Hallo Jan,

Michael hat Dir ja zu den meisten Punkten schon ausführliche Antwort gegeben.

Da ich aber das letzte Jahr (als Externer) an der vDC-API gearbeitet habe und 
eine komplette vdc-Implementation (vdcd) als OpenSource beigesteuert habe, hier 
noch meine Ergänzungen:

On 03.10.2014, at 11:41, [email protected] wrote:

> 2-1  Ist die API für virtuelle Geräte bereits freigegeben, und wenn nicht, 
> wann ist die Freigabe geplant?

Zur Einsicht frei ist die API schon lange 
(https://gitorious.digitalstrom.org/virtual-devices/vdcd/trees/master/docs), 
seit das vdcd-Projekt unter GPLv3 freigegeben ist (seit Anfang 2014). Aber es 
wurde über den Sommer noch intensiv daran (um)gebaut.

Unterdessen kann man die API als stabil bezeichnen. Es wird keine Änderungen 
mehr geben, die die Binär-Kompatibilität brechen, und der Basis-Satz von 
nicht-optionalen Properties ist festgelegt. Wahrscheinlich kommen mit der Zeit 
noch Properties oder Calls dazu, aber ohne das Bestehende signifikant zu ändern.

> 2-2 Wird ein vdSM und vDC host standardmäßig auf der DSS laufen, sodass man 
> ein vdSD in JavaScript entwickeln kann?

Ein zentrales vdSM ist dem Hören nach in der Diskussion, aber Genaues weiss ich 
da nicht. Für angstrom und poky gibt es seit Neuerem prebuilt binaries im 
gitorious: https://gitorious.digitalstrom.org/virtual-devices/vdsm-binaries

Ein "vdc host" ist einfach die Bezeichnung für ein Stück Software, das die 
vDC-API versteht, und einen oder mehrere "vcds" mit je einem oder mehreren 
"virtuellen devices" repräsentiert. *Den* vcd host gibt es nicht - es gibt 
einige Implementationen davon für verschiedene Zwecke.

Eine davon ist der oben erwähnte "vdcd" 
(https://gitorious.digitalstrom.org/virtual-devices/vdcd); dieses Projekt ist 
als C++ Framework konzipiert mit dem Ziel, das (teilweise komplexe) 
digitalSTROM-Verhalten inkl. Properties, Settings, Szenenverwaltung etc. fertig 
bereitzustellen, so dass die Implementation von Devices möglichst einfach wird 
und unbelastet von dS-Spezifika ist.

Andere Implementationen decken eine ganz bestimmte Anwendung ab, und bauen auf 
der (C) libdsvdc (https://gitorious.digitalstrom.org/virtual-devices/libdsvdc) 
auf, die die vdc-API-Kommunikation sowie das Message-Handling (z.B. 
Property-Abfragen aufbauen und decodieren etc.) zur Verfügung stellt.

Ein vdc-host mit einer Architektur, um vdcs und virtuelle devices in einer 
Skriptsprache zu schreiben, ist denkbar, aber meines Wissens hat noch niemand 
sowas angefangen.

> 2-3 Wenn 2-2 mit Nein beantwortet wird, welche Komponenten müsste ich selbst 
> entwickeln, damit ein virtuell device der Gruppe Video auf der DSS  läuft? 
> Dieses vdSD würde den Fernseher via TCP/IP einbinden.

Du kannst den vdcd nehmen, und ausgehend vom Demoprojekt (demovdc) ein 
TV-device machen. Ein ausprogrammiertes Standardverhalten für Video gibt es da 
allerdings noch nicht - ich weiss gar nicht, ob ein Video-Standardverhalten 
schon dokumentiert ist. Das Ziel des vdcd-Projekts ist es natürlich, solche 
Standardverhalten, sobald bekannt, umzusetzen und bereitzustellen, damit die 
Implementation für einzelne TVs möglichst simpel wird. So wie es jetzt z.B. für 
Farblampen schon besteht - das Framework hat alles schon drin, inkl. 
HSB/RGB/xy-Konversion, Kalibrierung, Farbszenen - der gerätespezifische Teil 
besteht lediglich darin, R,G,B an die Hardware senden zu können.

Gruss von Lukas
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