Hallo,

Am 19.12.21 um 12:10 schrieb Fabian Keil:

Wie kürzt Ihr denn den Namen Eures Vereins ab?

Wir lassen meist in mündlicher Kommunikation gelegentlich das e. V. weg.

Bei aller respektvollen Achtung der Verdienste dieser Organisation, legen wir doch Wert darauf, von der nordamerikanischen Organisation unterschieden zu werden.

Wir unterhalten Mailing-Listen. Auf diese kann man sich aber nicht
selbst einschreiben. Voraussetzung für die Aufnahme ist beispielsweise
Interesse an dem jeweiligen Thema (z. B. FYMT) oder eine persönliche
Beziehung zum oder Interesse am Verein, dessen Arbeit bzw. zu dessen
Mitgliedern (wir heißen nicht zufällig "Freunde" und haben daher auch
keinen "Code of Conduct" [0]).

Ich halte Vereins-interne Mailinglisten natürlich für legitim,
aber wenn die Mailinglisten nicht öffentlich sind und man
sich nicht selbst anmelden kann, eignen sie sich aus meiner
Sicht schlecht für das Ziel, freie Diskussionen mit Bezug zum
Thema Freie Software zu ermöglichen.
Sowohl auf unserer Liste als auch sonst sind die Diskussionen stets frei. Manchmal sind sie kontrovers, aber in der Regel sachlich, interessant und von freundschaftlichem Respekt getragen.

In der Freien-Software-Bewegungen sind meiner Erfahrung nach starke Persönlichkeiten, die zum eigenständigen Denken und zu eigener Meinungsbildung willens und in der Lage sind, ihre Ansichten auch vertreten und Widerspruch ertragen können. (Und das ist auch gut so!)

Solange die Listen gar nicht dafür gedacht sind ist
das natürlich auch kein Problem.
Eine öffentliche Liste zur freien Diskussion Themen mit Bezug auf Freie Software und Offene Standards ist diese hier.

Bisher wurde eine Notwendigkeit, eine "Konkurrenzveranstaltung" aufzuziehen, bei uns nicht gesehen.

Da auch unsere personellen Ressourcen limitiert sind, wäre leider gegebenenfalls auch eine Priorisierung vorzunehmen.

Unsere regelmäßigen Veranstaltung sind öffentlich und man kann dort auch frei Themen mit Bezug auf Freie Software und Offene Standards diskutieren. Man kann hierüber sogar Vorträge halten.

Meiner Erfahrung nach gilt das auch für die Bonner FSFE-Community (und viele andere).

Ich hoffe, dass bald auch wieder Veranstaltungen "im richtigen Leben" - auch in Köln - verantwortbar sind

Dass Ihr keinen "Code of Conduct" braucht war mir natürlich
bereits bekannt und ich finde das vorbildlich.

Auch in dieser Frage gibt es bei uns unterschiedliche Meinungen. Manche von uns halten einen Code of Conduct durchaus für sinnvoll.

Ich finde es übrigens etwas absurd, dass die FSFE sechs
Menschen für das Care-Team abstellt aber, wenn ich Florians
Mails richtig interpretiere, nicht genug Ressourcen für die
Mailman-Moderation hat.

Prioritätensetzungen sind IMO meist diskutabel.

Die Ziele der FSFE teilen vermutlich die meisten Leute,
die im Bereich der Freien Software aktiv sind.

Das empfinde ich als gut und richtig. Da in der Freien-Software-Bewegungen starke Persönlichkeiten wird es sicherlich nicht nur einen Weg geben, diese Ziele nachhaltig und energisch zu verfolgen. Den "Rest" erledigen dann Toleranz und Respekt.

Mit freundlichem Gruß
Michael

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Diese Mailingliste wird durch den Verhaltenskodex der FSFE abgedeckt.
Alle Teilnehmer werden gebeten, sich gegenseitig vorbildlich zu
behandeln: https://fsfe.org/about/codeofconduct

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