Hallo Bernhard,
Wenn es eine git-software mit dem feature set von gitlab CE gäbe, die
mit anderen Instanzen federiert, wäre eine zentrale europäische Instanz
nicht notwendig. Soweit ich weiß, gibt es das aber nicht. Es gab wohl
Ansätze auf der Basis von ActivityPub (zB
https://notabug.org/peers/forgefed), aber auf die schnelle finde ich
keine Erfolgsmeldungen.
Insofern ist Größe in diesem Zusammenhang ein Wert an sich, damit die
Zusammenarbeit funktioniert. Ein Fork soll in Verbindung stehen zum
Hauptprojekt und das geht derzeit ohne Klimmzüge nur innerhalb einer
Instanz. Deshalb sind github/gitlab.com groß. Federation wäre natürlich
besser.
Ohne Federation macht jeder zusätzliche Dienstanbieter die Sache nicht
besser, sondern schlechter. Insofern liegt es im Interesse der Sache,
sie entweder abzuwürgen oder - falls technisch möglich - zur Federation
zu zwingen.
Ein Dienst, bei dem Nutzer zahlen müssen, hat keinerlei Chancen. Dann
geht doch jeder gern zu amerikanischen Konkurrenz oder hostet eben
selbst. Selbsthosten wäre ja ok, wenn es denn Federation gäbe ...
Den Verweis auf https://heptapod.net/ verstehe ich nicht, denn das ist
einfach eine weitere einsame gitlab Instanz. Soweit ich sehe, wird
lediglich hg support hinzugefügt, was aber für die Masse der git Nutzer
ziemlich unerheblich ist.
Viele Grüße
Ilu
Am 15.07.21 um 17:53 schrieb Bernhard E. Reiter:
Moin,
Am Mittwoch 14 Juli 2021 14:33:00 schrieb Alexander Sander:
On 14.07.21 14:19, Ilu wrote:
Dabei wäre ein europäisches Git(lab) als Alternative zu
gitlab/github.com dringend erforderlich. Naja, ein deutsches System
reicht dafür sowieso nicht, es müsste schon europaweit sein.
aus meiner Sicht braucht es das nicht.
Viel besser als zentrale, proprietäre Dienstleister wären
dezentrale Dienstleister, von denen man umziehen und kooperieren kann
und die nur Freie Software laufen lassen.
Gute Dienstleister gibt es schon, der beste den ich kenne ist
Octobus/CleverCloud, welche https://heptapod.net/ laufen lassen
(git und hg Support aus der EU).
wir arbeiten daran. In Italien und Frankreich gibt es sowas auch und wir
sind da auch mit der EU-Kommission im Gespräch.
Die Versuche mit Berlios und anderen haben mir gezeigt: Eine moderne Software
und Service gibt es nur, wenn die Kunden dafür (einzeln und vernünftig)
bezahlen. Insofern würde ein öffentlich bezahltes Repo ohne Grenzen
die besseren Dienstleister wie Octobus eher abwürgen (aus meiner Sicht).
Gruß,
Bernhard
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