Eine Ergänzung: Der Kanal sollte "überlappungsfrei" sein. Dazu ein kleiner Exkurs: Ein Kanal im 2,4-GHz-Band ist 5 MHz breit. Ein WLAN-Signal aber etwa 20 MHz, es belegt daher nicht nur den ausgewählten Kanal, sondern auch noch etwa zwei links und zwei rechts davon. Wenn mehrere WLAN-Netze auf dem gleichen Kanal funken, koordinieren sie untereinander ein wenig, wer jetzt dran ist, um Störungen zu vermeiden. Funkt ein WLAN aber in einem dieser überlappenden Kanäle, findet diese "Absprache" untereinander nicht statt und beide Signale stören sich einfach nur gegenseitig. Daher sollten WLANs nie in den überlappenden Kanälen funken. Folgende Kanäle sind daher grundsätzlich tabu und es gab sogar mal Planungen, die in zukünftigen WLAN-Standards nicht einmal mehr auswählbar zu machen: 2, 3, 4, 7, 8, 10, 12 (und 14, da eh nur in Japan erlaubt) Auf jeden Fall benutzbar ist die 1 - es sei denn, sie ist, wie hier, durch Freifunk schon stark belegt Bei den übrigen Kanälen gibt es verschiedene Ansichten. Viele empfehlen, außer der 1 nur 6 und 11 zu nutzen. Das gilt uneingeschränkt für Länder, in denen nur die Kanäle 1-11 erlaubt sind, wie z.B. in den USA. In der EU sind aber noch zwei Kanäle mehr verfügbar, nämlich 12 und 13. Damit kann man auch die Belegung 1, 5, 9 und 13 benutzen und so dafür sorgen, dass man nicht nur drei, sondern sogar vier unabhängige WLANs im 2,4-GHz-Band unterbekommt. Allerdings passt das natürlich überhaupt nicht zum amerikanischen Modell und eigentlich sind die Abstände einen Tick zu kurz, so dass es dann doch leichte Überlappungen und daher Störungen gibt, insbesondere, wenn man im WLAN-AccessPoint auch noch nach dem alten 802.11b-Standard funkt - und das ist standardmäßig in der Regel aktiv. Um also keine Probleme zu bekommen, wenn doch irgendeiner der Nachbarn 802.11b noch aktiv hat oder ein Gerät nur auf die amerikanische Kanalbelegung optimiert ist (oder wenn man Clients hat, die Kanal 12 und 13 nicht mögen - kommt immer wieder vor bei Geräten, die in den USA entwickelt wurden), fährt man also mit 1, 6 und 11 als Kanalschema am besten.
Lange Rede, kurzer Sinn - für das 2,4 GHz-Band gelten folgende Empfehlungen für private WLANs, um effektiv die maximale Datenrate für sich selbst zu bekommen und gleichzeitig möglichst wenig Störungen in den Nachbarnetzen zu verursachen: - nur Kanäle 1, 6 und 11 benutzen (und in diesem Fall Kanal 1 für Freifunk lassen und daher nur 6 oder 11 benutzen) - alternativ funktioniert in "guten" Routern wie z.B. den Fritz!Boxen auch die Autokanal-Funktion ganz gut, die in der Regel auch nur 1, 6 und 11 auswählt und davon den besten nimmt. - 802.11b abschalten und nur nach 802.11g/n funken - nur 20 MHz Kanalbreite nutzen, keine 40 MHz breiten Kanäle nutzen, es sei denn, weit und breit funken quasi keine anderen WLANs. Um auf die Fritz!Boxen zurückzukommen: Dort wird das automatisch getan, wenn "WLAN-Koexistenz aktiv" angeschaltet ist. - Sendeleistung nicht unnötig anheben, da sonst der Router/AP zwar Pakete in größere Entfernungen verschicken kann, aber die Antwortpakete der Clients nicht zurückkommen - Funkzellen so klein wie nötig halten (Sendeleistung ggf. absenken, gute/richtende Antennen benutzen) Viele Grüße Tobby Am 22. August 2017 um 22:27 schrieb Aiyion.Prime <[email protected]>: > Du tust dir unter Umständen einen Gefallen, wenn du für deine Brücke einen > Kanal jenseits des ersten aussuchst. > > > On 08/22/2017 09:11 PM, lemoer wrote: >> >> On 08/22/2017 09:09 PM, lemoer wrote: >>> >>> Im Config-Mode des Routers kann man das sog. Mesh-On-Lan aktivieren. >> >> >> Die Einstellung findest du im "Expert-Mode" oben rechts. >> > -- > hannover mailing list > [email protected] > http://lists.freifunk.net/mailman/listinfo/hannover-freifunk.net -- hannover mailing list [email protected] http://lists.freifunk.net/mailman/listinfo/hannover-freifunk.net

