Thomas <[EMAIL PROTECTED]> schrieb am 04.10.2001

> Hallo Hostsharer,

> derzeit bereite ich meine Entscheidung vor, ob fuer unsere Firma ein
> dedizierter Server bei einem Provider eingestellt sinnvoll ist oder ob eine
> intensivere Zusammenarbeit mit Hostsharing.Net nicht ebenso ausreichen
> w�rde.

> Traffic wird bei schaetzungsweise 1 - 2 GB / Monat liegen,

bei unserm houser kein Problem und

> kann aber auch mehr werden.

nach allem, was ich weiss auch nicht. Es gibt sicher Obergrenzen,
aber die duerften _sehr_ viel hoeher liegen, als 10 GB/Mon.

> Es bedarf des externen Zugriffes via ODBC auf die Webdatenbank
> (PostgreSQL oder MySQL)

Ich habe dabei die Beobachtung gemacht, dass sowohl Latenzzeiten
der Datenuenertragung, als auch die eigene Anbindung ans Internet
kritische Punkte sein koennen. Ihr muesst auf eine stabile
Anbingung achten, u.a. solltet Ihr entweder ueberhaupt eine feste
IP-Adresse fuer Eure(n) lokalen Router haben, oder aber dafuer
sorgen, dass diese ueber einen Arbeitstag / eine maximale
Sitzungsdauer hinweg nicht wechselt, _selbst_ _wenn_ ihr mit
Dialupverbingung(en) arbeitet, die freigegeben werden koennen,
wenn kein Traffic anliegt.

Die Latenzzeiten am amerikanischen Ende sind nach meiner
Beobachtung gut, nun muss Euer Access Provider Euch auch entspechend
gute Zeiten hier garantieren. Die Roundtrip-Dauern bei Ping
sind ein brauchbarer erster Indikator, die sollten ueber lange
Zeit ziemlich konstant sein, und halt niedrig.

> Was f�r Vorteile hat es, wenn der Provider, bei dem man die Kiste
> unterstellt, in der N�he meiner Firma (Heidelberg) ist?

Man kann "schnell mal hinfahren"
(Aus Erfahrung gesprochen: einen echten Grund gibt es nie -
ausser eigener Nachlaessigkeit vielleicht - und trotz der
Moeglichkeit in der gleichen Stadt bzw. Nachbarstadt 25 Min.
Strassenbahn oder Auto bzw. im gleichen Gebaeude 2 Stockwerke
tiefer habe ich das in 6 1/2 Jahren zwei mal getan, einmal war
ich beim Server-Installieren zwo Stockwerke tiefer dabei, und
dann habe ich 1/2 Jahr spaeter eine vergessene CD dort abgeholt,
die man auch haette per Post schicken koennen. 
(-: Ausser dem war ich 5 mal beim einem der Provider, um mit dem
Personal einen Schwatz zu halten, statt zu telefonieren :-)

> Oder, anders gefragt, was hat es f�r Nachteile, wenn der
> Provider in Amerika sitzt wie bei Hostsharing?

Man redete english, es gibt einen Zeitunterschied ~4 h, damit ein
kleineres Fenster gemeinsamer Arbeitszeiten.

Sonst Vorteile:
Der Traffic ist in USA erheblich billiger als in Deutschland.
Das merkt Ihr auch.
Hardware ist auch billiger, was sich aber nicht so niederschlaegt,
schliesslich zahlt man die nur einmal oder mietet/leased sie.

> Wer �bernimmt die Installation, Wartung und Absicherung des Systemes bei
> einer Zusammenarbeit mit Hostsharing.net

Das schluesselfertige System stellt der Houser zur Verfuegung,
das ist Red-Hat oder Debian mit ssh root account (und WebMin)
Die weitere Installation macht Ihr, oder hostsharing und Ihr in
irgendeiner sinnvollen Job-Teilung.

> oder einem hiesigen Provider?

Dazu muss der hiesige Provider was sagen, ansonsten waere es
vermutlich aehnlich USA.

> Kennt Ihr einen RHCE, eine Firma o.ae, der / die auf
> freiberuflicher Basis die Administration des Systemes
> uebernimmt? Und was kostet so etwas mtl. ?

Ich kenne jemanden, Tagesgage ~1200.- DM plus Spesen, Abrechnung
nach tatsaechlichem Aufwand.  Ob der Kapazitaet frei haette, kann
ich nicht beurteilen - hab Deine mail mal weitergereicht.

Ich kann mir vorstellen, dass sich bei hostsharing auch ein team
dafuer zusammenfinden koennte - wann faellt denn voraussichtlich
der Startschuss fuer den Wirkbetrieb ?

> Bietet sich mittels Hostsharing.net vieleicht die Moeglichkeit, einen ded.
> Server zu warten oder teilen wir uns vielleicht eine Kiste?

Ich koennte mir vorstellen, ja, beides. Kommt letztlich wohl auf
die Konditionen an, und darauf, ob wir die geforderte
Personalverfuegbarkeit/-qualifikation ab Startzeit garantieren
koennen.

> Welche Einschraenkungen habe ich hinsichtlich der Rechte auf
> dem System?

Wenn es "Dein" dediziertes System ist, keine, es sei denn, Du
verzichtest bewusst auf Rechte, z.B. weil Du Dir nicht zutraust,
damit sicher genug umgehen zu koennen.

Bei einem gescharten System sind Deine Rechte bzgl. der Anteile
(Dateien, Konfig, ...) Anderer naturgemaess beschraenkt.  Du
koenntest aber fuer dieses System durchaus einen Hostmaster
Status haben - wenn Du kannst und willst - was diese
Einschraenkung in der Praxis gegen Zilch schrumpfen lassen
wuerde.

Du hast keine Moeglichkeit, selber das System per
Hardware-Reset-Schalter zu rebooten - aber wann braucht man das
auch schon ?  Der Houser macht es natuerlich auf Anforderung.

> Ich bin f�r alles dankbar was konstruktiv mit dieser Fragestellung umgeht
> und offen fuer jegliches Angebot, insbesondere natuerlich aus Richtung
> hostsharing.net, da ich bisher die besten Erfahrungen mit Euch gemacht habe.

Danke fuer das Lob.
Ich hoffe, ich konnte mit meinen Meinungsaeusserungen weiter
helfen. Offiziell kann ich nicht fuer Hostsharing sprechen, das
muss der Vorstand tun, und Andere haben bestimmt auch noch Wissen
beizusteuern.  Im Moment kling das Projekt durchaus machbar fuer
mich. 

Gruesse von Purodha - e-mail: <[EMAIL PROTECTED]>


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