Am 25.12.2017 um 14:24 schrieb Thomas Doczkal <[email protected]>:
> 
>> On 12/25/2017  bnisse liefert? Gibt es nicht vom Gnome-Project einen
> Screenreader? Wie gut ist der bedienbar? Als nicht betroffener ist es
> für mich immer schwierig solche Bewertungen zu abzugeben, deshalb würde
> mich schon inter

> Hallo thomas,


ja, mir ist schon bekannt, dass es vom GnOME-Projekt einen Screenreader gibt. 
Um meine Skipsis zu verstehen, sollte ich kurz erklären, was ein Screenreader 
macht.

Ein Screenreader liest nicht nur einfach den Text vor, der auf dem Bildschirm 
angezeigt wird. Vielmehr muss er den Benutzer darüber informieren, um welches 
UI-Element, wie z. B. ein Textfeld oder Schaltfläche es sich hierbei handelt. 
außerdem stellt der Screenreader Tastenkürzel bereit, mit dem der Benutzer mit 
den Bedienelementen der Benutzeroberfläche interagieren kann. Man sollte sich 
vergewissern, dass ein blinder Benutzer nicht in der Lage ist, eine Mouse zu 
bedienen. Stattdessen arbeitet er mit der Tastatur, wo er mit HIlfe 
entsprechender Tastenkürzel durch die graphische Benutzeroberfläche navigiert.

Bei Linux tritt nun das Problem auf, dass die Bedienelemente nicht vom X-Sefver 
oder Wayland generiert werden. Vielmehr werden die Bedienelemente von den 
Toolkits, wie GTK oder Qt verwaltet. Das ist für die Entwicklung eines 
Screenreaders ein erhebliches Hinternis, da  er ja mehrere Toolkits 
unterstützen müsste.

Außerdem habe ich noch in einen anderen Punkt negative Erfahrungen mit der 
Barrierefreiheit bei Linux gemacht. Ich hatte vor mehreren Jahren ein MacBoot 
Pro 2013 gekauft, welches ein sogenanntes Retina-Display besitzt. Auf diesem 
Rechner habe ich neben Mac OS Fedora Linux installiert.

Unter KDE fiel mir negativ auf, dass die Schrift praktisch unlesbar war, da die 
Schriftgröße viel zu klein war. Bei GNOME-Anwendungen sah die Situation anders 
aus, dort hatten die Buchstaben eine vernünftige Größe. Dies galt 
selbstverständlich auch für Mac OS.

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Schmitt
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