Im Prinzip kann sich eine Gruppe Freiwilliger zusammenschließen, um die Weiterentwicklung einer freien Software zu finanzieren. Tatsächlich hat aber jeder einzelne einen Vorteil, wenn er zum Trittbrettfahrer wird: Sich also nicht an der Finanzierung beteiligt und hofft, dass die Software ohne ihn fortentwickelt wird.
Dieses Problem tritt beim Wetten nicht auf: Jemand, dem in einer vorhandenen freien Software ein Leistungsmerkmal fehlt, oder der unter einem Fehler leidet, würde sich vielleicht gerne dagegen versichern, dass der Mangel nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt behoben ist. (Stallmans Gesetz besagt ihm Grunde, dass der Fortschritt monopolisiert wird. Warum also keine Versicherung gegen ausbleibenden freien Fortschritt?) Ein Wetteinsatz auf Nicht-Implementierung ist praktisch eine Versicherung. Wenn die Summe dieser Wetteinsätze hoch genug ist, kann die Entwicklung davon finanziert werden und ein Gewinn an die Wettgegner ausgeschüttet werden. Beim Wetten über einen Totalisator ergeben sich die Quoten erst im Nachhinein aus Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Details: http://freie-software.minimalstaat.de/Wetten_auf_freie_Software.txt Gruß Thomas P.S.: Aus aktuellem Anlass: Man kann mit dem nötigen Kleingeld auch gegen einen börsennotierten Anbieter von Software as a Service (oder proprietärer Software) spekulieren, indem man im großen Stil Verkaufsoptionen aufkauft und dann eine freie Software finanziert, die diesem Anbieter das Wasser abgräbt. _______________________________________________ fsfe-de mailing list [email protected] https://mail.fsfeurope.org/mailman/listinfo/fsfe-de
