[EMAIL PROTECTED] schrieb:
> Gibt es einen Unterschied zwischen Permission-Marketing und
> One-to-One-Marketing?
Als Permission-Marketing bezeichnet man eine spezielle Form des
Direktmarketing und des 1-to-1-Marketings: F�r Direktwerbeaktionen, vor
allem auf der Basis von E-Mails, wird die Genehmigung des Kunden
eingeholt. Damit m�chte man den weit verbreiteten Vorbehalten gegen�ber
Werbung begegnen und die Erfolgswahrscheinlichkeit erlaubter
Werbeaktionen erh�hen. Permission-Marketing zielt, salopp ausgedr�ckt,
darauf ab, aus Laufkunden, etwa zuf�lligen Besuchern einer Website,
Stammkunden zu machen.
Das Einverstaendnis des Kunden basiert auf Beziehungen zunehmender Intensit�t.
Ich versuche dies einmal anhand unserer Branche (Gastronomie) an Beispielen
darzustellen:
- Situation:
Der Kunde kontaktiert das Unternehmen von sich aus. So informieren
wir auf in unseren Gastst�tten ausliegenden Karten �ber die
M�glichkeit, sich Tageskarten und Bierkarten per E-Mail zusenden zu
lassen. Wir weisen darauf hin, da� wir die gewonnenen
E-Mail-Adressen auch dazu nutzen, gelegentlich �ber weitere Aktionen
zu informieren. Auch auf unserer Website finden sich verschiedene
M�glichkeiten zur Kontaktaufnahme.
- Vertrauen in die Marke:
Vor allem in Deutschland ist die Systemgastronomie mit ihren
Gastronomie-Marken noch weniger verbreitet als in den USA oder auch
Gro�britannien.
- Pers�nliche Beziehungen:
Bei kleinen Unternehmen sind sie oft sehr bedeutsam. Bei gr��eren
Unternehmen lassen sie sich zu wenig operationalisieren. In der
Gastronomie ist die Auswahl geeigneter Mitarbeiter ein Schl�sselfaktor
zur Etablierung guter pers�nlicher Beziehungen zu den G�sten und zur
Gewinnung von Stammg�sten. Bei Fanchise-Systemen oder bei
Leitgastronomie-Konzepten der Getr�nkewirtschaft spielen die
Auswahl von Franchisenehmern oder gebunden Gastwirten, die in der
Lage sind, pers�nliche Beziehungen zu ihren G�sten aufzubauen, eine
�berragende Rolle.
- Dokumente:
Der Kunde besitzt verbriefte Rechte gegen�ber dem Unternehmen wie
Rabattmarken, anrechenbare "Meilen" im Rahmen von
Miles-and-more-Programmen, Kundenkarten, Clubausweise,
Mitgliedschaften, Coupons. In der Gastronomie gewinnen diese Formen
papierner Beziehungen eine gr��ere Rolle in all den Unternehmen, in
denen wegen einer gr��eren Mitarbeiterzahl oder einer Filialsierung
auch der Stammgast kaum noch in der Lage ist, eine pers�nliche
Beziehung zu einzelnen Mitarbeitern in einer einzelnen Filialen
aufzubauen. Die dokumentierte Beziehung erlaubt es ihm sich auch
gegen�ber solchen Mitarbeitern, die ihn pers�nlich nicht kennen, oder
in anderen Filialen als Stammgast auszuweisen. Wir haben dazu eine
sogenannte Stammkarte mit filial�bergreifender G�ltigkeit eingef�hrt.
- Glaube:
Der Kunde bringt dem Unternehmen gr��tes Vertrauen gegen�ber,
etwa wie ein gl�ubiger Katholik seinem Beichtvater oder ein Patient
seinem Hausarzt. Oft haben diese Unternehmen besondere Pflichten
wie eine Schweigepflicht oder sind gehalten, unter allen Umst�nden
die Interessen des Kunden zu wahren. Diese Intensit�t der Beziehung
zwischen Gast und gastronomischem Objekt oder Gastronom findet
sich selten, etwa beim "lebenden Inventar" oder in Gastst�tten der
Subkultur, bei denen Gast und Gastronom �ber ein gemeinsames
Wertesystem verf�gen.
Eine Permission-Marketing-Kampagne l�uft in 5 Schritten ab:
1. Einen Anreiz zur Beteiligung bieten.
2. Den Kunden �ber das Angebot, den Service, das Produkt und den Zeitrahmen der
Aktion unterrrichten.
3. Dem Kunden garantieren, da� seine Daten nur f�r diese eine Aktion benutzt
werden, z.B. durch einen Text wie "Note: we will never rent or sell your e-mail
address to anyone".
4. Dem Kunden Anreize weitere Anreize bieten, damit seine Daten auch f�r weitere
Aktionen benutzt werden d�rfen.
5. Im Laufe der Zeit versuchen, seine Erlaubnis, seine Daten zu verwenden,
auszuweiten.
Quellen:
http://www.mdir.net/de/3news/archiv/3_199809_1.html
Dieser Artikel informiert auch �ber Seth Godin und seine Firma Yoyodyne
Entertainment (mittlerweile von Yahoo.com �bernommen).
Seth Godin: Permission Marketing. 1999.
http://www.amazon.de/exec/obidos/0684856360/imafdi
http://www.permission.com/ (mit einem Auszug aus diesem Buch)
http://www.messagemedia.com/rc/ten_guides.shtml
http://www.kso.co.uk/de/tt/mkt056.html
http://www.imtstrategies.com/emaillink.htm
http://www.abseits.de/permission.htm
Mit freundlichem Gruss
Gerhard Schoolmann
[EMAIL PROTECTED]
http://www.abseits.de
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