Moin Johannes
Ich würde sagen, wenn man sich die Karte so anschaut, ist die bisherige
Konvention, Bürgersteige nur an Hauptstraßen separat zu mappen.
Allerdings kann man nicht verneinen, dass hier und da Bürgersteige und
Fahrradwege eben doch fleckenweise in Wohngebieten separat gemappt
wurden. Insofern kann niemand etwas dagegen sagen, wenn du den Block
zwischen Isebekkanal und Beim Schlump ebenso verwandelst. Vergiss nicht,
an der Straße entsprechend sidewalk:both=separate usw. zu setzen.
Es ist besser, wenn es wenig große Blöcke gibt in denen separat gemappt
wurde als viele kleine Blöcke, da an den Übergängen zwischen diesen
beiden Arten dies zu mappen oft Fehler gemacht werden, die dazu führen
dass die Daten gegebenenfalls von Software falsch interpretiert wird.
Wenn es dir also um das Testen mit Daten geht, erscheint mir Neukölln
ein besserer Ort dafür.
Aber wie auch immer, ich empfehle, die virtuellen Wege an den
Übergangsstellen zwischen an-der-Straße-gemappten und separat gemappten
Fußwegen an denen der Fußweg wieder zur Straße geführt wird mit
footway=link bzw. cycleway=link zu taggen um klarzustellen, dass dieser
Weg nur für die Konnektivität eingezeichnet ist. Das hält dann Apps wie
StreetComplete auch davon ab, Eigenschaften wie Oberfläche, Beleuchtung
usw. zu erfragen.
Gruß
Tobias
On 12/09/2023 22:16, Johannes Bouchain | UNIGIS MSc 2022 - Studierender
wrote:
Liebe OSM-Hamburg-Community,
leider konnte ich heute aus terminlichen Gründen nicht beim Stammtisch
dabei sein, sonst hätte ich mein Anliegen gerne dort vorgestellt.
Ich schreibe derzeit im Rahmen des Geoinformatik-Fernstudiums bei UNIGIS
Salzburg meine Masterarbeit mit dem Arbeitstitel "Crossing streets
between intersections - Including informal crossings into a pedestrian
network graph with complete sidewalk geometries".
Als Experimentierfeld auf Basis von OSM-Daten brauche ich ein Gebiet, in
dem die Fußwege und die formellen Querungen möglichst komplett und genau
als separate Geometrien eingetragen sind. Auf der FOSSGIS im März in
Berlin habe ich das Projekt "Straßenraumkarte Berlin-Neukölln"
kennengelernt (https://strassenraumkarte.osm-berlin.org/).
Entsprechend sind die Fußweg-Geometrien in Neukölln sehr detailliert und
wohl weitestgehend vollständig eingetragen:
https://www.openstreetmap.org/#map=14/52.4780/13.4340
Bisher habe ich daher vor, Neukölln als Testgebiet in OSM für meine
Arbeit zu nutzen.
Die Frage ist nun aber: Könnte man sich nicht auch in Hamburg mal ein
Gebiet aussuchen, das auf diesen Stand gebracht werden könnte? Für mich
wäre dieser Bereich prädestiniert?
http://umap.openstreetmap.fr/de/map/testgebiet-straenraumkarte-hh_959283
Hat jemand Lust, bei der Umsetzung mitzuwirken?
Vorgeschaltet natürlich die Frage: Ist man hier in der Community
überhaupt der Ansicht, dass eine geometriebasierte Detaillösung für
Fußwege einer in die Straßenmittellinie integrierten attributiven Lösung
vorzuziehen ist? Barrierefreiheits-Projekte wie OpenSidewalks
https://www.opensidewalks.com/ sprechen dafür, aber es kann ja sein,
dass das in Hamburg schon mal diskutiert wurde und man davon abgekommen
ist.
Freue mich über Feedback dazu!
Herzlichen Gruß
Johannes
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