Am 03.11.2016 um 14:54 schrieb Reinhard Müller: > > Oder um es so auszudrücken: wenn die Dinge in Mitteleuropa so schlimm > sind, dass wir Gesetze gegen Mord brauchen, dann sind wir wohl eine > richtige Barbarentruppe. > > Kluge Juristen sagen, das Strafrecht habe das ethische Minimum zu schützen (nicht mehr, aber auch nicht weniger).
Ich glaube, der Code of Conduct hat da etwas andere Ansprüche. Man kann übrigens auch über einen solchen Code of Conduct als Symbolpolitik nachdenken und darüber, für welche Politik er als Zeichen steht: "... um ein Zeichen - nach innen und nach außen - zu setzen, dass uns diese Regeln wichtig sind und wir uns zu ihnen bekennen." Das würde allerdings doch eigentlich voraussetzen, dass wir tatsächlich im Konsens handeln, was ich derzeit nicht für gegeben erachte. Deine hier zitierten Äußerungen werfen auch die Frage auf, wozu sich die FSFE als das viel beschworene Ganze, als die viel beschworene "Community" alles bekennen kann, darf oder muss. Ist der Code of Conduct eine "Bekenntnisfrage" für die Unterstützer Freier Software und Offener Standards, die in und mit der FSFE arbeiten und diskutieren wollen? Noch etwas: Fefe wurde wie folgt zitiert: "Das Problem geht nicht weg, ... ." Dem kann ich folgen, wie sich aus dem bereits von mir Geschriebenen ergibt. Bei Anwendung des Code of Conduct geht etwas anderes weg: nämlich die Leute und zwar gerade die meinungsstarken, die den Mut haben, sich zu äußern. Ich hoffe, dass dies nicht wirklich gewollt ist. Gruß Michael
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