Hallo,

letzte Woche war ich noch mal auf der geplanten Route unterwegs und habe einige 
Bilder gemacht.

http://www.flickr.com/photos/44908...@n00/sets/72157624960242381/

Desweiteren habe ich was zu den einzelnen Punkten  geschrieben.  Verbesserungen 
sind gerne gesehen. Die Nutzung des Thier Geländes muss ergänzt werden.

Viele Grüße

Olaf


Ehemalige Thier Brauerei
1854 gegründet wurde auf dem Gelände am Hiltropwall untergäriges Bier gebraut. 
Im Jahre 1992 folgte die Übernahme durch die Dortmunder Kronen Brauerei. Diese 
wurde dann selber 1996 von der zur Radeberger Gruppe gehörenden Dortmunder 
Aktien Brauerei (DAB) übernommen und die Produktion wurde zur Steigerstraße 
verlagert. In den folgenden Jahren entwickelt sich auf dem ehemaligen Brauerei 
Gelände eine lebhafte Club Szene. Mit dem Abriss des Brauerei Geländes um für 
den Neubau der Thier Galerie eines riesigen Einkaufszentrum kam auch das ende 
für die meisten der ansässigen Clubs. Heute ist von der Thier Brauerei nur noch 
das angrenzende ehemalige Verwaltungsgebäude am Hiltropwall erhalten. Neben 
einigen städtischen Behörden befindet sich im Erdgeschoss die Hausbrauerei 
Hövels. 

Dortmunder U
Das Gär- und Lagerhochhaus der ehem. Dortmunder Union Brauerei wurde 1926/27 
nach den Plänen von Emil Moog gebaut. Zu der Zeit seines Baus war es das erste 
Hochhaus in Dortmund. Wobei der Produktionsprozess die Schwerkraft nutzend von 
oben nach unten angelegt war. 1968 wurde das heute charakteristische 
beleuchtete, goldene U mit einer Höhe von 9 m installiert. Nach der Fusion mit 
der Ritter Brauerei wurde 1994 die Produktion nach Lütgendortmund verlagert. In 
der Innenstadt verblieb nur die Verwaltung der Brau und Brunnen AG auf der 
gegenüberliegenden Straßenseite. Die Brauerei wurde bis auf den U-Turm im Jahr 
2004 abgerissen. Und es entstand ein Neubau der u.a. als Verwaltung der Brau 
und Brunnen AG dienen sollte. Nach der Fusion mit der Radeberger Gruppe im 
Jahre 2004 wurde die Verwaltung der Brau und Brunnen AG nicht mehr benötigt. In 
der ehemaligen Verwaltung befindet sich heute ein Hotel.
Im Rahmen der Planungen zur Europäischen Kulturhauptstadt 2010 wurde 
beschlossen den U-Turm zu einem Zentrum für Kunst und Kreativität umzubauen. So 
wurde das Dortmunder U inklusive der umgebenen Brache 2007 für 25,5 Mio Euro 
von der Stadt gekauft. Die Sanierung soll 46 Mio. Euro kosten und soll von 
Stadt, Land NRW und EU getragen werden. Im Dezember 2009 wurde bekannt das die 
Sanierung etwa 3 Mio Euro teuerer wird als geplant. Unteranderen soll in das 
Dortmunder U das Museum am Ostwall, die Fachhochschule Dortmund, die TU 
Dortmund und das Kulturbüro der Stadt einziehen.

Dortmund Hauptbahnhof

Seit 1910 befindet sich der Dortmunder Hauptbahnhof an seinem heutigen 
Standort. Nach kriegsbedingten Zerstörungen erfolgte 1952 der Neubau des 
Empfangsgebäude als Zweckbau der dem Dortmunder HBF den Beinamen Pommesbude mit 
Gleisanschluss einbrachte.  Diese unbefriedigende Situation u.a. gibt es bis 
auf den S-Bahnsteig keinen Behindertengerechten Zugang zu den Bahnsteigen, 
führte zu Überlegungen den Hauptbahnhof grundlegend umzubauen. So wurde in der 
zweiten Hälfte der 90er Jahre Pläne verfolgt die Gleisanlagen mit einem 
Großflächigen Einkaufszentrum zu überbauen. Wegen seiner architektonischen 
Gestaltung wurde diese Planung als Dortmunder UFO bekannt. 1998 wurde eine 
Absichtserklärung unterzeichnet die eine Fertigstellung des UFOs mit einer 
Nutzfläche von 80.000 Quadratmetern für einen Preis von 850 Mio DM bis zum Jahr 
2002 vorsah.  
Nach dem Scheitern der Pläne für das Dortmunder UFO wurden mit dem Einstieg der 
portugiesischen Investorengruppe Sonae Imobilia Rea das Konzept 3do 
vorgestellt. Mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Mrd. DM sollte auf 80.000 
m^2  ein Mix aus Einzelhandel (36.000 m^2), Entertainment (26.500 m^2) und 
Gastronomie (10.000 m^2) entstehen. Weiter waren geplant auf der Nordseite ein 
Hotel der gehobenen Kategorie und ein Brückenschlag zur Katharinenstraße. 
Architektonisch sah das Konzept den Bau eines 120 m hohen Hochhauses vor der 
die Modernität des Hauptbahnhofes symbolisieren sollte. Der Zeitplan sah einen 
Baubeginn 2007 vor mit einem projektieren Fertigstellungstermin im Herbst 2010 
/ Frühjahr 2011. Im Februar 2007 erklärte die Investorengruppe ihren Ausstieg 
aus dem Projekt.

