Er bestatigte damit einen vorab veroffentlichen Bericht der «Ostsee-Zeitung» (Samstag). Der zweite Buckelwal sei Freitagmittag in der Lubecker Bucht vor Niendorf (Schleswig-Holstein) gesichtet und fotografiert worden.

Die Wale seien an der Ruckenfinne zu unterscheiden, erlauterte Kinze. Wahrend der seit Ende Juli immer wieder in der Ostsee gesichtete Wal zwei Kerben in der Ruckenfinne habe, seien auf den Fotos des Neulings keine zu sehen. Auch habe das neu aufgetauchte Tier weniger Kratzer, die meist von anderen Fischen oder Krebstieren stammten, und es sei vermutlich kleiner und junger. «Aber das ist eine vorlaufige Einschatzung», sagte Kinze.

Zwei Buckelwale in der Ostsee seien eine doppelte Sensation, sagte Kinze der Zeitung. 1806 sollen schon einmal zwei Wale in dem Binnenmeer gesichtet worden sein. Er halt es fur wahrscheinlich, dass der Dienstag vor Warnemunde gesichtete Buckelwal der selbe ist, der vor Niendorf beobachtet wurde, wahrend der erste Wal zuletzt am Mittwoch vor Sellin gesehen wurde.

Die Grunde fur das Auftauchen der Wale in der Ostsee sind weiter unklar. «Es ist nicht auszuschlie?en, dass sie dahin gehen, wo es viel Fisch gibt», sagte Kinze. So habe der erste Buckelwal im Oresund und vor Rugen regelrechte Fressgelage gehalten. Hinzu komme, dass sich der Buckelwalbestand im Nordatlantik erholt habe, so dass auch mehr Tiere auf der Nahrungssuche in die Ostsee wanderten. Au?erdem seien heute mehr Menschen zur Beobachtung sensibilisiert, alle hatten Kameras, so dass eine Walbeobachtung eher belegt werden konne als noch vor ein paar Jahren.

Kinze rief dazu auf, so viele Fotos wie moglich von den Walen zu machen und die Bilder dem Stralsunder Meeresmuseum zur Verfugung zu stellen.

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