Hallo, im Urlaub habe ich das Buch
"Mensch Natur Stoffwechsel - Versuche zur politischen Technologie" von Rainer Fischbach gelesen, das mir viele Einsichten gebracht hat. Fischbach hat übrigens das ebenfalls lesenswerte Buch "Mythos Netz" geschrieben. Eine Erkenntnis ist, dass u.A. das Konsumverhalten sich dringend verändern muss, wenn eine Entwicklung der Menschheit im Einklang mit den natürlichen stofflichen Bedingungen erfolgen soll. Daran arbeiten wir ja in Mülheim an der Ruhr, indem wir die Leute dazu bringen, ihre Computer länger zu nutzen. Geräte möglichst lange zu nutzen oder besser gar nicht erst zu beschaffen, ist für eine Nachhaltige Entwicklung notwendig. Das bedingt allerdings auch ein Umdenken im Konstruktionsprozess. Geräte müssen schon so konstruiert werden, dass sie möglichst lange nutzbar sind und das Teile und Baugruppen nach Ende der Nutzung weiterverwendet werden können und der Rest Umwelt gerecht entsorgt werden kann. Dann käme noch der Umbau der Infrastruktur ... Aus heutiger Sicht erscheint mir das als Herkules-Aufgabe. Statt dessen soll z.B. zur Rettung eines überholten Mobilitätsmodells der Verbrennungsmotor sterben und durch den Elektroantrieb ersetzt werden, an dessen Umweltfreundlichkeit beim Auto durchaus gezweifelt werden kann. Aber Hauptsache die Luft in unseren Städten ist sauberer, der Dreck bei der Stromerzeugung wird ja woanders, möglichst im Ausland, abgeladen. Undenkbar scheint auch, dass man z.B. eine Obergrenze für das Gewicht von Autos einführt. Die, die so was zu entscheiden haben, brauchen ja wohl die übergewichtigen Autos für ihr Selbstwertgefühl. Wolfgang
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