Nach dem Scheitern dieser 2 Großprojekt zum Umbau des Dortmunder Hauptbahnhofs 
besteht inzwischen ein massiver Investitionsstau an den Bahnhofsanlagen. Im 
Jahr 2009  begann dann die Sanierung des Empfangsgebäudes. So wurden die 
Fenster mit Motiven aus der Dormunder Arbeitswelt durch originalgetreue Kopien 
ersetzt und die seit dem Jahre 1986 im ehem. Kino befindliche 
Veranstaltungszentrum Live Station endgültig geschlossen. Diese erste 
Sanierungsetappe soll ende 2010 beendet sein.
Weiter soll ab 2014 der Personentunnel und der Zugang zu den Gleisen 
grundlegend erneuert werden. Im Rahmen der Planungen zum Rhein-Ruhr-Express 
sollen die Gleisanlagen grundlegend umgebaut werden. Desweiteren planen die 
Dortmunder Stadtwerke eine Sanierung und Erweiterung auf 4 Gleise der 
angrenzenden U-Bahn Station.  

Mit etwa 130.000 Reisenden und etwa 980 Zügen täglich gehört der Dortmunder 
Hauptbahnhof zu den 20 Bahnhöfen der höchsten Kategorie der DB.

Dortberghaus

Das Dortberghaus wurde in den Jahren 1937/38 nach Plänen des Kölner Architekten 
Emil Rudolf Mewes (u.a. Volkswagen Werk Wolfsburg) als Verwaltungsgebäude für 
die Gelsenkirchener Bergwerks-AG erbaut. Ursprünglich sollte das Gebäude 
U-förmig gebaut werden, wurde aber wegen des 2.Weltkrieges nicht vollendet.
Nach dem 2.Weltkrieg erfolgte der Wiederaufbau bei Änderungen an Grundriss und 
Fassadengestaltung nach dem Entwurf von Mewes.

Die Stadt Dortmund nutzte das Gebäude nach dem 2.Weltkrieg bis 2004 als Bau- 
und Katasteramt.  Geplant und bereits begonnen wurde der Umbau zu einem 4 
Sterne Hotel. Aufgrund der Bankenkrise und dem Absprung der Geldgeber Lehman 
Brothers und Merill Lynch kam und kommt es zu Verzögerungen im Bauablauf. 
Aktuell ruhen die Arbeiten.   

Horror Haus an der Kielstraße

1969 wurde das Hochhaus von der VEBA gebaut und ist später in 
Eigentumswohnungen umgewandelt worden.
Die ca. 100 Wohnungen wurden als Spekulationsobjekte mit falschen 
Gewinnversprechen vorwiegend nach Süddeutschland verkauft. Nach der 
zahlungsunfähigkeit zahlreicher Besitzer konnten Kredite nicht mehr abbezahlt 
werden und die Nebenkosten wurden nicht bezahlt. Wegen ausstehender Rechnungen 
wurden den verbliebenden Mietern zuerst Warmwasser und Heizung und kurz darauf 
der Strom abgestellt. Obwohl diese ihre Nebenkosten an ihre Vermieter bezahlt 
hatten diese dieses Geld aber nicht weitergeleitet hatten. Im November 2002 
wurde nach dem Auszug des letzten Mieters das Hochhaus zugemauert. Im Jahr 2009 
konnten alle 42 Eigentümer bzw. deren Banken ausfindig gemacht werden damit die 
Stadt ihnen ihre Anteile abkaufen kann. Nach Übernahme aller Wohnungen durch 
die Stadt soll 2012 das Haus für eine geschätzte Summe  von 2 Mio Euro 
abgerissen werden.  Wegen der aktuellen Finanzlage der Stadt ist es zur Zeit 
unklar ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann.


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