Nabend, On Thu, Mar 05, 2020 at 05:09:12PM +0100, Henning Thielemann wrote: > > On Thu, 5 Mar 2020, Dr. Michael Stehmann wrote: > > > in gewisser Weise eine Ergänzung zu "public money - public code" [0] ist > > folgende Kampagne, die ich Euch ans Herz legen möchte: > > > > https://www.wikimedia.de/oeffentliches-gut/
man beachte, dass es hier nur um "Bildungsinhalte" geht: "Wir alle ermöglichen mit unserem Rundfunkbeitrag die Produktion von Bildungsinhalten. Sollte der öffentlich-rechtliche Rundfunk uns diese Inhalte dann nicht auch frei zur Verfügung stellen? " "Schließen Sie sich der Forderung von Wikimedia Deutschland an und setzen Sie sich dafür ein, dass Bildungsinhalte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks unter freie Lizenzen gestellt werden. ..." Es geht dabei nicht um Sendungen/Beiträge. Siehe auch: np: Offener Brief gegen Depublizierung von Bildungsinhalten des ZDF (20.11.2019) https://netzpolitik.org/2019/offener-brief-gegen-depublizierung-von-bildungsinhalten-des-zdf/ "In einem gemeinsamen offenen Brief fordern die Bildungsgewerkschaft GEW, der Bibliotheksverband und Wikimedia das ZDF auf, *digitale Bildungsinhalte* in Zukunft nicht mehr nach fünf Jahren zu depublizieren. Rechtlich wäre das seit Mai dieses Jahres möglich." > Früher haben die Rundfunksender immerhin noch ihre Inhalte dauerhaft im > Internet veröffentlicht. Das änderte sich erst auf Druck der privaten > Verlage und mündete im: > https://de.wikipedia.org/wiki/Depublizieren ja, es ist komplex: "Der Rundfunkstaatsvertrag ordnet Sendungen je nach Genre eine bestimmte Verweildauer zu. So dürfen einzelne Filme maximal 3 Monate online bleiben, während Reihen wie zum Beispiel der Tatort, Polizeiruf 110 oder der Bozen- Krimi etc. bis zu 6 Monate als Video angeboten werden dürfen. Dokumentationen und Informationssendungen dürfen demnach bis zu 12 Monate online bleiben, kulturelle Beiträge bis zu 5 Jahre." https://www.daserste.de/specials/ueber-uns/verweildauer-100.html > Ich meine, wenn die öffentlich-rechtlichen Sender ihre Inhalte nun unter > freie Lizenzen stellen, müssen sie ihre Beiträge immer noch Depublizieren, > aber andere können dann die Beiträge dauerhaft archivieren und öffentlich > verbreiten, ja? Ist immer noch bescheuert, aber besser als bisher. Aber > vielleicht sollte man das Depublizieren an dieser Stelle auch beiläufig > erwähnen. Das ZDF hat das ja mal angetestet: np: ZDF veröffentlicht Terra-X-Clips unter freier Lizenz (22.10.2019) https://netzpolitik.org/2019/zdf-veroeffentlicht-terra-x-clips-unter-freier-lizenz/ => https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/terra-x-creative-commons-cc-100.html Das Thema wird aber noch komplexer. Wenn man heute die Filmförderung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Anspruch nimmt, dann wird daraus kein "freier Film". Das war der Grund für Sandra Trostel "all creatures welcome" mit Spenden und Crowdfunding zu finanzieren. -> https://allcreatureswelcome.net/ https://media.ccc.de/v/all_creatures_welcome Damit hat sie gezeigt, dass man Dokumentarfilme, die dann auch in Kinos laufen, unabhängig finanzieren und unter CC veröffentlichen kann. Inzwischen hat Sandra ein paar Mitstreiter gefunden: "Unabhängig und frei verfügbar - Docs als öffentliches Kulturgut! Konzept der Arbeitsgruppe Digitalstrategie für ein völlig neues, beitragsfinanziertes Produktions- und Distributionsmodell" (14.02.2020) https://agdok.de/de_DE/docs-als-oeffentliches-kulturgut "Die dokumentarischen Genres in ihrer ganzen Bandbreite werden durch ein neuartiges Finanzierungsmodell unter einer Creative Commons Lizenz für die Öffentlichkeit frei verfügbar gemacht: ..." "Öffentliches Geld = Öffentlicher Dokumentarfilm" "Die Plattform wird auf Basis von Open Source nachhaltig programmiert und mit einer ressourcenschonenden Infrastruktur ausgestattet werden." Es gibt einige Fronten... -- Grüße, Benny _______________________________________________ FSFE-de mailing list [email protected] https://lists.fsfe.org/mailman/listinfo/fsfe-de Diese Mailingliste wird durch den Verhaltenskodex der FSFE abgedeckt. Alle Teilnehmer werden gebeten, sich gegenseitig vorbildlich zu behandeln: https://fsfe.org/about/codeofconduct
