Hallo zusammen, 

ich habe heute in der PC Games Hardware Ausgabe 12/2016 einen Artikel mit dem 
Titel „Linux im Dauereinsatz" gesehen, in dem die Redakteure, die vor einigen 
Monaten für die Reihe zum Thema Linux für Gaming verantwortlich waren, ihre 
Erfahrungen in der weiteren Nutzung von Linux für Gaming schildern. 
Ich begrüße solche Artikel, in denen Alternativen zu Windows in verschiedenen 
Nutzungsbereichen aufgezeigt werden: Mich stört es nicht, wenn jemand mit 
seinem freien Willen eine freie und fundierte Entscheidung trifft, dass er 
Windows nutzen möchte (aus welchen Gründen auch immer). Ich habe aber ein 
Problem damit, wenn Menschen unmündig gehalten werden, indem ihnen z.B. 
suggeriert wird, dass Windows alternativlos sei. Genau letzterem wird durch 
derartige Artikel begegnet. In diesem PCGH-Artikel wird auch das hartnäckige 
Gerücht, Linux sei ein Nerdbetriebssystem, das grundsätzlich nur mit Terminal 
bedient werden könne, angesprochen: So findet sich in einer Bildunterschrift 
der Text, dass die Installation von Software mit einem Paketmanager einfacher 
ist als unter Windows und dass man auch ohne Terminal auskommen kann. 
Benutzt wurden von den Redakteuren übrigens Elementary OS, Ubuntu und Linux 
Mint. Jeder Redakteur kommt in seinem Teil des Artikels zu dem Schluss, dass 
man zwar ohne Dual-Boot mit Windows auf Triple-A-Titel verzichten müsse, aber 
man trotzdem massiven Spielspaß haben kann. Und auch Triple-A-Titel werden des 
öfteren portiert (bzw. mit Hilfe von Wrappern kompatibel gemacht), wenn auch 
erst nach dem Windows-Release (Deus Ex: Mankind Divided, Tomb Raider (2013), 
...)

Mir kommt es vor, als häuften sich solche Artikel in Zeitschriften und 
Magazinen, die sich traditionell auf Windows beziehen. Kann irgendjemand diese 
Beobachtung bestätigen? 

Die meisten PC-Spiele sind proprietäre Software. Ich finde, dass schon vieles 
gewonnen ist, wenn diese nicht auf einem unfreien System laufen muss. 

Viele Grüße

Ferdinand

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