Hi Janine,
Janine Ziemann schrieb:
> Ich suche Literatur, Studien, Material ueber die Qualit=E4t und Quantit=E4t=
> der Informationsbeschaffung deutscher Unternehmen (alle Branchen) per =
> Internet, sowie ueber die Alternativen, sprich Info-Broker o.a.
Ich moechte auf eine besondere Form der Informationsbeschaffung bzw. -sammlung
hinweisen: die unternehmenseigene Internet- und Intranetsite. Mit ihr lassen
sich die Ziele eines unternehmensweiten Informationsaustausches verbinden mit
einer Refinanzierung durch Erloese dieser Site (z.B. Werbeeinnahmen und
Provisionen). Gleichzeitig dient sie der Darstellung des Unternehmens nach
au�en.
Nua Internet Surveys sagt in einer Vorschau auf die Entwicklung des
Internets im Jahre 1999 voraus, da� sogenannte "vertikale Portale" an
die Stelle von Portalen und Unternehmens-Intranets treten w�rden.
Unternehmen w�rden erkennen, da� sie mit ihren eigenen Besch�ftigten
Ums�tze generieren k�nnen und beginnen, ihre Angebote auf
Unternehmens-Websites auszubauen. Diese "vertikalen Portale"
k�nnten die eher anonymen Mega-Portale wie Yahoo und Netscape
gef�hrden. In einer Umfrage von Decision Tree sei herausgekommen,
da� drei Viertel aller Besch�ftigen es vorziehen w�rden, Nachrichten
und Finanzinformationen �ber die Website ihres eigenen Unternehmens
zu erhalten und auch dar�ber Gesch�fte abzuwickeln. Vgl. Nua Internet Surveys,
Volume 4 No. 1 vom January 11th 1999. Im M�rz 1999 f�hrte NUA den Begriff
"Enterprise Information Portal" (EIP) daf�r ein.
http://www.nua.ie/surveys/
Im Editorial der Ausgabe vom 22. Februar 1999, werden die Chancen
betont, die aus einer Verzahnung des im Unternehmen akkumulierten
Wissens in der Unternehmens-Website erwachsen:
"The accumulated knowledge of the staff is what makes one
company operating in the Digital Age different from another. It is
the combined skillset of the staff which gives a company its
competitive edge. Managing this knowledge is crucial to the long
term success of any company wishing to be successful in the
Information Age. The company's wide area network, or portal, is
the perfect medium for managing information."
Ein Beispiel f�r ein derartiges EIP ist das "Sage Business Portal", die
Website des internationalen Marktf�hrers von kaufm�nnischer
PC-Software f�r kleine und mittelst�ndische Unternehmens Sage Group
plc, in Deutschland besser bekannt unter der fr�heren Bezeichnung
KHK. Seit dem 11. Mai 1999 integriert sie vielf�ltige
Online-M�glichkeiten in die kaufm�nnische PC-Software von Sage:
aktuelle Finanz- und Wirtschaftsdaten,
gesetzliche Nachschlagewerke,
Querverbindungen zu Industrie-Vereinigungen
sowie Zug- und Flug-Verbindungen f�r Gesch�ftsreisende
Alle Programme aus dem Hause Sage sollen zuk�nftig �ber Funktionen
verf�gen, die automatisch �ber das Sage-Portal auf das Web zugreifen.
So kann ein kleines oder mittelst�ndisches Unternehmen im t�glichen
Gesch�ftsablauf per Online-Verbindung auf Informationen und Dienste
im Netz zugreifen. Beispiele sind die Abwicklung von
Bank-Transaktionen, Kreditrahmen-Pr�fung, automatische
W�hrungsumrechnung zu aktuellen Kursen, die Paket-Verfolgung,
Adre��berpr�fung und schlie�lich die Online-Order bei Zulieferfirmen
sowie die Lieferung auf Online-Nachfrage von Gesch�ftskunden. Auf der
Basis des Sage-Portals k�nnen kleine und mittelst�ndische Betriebe
�ber das Internet neue M�rkte erschlie�en. Entweder mit einer eigenen
Website f�r Firmen, die einen Wartungsvertrag f�r Sage-Software haben
- diese l��t sich innnerhalb weniger Minuten unter www.sage.com
herstellen und kann dann als Unterseite der Sage-Homepage im
Umfange von bis zu f�nf Seiten von kostenlos ins Netz gestellt werden
(Web-Hosting) - oder gar mit einem eigenen Internet-Shop. Die
Einrichtung einer deutschen Website ist geplant.
http://www.sage.com
Ein weiteres Beispiel f�r die Integration von Internet und Intranet stellt
die Berliner Bewag AG dar.
http://www.bewag.de/
Ihre als beste Website von 100 deutschen
Industrieunternehmen bewertete Site wird als Kern des Intranets
verwendet. Die Navigation und das Corporate Design der
Internet-Website wurden f�r das Intranet �bernommen und die
Gestaltungselemente in einem "Style-Guide" hausintern ver�ffentlicht.
Ziel ist es, im Intranet wie im Internet ein einheitliches "look and feel"
zu entwickeln, um auf diese Weise die Akzeptanz des Mediums bei den
Mitarbeitern zu erh�hen. Bewag-Mitarbeiter sollen im Intranet unter
anderem ein Organisationshandbuch und ein Telefonbuch f�r ihre
t�gliche Arbeit nutzen k�nnen. Au�erdem plant die Bewag, auf ihrer
Web-Seite weitere geschlossene Benutzergruppen f�r Journalisten,
Installateure und Gro�kunden einzurichten, die dort Informationen
direkt abrufen k�nnen. (Vgl.
http://www.vdi-nachrichten.com/features/website-studie-zukunft.asp).
Im EIP k�nnen unter anderem folgende Informationen bereit gestellt
werden:
Normen
Werksnormen und Vorschriften
Dokumentationen
Qualit�tssicherungs-Handb�cher
Software-Freigaben
Bedienungsunterlagen
Schulungsunterlagen
Kataloge
Telefon- und Adressenverzeichnisse
Mitteilungen der Gesch�ftsleitung
Zur Ermittlung und Aktualisierung der vorgehaltenen intern und
externen Informationen soll es sich empfehlen, f�r eingegrenzte
Themenbereiche Verantwortliche zu benennen. Die
INA-Unternehmensgruppe nennt sie "Informations Broker".
http://www.ina.de
Idealerweise sind es Mitarbeiter, die schon in der Vergangenheit sich um diese
Informationen bem�ht haben. (Vergleiche auch die Brosch�re "Internet und
Intranet f�r den Maschinen- und Anlagenbau", VDMA, Abteilung Informatik,
Frankfurt am Main, 1997)
Irgendwo habe ich mal die Information aufgeschnappt, das in einem deutschen
Unternehmen (Siemens?) ueberlegt worden waere, im Intranet wegen der hohen
Zugriffszahlen Werbung Dritter zu schalten... (Fuer einen Hinweis auf diese
Quelle waere ich dankbar).
Mit freundlichem Gruss
Gerhard Schoolmann
[EMAIL PROTECTED]
http://www.abseits.de
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