Hallo, On Tue, May 10, 2011 at 04:19:47PM +0200, RA Stehmann wrote: > [email protected] schrieb:
> > Was ist intuitiv? Dazu das berühmte Zitat: > > > > The only "intuitive" interface is the nipple. After that, it's > > all learned. > Intuitiv ist einfach das, was möglichst strikt einer leicht > durchschaubaren Systematik folgt (natürlich steckt da der Teufel im > Detail). Das stimmt so einfach nicht. Der Punkt ist, dass es keine inherent intuitiven Interfaces gibt. Was als intuitiv empfunden wird, hängt *einzig* von den vorhandenen Erwartungen ab, die sich wiederum vom bisherigen individuellen Erfahrungsschatz ableiten -- das wird Dir jeder (erstzunehmende) UI-Spezialist bestätigen. Nehmen wir Menüs als Beispiel. Die Gruppierung der Menüpunkte ist großteils ziemlich willkürlich. Denn es gibt nur wenige Funktionen, die auf naheliegende Weise zusammengehören (wie beispielsweise die Guttenberg-Funktionen); generell folgen die meisten Funktionen keiner eindeutigen Hierarchie, an die sich die Unterteilung in Untermenüs halten könnte. Die übliche Einordnung von "Settings" unter "Edit" zum Beispiel finde ich persönlich extrem unlogisch... Aber scheinbar finden andere es gut so -- Firefox zum Beispiel hatte es anfangs wo anders eingeordnet, ist aber später der Masse gefolgt. Das intuitivste Interface für Windows-Umsteiger wird immer dasjenige sein, das am meisten an Windows erinnert... Mit Systematik hat das wenig zu tun. Was systematisch Sinn macht, ist a) subjektiv, und widerspricht b) oft den vorhandenen Gewohnheiten der meisten Nutzer. Damit stehen Interface-Designer immer vor einem Zwiespalt -- und genau darum ging es hier. Was ein Windows-Umsteiger als intuitiv empfindet, ist selten das, was ich zum Beispiel als intuitiv empfinde. Wem sollte also freie Software für GNU/Linux folgen? Es gibt keine objektive Antwort darauf. -antrik- _______________________________________________ fsfe-de mailing list [email protected] https://mail.fsfeurope.org/mailman/listinfo/fsfe-de
