auch, wenn es mir widerstrebt, mit der fdp zu reden, aber in dem fall...

f'up2 ot.

-------- Original-Nachricht --------
Betreff:        Appell an die FDP: Buergerrechte brauchen Vorfahrt!
Datum:  Mon, 12 Oct 2009 02:49:56 +0200
Von:    Campact - Christine Borchers <[email protected]>
An:     [email protected]



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Newsletter 24/2009
Montag, der 12.10.2009 - 175.410 Abonnenten

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     Bürgerrechte sind keine Verhandlungsmasse

Vor der Wahl hat sich die FDP als Bürgerrechtspartei präsentiert. Doch
in den Koalitionsverhandlungen könnte sie gegenüber CDU/CSU einknicken.
Appellieren Sie an die Verhandlungsführerin Leutheusser-Schnarrenberger,
unsere Freiheitsrechte zu verteidigen!
<http://www.campact.de/freiheit/sn1/signer>

Lieber Daniel Nitzpon,

in dieser Woche treten die Koalitionsverhandlungen in die entscheidende
Phase. Vor allem bei der Innen- und Sicherheitspolitik steht ein hartes
Ringen bevor. Die Union setzt wie eh und je auf "law and order" und will
die Bürgerrechte weiter einschränken, während die FDP sich für mehr
Datenschutz einsetzt. Zudem versprach die Partei vor der Wahl, die
fatalen Beschlüsse der Großen Koalition zu Online-Durchsuchung,
Vorratsdatenspeicherung und Internet-Sperren rückgängig zu machen. Es
ist noch offen, wer sich beim Koalitionspoker durchsetzen wird.

Zur Zeit scheint aber die Union das bessere Blatt zu haben: Im
Koalitionsarbeitskreis "Inneres, Justiz, Informationsgesellschaft" wird
nicht mehr um das "Ob" der Vorratsdatenspeicherung, sondern um Details
der Anwendung gestritten. Machen Sie klar, dass wir von der FDP einen
konsequenten Kampf für die Bürgerrechte erwarten. Am kommenden
Donnerstag, wenn der Koalitionsarbeitskreis wieder tagt, wollen wir
FDP-Verhandlungsführerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger unseren
Appell mit möglichst vielen Unterzeichner/innen überreichen.

Unterzeichnen Sie unseren Appell!
<http://www.campact.de/freiheit/sn1/signer>

Schon in der Vergangenheit war auf die FDP nicht immer Verlass, wenn es
um die Verteidigung von Grundrechten ging: Das verfassungswidrige Gesetz
zur Online-Durchsuchung in NRW stammte aus der Feder des
FDP-Innenministers. 1998 stimmte die FDP-Fraktion im Bundestag
mehrheitlich für den Großen Lauschangriff und damit gegen die eigene
Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger. Sie trat damals aus
Protest zurück.

Verhandlungsführerin Leutheusser-Schnarrenberger gilt als entschiedene
Vorstreiterin für Freiheits- und Bürgerrechte und wird als neue
Justizministerin gehandelt. Wir wollen ihr den Rücken stärken, damit sie
ein Einknicken der FDP verhindert. Gemeinsam mit dem Veranstalter der
BigBrotherAwards, dem FoeBuD e.V., haben wir deshalb den Appell
"Bürgerrechte sind keine Verhandlungsmasse" gestartet.

Appellieren Sie jetzt an Verhandlungsführerin
Leutheusser-Schnarrenberger! <http://www.campact.de/freiheit/sn1/signer>

Lesen Sie mehr über unsere Forderungen an die FDP...
<http://www.campact.de/freiheit/info/5min>

Was sonst bei Campact passiert, haben wir für Sie im Nachrichtenteil
zusammengestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Borchers

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     1. Atom: Offener Brief "Am Atomausstieg nicht rütteln"

Weit über 80.000 Menschen haben ihre Unterschrift unter den Offenen
Brief "Nicht rütteln am Atomausstieg!" gesetzt, den wir zusammen mit
.ausgestrahlt, BUND, IPPNW und der Naturfreundejugend gestartet haben.
Letzte Woche haben wir die vielfache Ankündigung, sich an den Protesten
der Anti-Atom-Bewegung zu beteiligen, per Anzeige in der Süddeutschen
Zeitung und der taz veröffentlicht. Diese Woche folgen Anzeigen in der
Financial Times Deutschland und im Berliner Tagesspiegel.

Die Frage der Laufzeitverlängerung bleibt bei den
Koalitionsverhandlungen umstritten. Während Bundeskanzlerin Merkel die
Entscheidung bis nach den NRW-Wahlen im Mai verschieben will, wird in
einem Verhandlungspapier empfohlen, die Laufzeitbegrenzungen aufzuheben
und den Weiterbetrieb jeder Anlage von einem Sicherheitscheck abhängig
zu machen. Es ist weiterhin offen, ob und wie der Atomausstieg kippt.

Haben Sie unseren Offenen Brief bereits unterschrieben?
<http://www.campact.de/atom2/sn6/signer>


     2. Atom: Warmlaufen für den Widerstand

Einen Vorgeschmack auf die Protestwelle, die CDU/CSU und FDP bei
Laufzeitverlängerungen für AKWs droht, haben wir den künftigen
Koaltionspartnern bei ihrer ersten Verhandlungsrunde letzten Montag in
Berlin gegeben: 1.500 Menschen liefen sich joggend, walkend, skatend
oder spazierend warm für den Widerstand gegen längere Laufzeiten für
Atomkraftwerke. Über die Aktion, die wir innerhalb weniger Tage mit der
Kampagne .ausgestrahlt und dem BUND auf die Beine stellten, berichteten
viele Medien - darunter Tagesschau, heute-journal und Spiegel-Online.

Schauen Sie unseren Aktionsfilm an! <http://www.campact.de/atom2/film>


     3. Dörpen: Bürgerbeteiligung statt Klimawandel!

Mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten Dörpens hat unterschrieben:
"Wir wollen eine Bürgerbefragung zum geplanten Kohlekraftwerk!" Doch die
Gemeindeverwaltung lehnte ab. Gemeinsam mit den Aktiven vor Ort
starteten wir daher die Aktion "Fragt uns!" - und machten die Forderung
nach Mitsprache unübersehbar.

Sehen Sie unseren Aktionsfilm... <https://www.campact.de/klima/doerpenfilm>


     4. Atom: Das längste Anti-Atom-Transparent der Welt

Während die Union und FDP verhandeln, wird der Protest gegen Atomenergie
Tag für Tag für alle sichtbar wachsen. Unser Partner - die
Anti-Atom-Kampagne .ausgestrahlt - arbeitet am längsten
Anti-Atom-Transparent der Welt, das aus hunderten von einzelnen
Transparenten entsteht. Jede/r kann einen Teil zu diesem Transparent
beitragen.

Weitere Informationen...
<http://www.ausgestrahlt.de/aktionen/laengstes-transparent.html>

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