Hallo Ulf,

was ist an einem Rauchverbot für Kneipen jetzt so innovativ?


Es ist volkswirtschaftlich sinnvoller, gesundheitsschädliches Verhalten /nicht/ zu fördern. Sozialwirtschaftlich sowieso. Eher unsinnig ist es, gesundheitsschädliches Verhalten erst zu fördern, aber dafür Steuern zu kassieren, mit denen dann die Schäden wieder repariert werden sollen...

Die Argumentation einiger, dass ein Rauchverbot in Gaststätten "Arbeitsplätze gefährde" oder "Feiern verhindere", oder gar "die Freiheit zerstöre" empfinde ich als ziemlich oberflächlich gedacht.

Und dass die Regierung in München den Willen des Volkes immer wieder missachtet und hier lieber zusammen mit der Tabakindustrie Millionen ausgibt für einen Volksentscheid, das finde ich nicht nur in Zeiten knapper Kassen ziemlich widerlich.

Aber Du hast recht: da kann man unterschiedlich darüber denken.

"Willst du übern Rasen laufen mußt du dir ein Grundstück kaufen"

Der ist gut!
(aber vielleicht ein bisschen arg kapitalistisch? ;-) )

Reglementierungen

Sind eine Folge von unsozialem Verhalten.

Früher hat der Raucher freundlich gefragt "stört es Sie wenn ich rauche?" - und mit "ja" beantwortet, hat er selbstverständlich darauf verzichtet.
Früher waren auch Banken noch ehrbare Institute.
Und Parteien und Politiker haben sich nicht kaufen lassen.
(nur um mal drei aktuelle Beispiele zu nennen)

Aber auch da kann man unterschiedlich darüber denken.

OSM ist *keine* Plattform für politische Aktionen
P.S: Und komm mir jetzt nicht mit dem "Karten sind immer politisch"

Noch viel schlimmer:
OSM /ist/ eine politische Aktion!

Zumindest war das die Intention von Steve Cost
(zumindest soweit ich ihn verstanden habe).

Und ja: Karten sind immer politisch :-)

Eine Rad-Karte beispielsweise, oder eine ÖPNV-Karte...
(nur merkt man das dort vielleicht nicht auf den ersten Blick)

Mit herzlichem Gruss,
Markus

PS: Dass /hinter/ den volks- und sozialwirtschaftlichen Problemen soziale und persönliche Probleme liegen, und dass diese nicht mit gesetzlichen Regelungen gelöst werden können, das wissen wir beide.

Aber die Arbeit in einem Freien Projekt und in einer offenen Community wie OSM ist - zumindest so wie ich es verstehe - ein Schritt in eine gute Richtung.
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