Hi, Wenn ich das richtig in Erinnerung habe behauptet > Fairphone sie würden gerne eine Android 7 Rom herausbringen, dürften > aber aus Vertraglichen gründen die Treiber nicht dafür verwenden, die > sie zudem nur als binäre Blobs haben wodurch eine Migration ohnehin > schwierig sei.
Das habe ich bei Fairephone auch so verstanden und hoffe ein bisschen, dass das Project Treble mit Android 8.1 etwas dagegen steuert, wenn Betriebssystem und TreiberUnterbau zukünftig getrennt sind. Das hilft zwar den Geräte heute nichts, aber vielleicht in der Zukunft? Und vielleicht Projekten wie Fairphone, dass sie ihr Android weiter aktualisieren können, ohne auf den SoC-Hersteller angwiesen zu sein. Ein anderer Ansatz ist Android Go für leistungsschwache Androiden. Wenn ich das richtig sehe, gibt es das nur für Hersteller, aber vielleicht zukünftig als Custom-ROM? Wobei ich die Herstellung von schnell alternden Geräte eher als Massenproduktion von Elektroschrott sehe. Ich finde diese Billig-Androiden nicht gut. An der Geschichte mit Apple finde ich beeindruckend, dass sie niemanden über dieses "Feature" informieren, was wahrscheinlich Kalkül ist. Besser die Leute kaufen ein neues Gerät, als dass sie in das Alte einfach einen neuen Akku einsetzen lassen. Daran verdienen vermutlich eher freie Werkstätten als Apple selbst. Ich finde es schade, wenn Leute ihre alten Computer entsorgen, weil sie mit einem aktuellen Windows nicht mehr richtig funktionieren. Mit Gnu/Linux laufen die dagegen noch super. Windows ist auf dem Desktop aber leider weiter verbreitet. Wenn man Fragen hat und Unterstützung oder Software benötigt, gehen die meisten davon aus, dass sie Hilfe eher mit Windows bekommen und kaufen lieber was Neues, mit 32bit UEFI, Intel Celeron und haben in kürzester Zeit wieder dasselbe Problem, das der Rechner langsamer wird. Am 21. Dezember 2017 um 12:02 schrieb Max Mehl <[email protected]>: > # Gerhard Kugler [2017-12-21 11:00 +0100]: > Warum ist da bisher in der Öffentlichkeit so wenig Beachtung dieser >> Art von Obszoleszenz zu bemerken? Ich vermute, dass die rasante >> Entwicklung der Hardware (Miniaturisierung) die Ansicht genährt hat, >> dass sich hier langlebige Produkte weder herzustellen noch zu kaufen >> lohnt. >> > > Das zum einen, ja. Zum anderen vermute ich mittlerweile, dass das Thema > der Weiter- und Wiederverwertung zwar abstrakt gut verständlich ist, > aber in der politischen Praxis (die wir bräuchten, um Hardwarehersteller > zu einem Umlenken zu bewegen) sehr kompliziert wird. > Das ganze Thema Software ist den meisten Nutzern von technischen Geräten vermutlich einfach zu abstrakt. Das Gerät, das man kauft, kann man in der Hand halten, oder, wenn es größer ist, zumindest sein Hand drauf legen, und es soll einfach funktionieren. Wenn es das nicht macht, leben sie solange mit den Unzulänglichkeiten, bis es Zeit wird für einen Austausch. Wenn AnwenderInnen, die technisch nicht so interessiert sind, in der Lage sein sollen, ihre Technologie selbst kontrollieren zu können, brauchen sie vermutlich nicht nur Freie Software, sondern auch Freie Hardware, auf die diese Freie Software läuft, und beides sollte irgendwie einfach Zugänglich sein. Was können wir derweil tun? Menschen an Schlüsselpositionen aufklären > und überzeugen; mit gleichgesinnten Organisationen kooperieren, um > Kräfte zu vereinen; an der eigenen Kommunikation tüfteln, um sie > einfacher und verständlich zu gestalten. Viele positive Entwicklungen > passieren zum Glück auch ohne Aufschrei und Medienrummel, dafür mit > kluger Hintergrundarbeit. > Leider bleibt nicht viel mehr übrig. In Deutschland wurde dieses Jahr von der Bundesregierung ohne große Gegenwehr der Bevölkerung der Überwachungsstaat weiter ausgebaut. [1] Alexa wird als horchender Lautsprecher vermutlich der Renner unterm Weihnachtsbaum. Die Funktionen sind von den AnwenderInnen so gewollt, bzw. werden in Kauf genommen. [2] Michael Wehram schrieb: > Ich dachte das in einem technik interessierten Umfeld wenigstens die > Gefahr des Lockdown erkannt wird. Der breite Konsens war aber: "Das wird alles nicht > so , > schlimm wie Du es malst." > Ja, sehr schade. Aber ich bin ja leider auch so: Datenschutz? Ja klar, aber ich brauche meinen Chromecast um Netflix zu streamen. Freie Software? Unbedingt, aber ich brauche Windows in der VirtualBox oder Wine für diverse Anwendungen und Spiele, die unter Linux nicht laufen. Prekäre Arbeitsbedingungen sind eine Sauerei! Hoffentlich kommt mein Geschenk, dass ich bei Amazon bestellt habe, noch rechtzeitig. Danke aber für den Hinweis auf den CLT-Vortrag von Max [3]. Der war mir bislang entgangen. Viele Grüße Christian [1] https://netzpolitik.org/2017/dauerfeuer-gegen-das-grundgesetz-so-treibt-die-grosse-koalition-das-land-in-den-ueberwachungsstaat/ [2] https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/digitale-welt/datenschutz/amazon-hoert-zu-echo-jetzt-auch-in-hiesigen-wohnzimmern-13149 [3] https://chemnitzer.linux-tage.de/2017/en/programm/beitrag/266
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