Am 21.01.2016 um 20:59 schrieb Fabian Cernota | Freifunk Westerwald:
> mal eine kurze Verständnisfrage. Die Veranstaltungen des CCC sind ja 
> sehr auf frei und open source / open hardware usw. ausgerichtet, wie 
> kommt man dann auch die Idee den Film nicht unter CC Lizenz zur 
> Verfügung stellen zu wollen.

Auch die Veranstaltungen des CCC sind nicht gratis, sondern kosten
Eintritt. Warum wohl? Trotzdem stehen die Inhalte später frei im Netz.
Das geht allerdings auch nur, weil genug Leute so nett sind, Eintritt zu
bezahlen, obwohl sie die Inhalte via Streams und Recordings kostenlos
hätten haben können.

Auch der Film muss irgendwie finanziert werden. Eine professionelle
Filmcrew arbeitet nicht für lau, das Equipment kostet eine Menge Geld
und auch die Zeit für die Postproduktion muss erst mal irgendwer übrig
haben. Immerhin geht es hier nicht um einen Film, den ein Hobbyfilmer
mal eben nebenbei mit einem geliehenen Camcorder abdreht, sondern um ein
etwas größeres Projekt.

Sechsstellige Summen sind angesichts des Aufwands völlig normal. Die hat
nunmal nicht jeder auf der hohen Kante, andererseits kann man den Film
auch nicht produzieren, ohne eine entsprechende Finanzierungszusage zu
haben. Hier kommt nun üblicherweise die Filmförderung ins Spiel. Auch
dort verfügt man aber nicht über ein unbegreztes Füllhorn mit Geld,
sondern will zumindest einen Teil davon wieder zurück haben. Das
funktioniert aber nur, wenn der Film kommerziell vermarktet wird - mit
allen Risiken und Nebenwirkungen.

Eben genau damit die Produktionskosten gedeckt sind und der Film am Ende
frei (as in freedom, not as in beer!) ist, findet die Kampagne ja statt.
Wer sein Geld dafür nicht opfern will, muss es ja nicht tun.

Gruß
M.

P.S.: Gerüchten zufolge haben Menschen aus dem Hamburger CCC-Umfeld
zusammengelegt und sich den größten der Perks gesichert. Da die
Filmemacherin aus Hamburg kommt, wird die Q&A-Session dann
wahrscheinlich auch nicht nur via Skype sondern im Real Life stattfinden
können. Wer also das Finanzierungsmodell kritisieren möchte, kann das
dann gerne von Angesicht zu Angesicht tun.

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