitung der Anfragen.

Im Allgemeinen sollte httpd nicht direkt sondern unter Unix über apachectl oder unter Windows NT, 2000 und XP als Dienst und unter Windows 9x und ME als Konsolenanwendung aufgerufen werden.

Starten Stoppen und Neustart Konfigurationsdateien Plattform-spezifische Anemerkungen apachectl
Synopsis

httpd [ -d ServerRoot ] [ -f config ] [ -C Direktive ] [ -c Direktive ] [ -D Parameter ] [ -e Stufe ] [ -E Datei ] [ -k start|restart|graceful|stop ] [ -R Verzeichnis ] [ -h ] [ -l ] [ -L ] [ -S ] [ -t ] [ -v ] [ -V ] [ -X ]

Unter Windows stehen außerdem folgende Argumente zur Verfügung:

httpd [ -k install|config|uninstall ] [ -n Name ] [ -w ]

Optionen
-d ServerRoot
Setzt den Anfangswert für die Direktive ServerRoot. Diese Angabe kann von der ServerRoot-Direktive in der Konfigurationsdatei überschrieben werden. Die Voreinstellung ist /usr/local/apache2.
-f config
Benutzt beim Start die Direktiven aus der Datei config. Beginnt die config-Datei nicht mit einem Schrägstrich (/), wird der Pfad relativ zur ServerRoot interpretiert. Die Vorgabe lautet conf/httpd.conf.
-k start|restart|graceful|stop
Signalisiert httpd zu starten, neu zu starten oder zu stoppen. Unter Stoppen finden Sie weitere Informationen.
-C Direktive
Die angegebene Konfigurationsdirektive wird vorm Lesen der Konfigurationsdateien verarbeitet.
-c Direktive
Die angegebene Konfigurationsdirektive wird nach dem Lesen der Konfigurationsdateien verarbeitet.
-D Parameter
Setzt einen Konfigurationsparameter, der in Verbindung mit IfDefine-Abschnitten aus den Konfigurationsdateien für ein bedingtes Überspringen oder Verarbeiten von Befehlen beim Serverstart und Neustart benutzt werden kann.
-e Stufe
Setzt die LogLevel-Direktive beim Serverstart auf die angegebene Stufe. Damit kann die Ausführlichkeit der Fehlermeldungen temporär erweitert werden, um Probleme beim Start herauszufinden.
-E Datei
Fehlermeldungen während des Serverstarts werden an die angegebene Datei gesendet.
-R Verzeichnis
Wurde der Server mit SHARED_CORE kompiliert, dann gibt diese Option das Verzeichnis für gemeinsam genutzte Objektdateien an.
-h
Ausgabe einer Kurzzusammenfassung der verfügbaren Befehlszeilenoptionen.
-l
Ausgabe einer Liste der für den Server kompilierten Module. Diese Liste enthält keine dynamisch mit der Direktive LoadModule geladenen Module.
-L
Ausgabe einer Liste der Direktiven mit ihren Argumenten und den Positionen, an denen sie zulässig sind.
-S
Anzeige der analysierten Einstellungen aus der Konfigurationsdatei (zur Zeit werden nur die Einstelllungen für virtuelle Hosts angezeigt).
-t
Durchführung von Syntaxtests für die Konfigurationsdateien. Das Programm wird sofort beendet, wenn diese Syntaxprüfung abgeschlossen, der Rückgabewert 0 vorliegt (Syntax OK) oder der Rückgabewert ungleich 0 ist (Syntaxfehler). Wird gleichzeitig -D DUMP_VHOSTS gesetzt, werden Details zur Konfiguration der virtuellen Hosts ausgegeben.
-v
Es wird nur die httpd-Version ausgegeben.
-V
Ausgabe der httpd-Version und der Einrichtungsparameter.
-X
Ausführung von httpd im Debug-Modus. Es wird nur ein Worker-Prozess gestartet und der Server nicht von der Konsole abgekoppelt.

Die folgenden Argumente stehen nur unter Windows zur Verfügung:

-k install|config|uninstall
Der Apache wird als Windows NT-Dienst installiert, Startoptionen für den Apache-Dienst können geändert und der Apache-Dienst deinstalliert werden.
-n Name
Der Name des Apache-Dienstes.
-w
Das Konsolenfenster bleibt bei einem Fehler geöffnet, so dass Fehlermeldungen gelesen werden können.
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