Hallo,
offenbar ist die Diskussion vorbei, ohne das klar wird, wie es
weitergehen sollte.
Ich möchte nochmal die Vorschläge zusammenfassen.
Es gibt eine Fraktion, welche den operator gerne komplett ausschreiben
wollen, um dadurch eine weltweite Eindeutigkeit herzustellen.
Nakaner als ehemaliger Verfechter dieser Meinung hat inzwischen in
Deutschland Firmenbezeichnungen gefunden, welche so umfangreich wären
und keinen weiteren Mehrwert bieten, so dass er vorgeschlagen hat
operator mit Abkürzungen von mehr als 6 Buchstaben nicht auszuschreiben.
Ein weiterer Vorschlag war zwischen operator ausgeschrieben und brand
als Abkürzung bzw. die Abkürzung in einem neuen Tag zu erfassen.
Und dann gibt es noch die Fraktion, welche die übliche Kurzbezeichnung
als operator bevorzugt.
Der Nachteil hierbei ist ganz klar die Überschneidung schon innerhalb
Deutschlands.
Die Lösung mit Abkürzung ab einer gewissen Länge ist meiner Meinung nach
nicht eingängig, so das die Akzeptanz noch geringer sein wird als die
ausgeschriebene Schreibweise. Außerdem schützt es nicht davor, was
Nakaner eigentlich bezwekte. Denn es kann Firmen mit einer Abkürzung von
4 Buchstaben geben, welche ausgeschrieben dann doch ein Monster bilden
könnten.
Nicht zu letzt würde ich zur Klärung der Frage noch mal an die E-Mail
von Jochen erinnern. Wozu sollen die Daten dienen?
Das möchte ich nicht um etwas zu verhindern, sondern um auf den Konflikt
hinzuweisen, dass nur sinnvoll Daten ausgewertet werden können, welche
halbwegs vollständig und korrekt erfasst sind.
Bei den verschiedenen Versionen des ÖPNV zeigt es sich aus meiner Sicht
deutlich.
Werden alle Wege und Haltestellen mit forward und backward in einer
Relation erfasst, kann man auswerten welche Linien an welcher
Haltestelle halten. Mann kann auch feststellen in welcher Richtung die
Linie ein Straßenstück überfährt und schnell ein ansprechendes Rendering
aufsetzen. Was man nicht kann, ist auszuwerten, ob zwei Haltestellen von
der gleichen Linienvariante angefahren werden und ob man von der
Haltestellen 1 zur Haltestelle 2 kommt.
das neue Schema erfasst für jede Variante eine Relation welche wiederum
in der Masterelation zusammengefasst werden.
Dabei wird auf Rollen für Wegstücke verzichtet und Haltestellen in der
Reihenfolge in der sie angefahren werden sortiert.
Das führt dazu, dass man jetzt speziellere Auswertung machen kann.
Es vergrößert aber den Aufwand der Pflege und Erfassung genau so wie den
Prozess des Rendering. Ein ähnliches Rendering wie auf der ÖPNV-Karte
habe ich bis heute noch nicht für das aktuelle Schema gefunden.
Viele Grüße
Jan
Am 02.03.2015 um 10:19 schrieb Jochen Topf:
On Mo, Mär 02, 2015 at 09:39:21 +0100, [email protected] wrote:
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Holger Mappt
Gesendet: So. 01.03.2015 18:41
An: OSM-DD ,
Betreff: Re: [OSM-Dresden] ÖPNV Dresden Bushaltestellen und Busrouten
einheitlich laut public_transport Schema bearbeiten - Meinungen und Fragen
Ich habe mal gelesen, dass die DVB einzelne Buslinien ausschreibt (im
Sinne von Vergabe) und diese dann von anderen Unternehmen betrieben
werden. Wie taggen wir das eigentlich? Der ÖPNV-Kunde merkt
davon meist
nichts (nur bei Streik, weil dann diese Linien nicht bestreikt werden
bzw. umgedreht), weil die Marke DVB draufsteht. Der Betreiber ist
aber
klar ein anderer. Da sind dann zwei Tags ganz praktisch...
Ich denke wir sollten gewisse Dinge nicht mit einander vermischen. Was gibt
denn der Operator bei OSM an? Ist es der Konnzessionsinhaber? Oder der
Leistungserbringer?
Ich denke wenn es der Leistungserbringer wäre, in dem Falle der Subunternehmer
von der DVB beauftragt, dann hätten wir ein Problem. Denn die DVB vergibt nicht
nur ganze Linien sondern auch einzelne Umläufe. Das heißt auf der Linie 61
fahren nicht nur Busse der DVB, sondenr auch von der DVS und damals jedenfalls
auch von Taetertours.
Auch andere Konzessionsinhaber wie der RVD und die OVPS haben eine Reihe von
Subunternehmerleistungen.
Und dann gibt es die Gemeinschaftskonzessionen wie bei der Linie 84.
Wir sollten hier vielleicht mal auf dem Teppich bleiben. OSM ist keine
spezielle Datenbank für ÖPNV-Unternehmer und -Enthusiasten, die jedes kleinste
Detail braucht. Erstmal sollten wir uns überlegen, was denn mit diesen Daten
angefangen wird. Und die überwiegende Nutzung wird ja sein, dass Leute ohne
besondere ÖPNV-Insider zu sein, halt wissen wollen, wo die nächste Haltestelle
ist oder wo eine Linie langführt, die sie als DVB-Linie wahrnehmen, unabhängig
davon, wer diese Linie denn nun fährt. Schon heute werden die ÖPNV-Daten in
OSM viel zu wenig benutzt, weil sie so komplex auszuwerten sind. Es gibt m.E.
zu wenige Karten, Apps, usw. die mit den Daten was machen. Wenn wir immer mehr
Daten erfassen mit immer mehr Detail, dann wird das nicht einfacher, wir
schrecken vor der Nutzung eher ab als ihr zu helfen. Und das ganze soll ja
auch für den interessierten Mapper noch pflegbar sein (den Durchschnittsmapper
haben wir, fürchte ich, eh schon abgehängt...).
Jochen
_______________________________________________
Dresden mailing list
[email protected]
http://lists.openstreetmap.de/mailman/listinfo/dresden