"w.g" <[email protected]> wrote: > Fabian Keil: > > Roland Haeder <[email protected]> wrote: > > > >> On 06/20/2013 09:52 AM, w.g wrote: > >>> Diese plugins bringen schon sehr viel, aber ein tatsächlich anonymer > >>> Browser ist nur durch ein ständig weiterentwickeltes Gesamtkonzept > >>> möglich, z.B. https://www.anonym-surfen.de/software.html > > > >> JAP ist mir bekannt, ein Hintertuerchen fuer die Strafverfolgung zu > >> haben, also perse nicht anonym. Aber generell hast du schon recht, > >> mit einer (oder mehreren) fremden IP surft es sich anonymer. > >> > >> Ob das besagte Tuerchen noch drinne ist und ob es immer noch so > >> leicht ausbaubar ist (nur eine Zeile brauchte nur auskommentiert zu > >> werden), weiss ich beides nicht. Das muesste aber herausbekommen zu > >> sein. > > > > Die mehr oder weniger freiwillig eingebaute Überwachungsschnittstelle > > ist noch drin und Nutzerdaten werden regelmäßig rausgegeben: > > http://anon.inf.tu-dresden.de/strafverfolgung/bericht.pdf > > http://anonymous-proxy-servers.net/en/law_enforcement.html > > > > Sicherlich ist die Überwachungsschnittstelle vergleichsweise leicht > > wieder ausbaubar, ich habe aber nicht den Eindruck, dass die Betreiber > > damit ein Problem haben. Wenn Ihnen Privacy-By-Design am Herzen läge > > hätten sie sich wohl etwas überzeugter gewehrt und das Anti-Feature gar > > nicht erst implementiert. > > Ihr habt natürlich recht: der bug "gerichtlich angeordnete Überwachung" > ist bei JonDo/JAP nicht behoben. Und da die gesetzlichen Grundlagen > vermutlich nicht mehr weit von US-amerikanischen Verhältnissen entfernt > sind, ist der als serious einzustufen.
Nach meiner Interpretation des 'Bericht zum Vorgehen von Strafverfolgungsbehörden gegen das Projekt "AN.On - Anonymität.Online"' wurde die Überwachungsschnittstelle nach einer Anfrage der Polizei und ohne richterliche Anordnung, also freiwillig implementiert. Aus meiner Sicht hat das wenig mit US-amerikanischen Verhältnissen und mehr mit vorauseilendem Gehorsam zu tun. > @Fabian: Du hast Dich ja offenbar "etwas überzeugter" gewehrt als die > Kollegen von JAP (Respekt!) Bist Du damit bis heute durchgekommen? Die JAP-Betreiber sind für mich keine Kollegen. Mich (oder andere mir bekannte Tor-Server-Betreiber) hat die Polizei noch nie gebeten, eine Überwachungsschnittstelle für Tor zu implementieren oder einen fertigen Patch einzuspielen, insofern musste ich ihr die Bitte auch noch nicht abschlagen. Tor-Server sind problemlos als solche zu erkennen. Da Tor und die Rechtslage den meisten Polizisten in etwa bekannt ist, wird bei (erkannten) Tor-Servern in der Regel gar nicht erst nach "Klarpersonalien" der Nutzer gefragt sondern gleich auf anderem Weg weiter ermittelt. Fabian
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