Hallo Olaf, hab ein paar Fragen, um das Thema in Zukunft besser erklären zu können:
* [email protected] <[email protected]> [2010-12-23 03:59:40 +0100]: > > Zuallererst einmal ist ein Patent ein Monopol auf eine Idee, während > > das Urheberrecht ein Monopol auf eine konkrete Implementierung ist. > > Beethovens Zweite Symphonie ist vom Urheberrecht abgedeckt, ein Patent > > hingegen würde zum Beispiel ein Monopol auf die Idee erteilen, > > Streichinstrumente mit Blasinstrumenten zu kombinieren. Software fällt > > unter das Urheberrecht. Dies ist sinnvoll: Bei Software haben Sie > > [17]geringe Forschungskosten, müssen aber viel Zeit für die > > Implementierung der Ideen aufwenden, um sicherzustellen, dass sie > > keine Sicherheitslücken hat und in Zukunft leicht zu warten und > > anzupassen ist. Es ist keine große Herausforderung, auf die Idee zu > > kommen, Streichinstrumente mit Blasinstrumenten zu kombinieren, die > > Herausforderung besteht darin, sie so zu kombinieren, dass das > > Ergebnis auch gut klingt. > > Wuaaaaaah! Ich hasse es, wenn Dinge beim Erklären so weit vereinfacht > werden, dass sie schlicht nicht mehr stimmen... :-( > > Patente werden *nicht* auf Ideen erteilt! Patentieren kann man nur > *Erfindungen*. Bevor wir nachher mit den Begriffen durcheinander kommen, stimmst du zu, dass jede Erfindung auch eine Idee ist? > Eine Idee kann jeder haben; das erfordert keine > Investition. Eine nutzbare Erfindung erfordert hingegen > Entwicklungsarbeit -- und diese ist es, was ein Patent entlohnen soll. Warum erfordert eie nutzbare Erfindung Entwicklungsarbeit und eine Idee nicht? Ich seh noch nicht wirklich einen Unterschied. > Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, wäre eine hypothetische > Patentanmeldung zum Beispiel ein "Verfahren zum Erzeugen gewisser > Gefühlszustände beim Hörer durch abgestimmten Einsatz von > Streichinstrumenten und Blasinstrumenten"... Warum ist die Idee einer Kombination von Streich- und Blasinstrumenten nicht auch etwas, was Entwicklungsarbeit kostet? Was ist an deinem Beispiel anders (in Bezug auf Softwarepatente) als bei dem Beispiel aus dem Newsletter einfach nur Blas- und Streichinstrumente zu kombinieren? > Was Patente auf Software (Algorithmen oder deren Anwendung), > Kochrezepte, mathematische Formeln, Spielregeln, Kompositionstechniken > etc. von gültigen Patenten unterscheidet, ist die fehlende Technizität > -- solche Erfindungen beschreiben lediglich mehr oder weniger abstrakte > Gedankenvorgänge; keine technischen Verfahren. Und auf Gedanken sollte > es keine Monopole geben. Wie erklärst du Technizität? Viele Grüße Matthias -- Matthias Kirschner - Deutschlandkoordinator, Fellowshipkoordinator Free Software Foundation Europe (fsfe.org) Ist Ihnen Freie Software wichtig? Treten Sie heute bei! (fsfe.org/join) _______________________________________________ fsfe-de mailing list [email protected] https://mail.fsfeurope.org/mailman/listinfo/fsfe-de
