Hallo,

Am Sonntag 09 September 2018 21:30:10 schrieb Gerhard Kugler:
> Aber warum die Erwähnung im Zusammenhang mit freier Software? Die kann
> man vielleicht auch für Kriminelles nutzen.

spannend finde ich daran, wie Software auch als Machtinstrument wirkt
und wann, aus welchem Interesse Software gebaut und in den Einsatz gebracht 
wird. Karten beispielsweise waren lange Zeit Herrschaftswissen, auf Grund 
ihrer Bedeutung für Landeigentum und Kriegsführung.

Denken wir an Organisationen und daran, dass Software-Erstellung 
kostenintenintensiv ist. Große Länder, große privatwirtschaftliche 
Unternehmen und kriminelle Organisationen (KOs) haben genug Mittel, um sich 
Software nach ihren Bedürfnissen einzukaufen oder bauen zu lassen.
Und deshalb wird viel Software, auch viel Freie Software, nach den 
Bedürfnissen dieser Organisationen gebaut. Okay, bei den KOs weiss ich das 
nicht wirklich.

Anders gesagt: Es gibt Freie Software, welche von kleinen oder finanzschwachen 
Gruppen verwendet wird, welche ihnen einen Vorteil bietet. 

Noch ein Beispiel ist
  https://sahanafoundation.org/

Meine These ist, dass damit kein großes Unternehmen Geld verdienen könnte, 
weil die Software in guten Zeiten niemand bezahlt und in schwierigen Zeiten 
müsste sie umsonst rausgerückt werden. 

Freie Software macht hier aus meiner Sicht zwei Dinge:
* Schafft mehr Chancengleichheit (für kleinere Orgs)
* Ermöglicht Nutzungen, welche nicht im "finanziellen Mainstream" stehen.

Gruß,
Bernhard

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