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Konferenzankündigung
"Weltinnenpolitik 2007: Notwendige Vision einer
Realpolitik?"
Carl-Friedrich von Weizsäcker zum 95. Geburtstag
Internationale Tagung
Evangelische Akademie Tutzing
Tutzing (Deutschland)
18.-20. Mai 2007
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Weltinnenpolitik: Dieser Begriff von Carl Friedrich von
Weizsäcker war einst eine Vision. Heute ist er eine
Notwendigkeit. Wie gestaltet sich seine Realpolitik in der
globalisierten Welt? Was kann Weltinnenpolitik im Konzert
der Weltmächte und Nationalpolitiken leisten?
Vor wenigen Jahren veröffentlichte der damalige
Staatsminister im britischen Außenministerium, Peter Hain,
eine kleine Broschüre unter dem Titel: "The end of foreign
policy". Ein bemerkenswerter Beitrag aus dem
Außenministerium einer G8-Nation - ohne Fragezeichen
formuliert, ganz einfach als Feststellung! Wenn die
Außenpolitik zum Ende kommt, dann werden offenbar die
bedeutenden Fragen dieser Welt zu einer gemeinsamen
Innenpolitik. Mehr und mehr belegen uns die Fakten, dass
diese Entwicklung nicht ferne Zukünfte beschreibt, sondern
bereits Realität geworden ist. Die große Herausforderung des
Klimawandels ist eine globale Aufgabenstellung an die
Völkergemeinschaft insgesamt. Für die Bekämpfung
fundamentalistischen Terrors gilt dies ebenso wie für die
pandemischen Ausbreitungen oft auch neuer Seuchenzüge -
Avian Flue als jüngstes Beispiel dafür. Die Nutzung moderner
Technologien macht weltweite Sicherheitsvorkehrungen
unumgänglich, da eine fehlerhafte oder missbräuchliche
Handhabung dieser Technologien auch überregionale, ja
globale Folgewirkungen hat. In Sekundenschnelle werden rund
um den Erdball Hunderte von Milliarden Euro, Dollar und Yen
gehandelt, können Währungen destabilisiert und ökonomische
Katastrophen bewirkt werden. Die Globalisierung des Handels
ist auch eine Globalisierung von Entwicklungschancen und
Entwicklungsgrenzen, von Machtausübung und
Machtverantwortung.
Überall Belege für diese schlichte Feststellung: The end of
foreign policy!
Dieser Paradigmenwechsel kann nicht nur analytisch ermittelt
und konstatiert werden. Er erfordert eine umfassende
Neuausrichtung des Handlungsspektrums als Friedenspolitik
der Zukunft. Dies muss ansetzen bei der Reform der Vereinten
Nationen, muss die Institutionen von Bretten Woods, also
Weltbank, IMF und WTO, ebenso umfassen. Es müssen
internationale, mehr oder weniger informelle Netzwerke, so
vor allem die G8 und die G77 und China, ebenso
berücksichtigt werden wie die vielfältigen regionalen
Integrationserfolge oder -bemühungen. Vor allem aber ist es
unumgänglich notwendig, die Rolle der Zivilgesellschaft, der
Nichtregierungsorganisationen und der Weltreligionen in
diese Neuausrichtung eines lösungsorientierten
Handlungsprofils einzubinden.
Programm:
Freitag, 18.5.2007
18:30 Weltinnenpolitik 2007
Begrüßung und Einführung
Pfr. Dr. phil. Jochen Wagner, Evangelische Akademie
Tutzing
Klaudius Gansczyk, Vorst.mitgl. Ges. f.
interkulturelle Philosophie, Referent Stiftung
Weltethos, Ennepetal
18:45 Unvollständige, aktive, vollständige
Weltinnenpolitik: unterwegs zum Bewußtseinswandel
Prof. Dr. Ulrich Bartosch, KU Eichstätt-Ingolstadt
ERKENNTIS ALS VERANTWORTUNG
19:00 Philosophie des Organischen und Ethik der
Verantwortung. Die Einheit von Hans Jonas' Denken.
Prof. Dr. Vittorio Hösle, Philosophie, University of
Notre Dame, Indiana, USA
Frieden mit friedlichen Mitteln als Grundforderung
für die Konfliktlösungsstrategien einer
Weltinnenpolitik. Mit Beispielen aus: Irak, Iran,
Afghanistan und Israel-Palästina.
Prof. Dr. Dr.h.c. mult. Johan Galtung
Diskussion mit
Reiner Braun, Gf. Verein. Deutscher Wissenschaftler
(VDW e.V.), Berlin
21:30 Gespräche in Gruppen
Samstag, 19.5.2007
FRIEDEN
9:00 Die Überwindung der sieben sozialen Sünden der
Menschheit. Mahatma Gandhis Beitrag zu einer
Weltinnenpolitik im Geiste eines Interkulturellen
Humanismus
Prof. Dr. Ram Adhar Mall, Gründungs-, Vizepräsident
Ges. f. Interkulturelle Philosophie, Weimar
Intercultural Humanism
Is a cultural balance between center and periphery
possible?
Prof. Dr. Hassan Hanafi,, Member Arab Thought Forum,
Vors. phil. Fakultät, Vizepräs. Arab. Gesell. f.
Philosophie, Cairo University, Egypt
11:15 Globalisierungsgestaltung als Schicksalsfrage zur
Rolle eines Planetary Contract
Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, Club of Rome,
GMPI, Forschungsinstitut für anwendungsorientierte
Wissensverarbeitung/n (FAW/n), Ulm
Diskussion mit
Raimund Egger, Gf. Kolping Akademie Ingolstadt
GERECHTIGKEIT
14:30 Operationalisierte Gerechtigkeit Sind die
Millenium-Entwicklungs ziele im globalisierten
Kapitalismus erreichbar?
Prof. Dr. Elmar Altvater,, Politische Ökonomie, FB
Politik- und Sozialwissenschaften, FU Berlin
Die Umweltkonferenzen als Werkstätten von
Weltinnenrecht?
Prof. Dr. jur. Günter Witzsch, Fakultät für Soziale
Arbeit, Vorsitz. Förderkreis Fakultät für Soziale
Arbeit, KU Eichstätt-Ingolstadt
Diskussion mit
Fritjof Finkbeiner, Gf. Global Marshall Plan
Initiative (GMPI), Club of Rome, Hamburg
BEWAHRUNG UND SCHÖPFUNG
16:30 Die Fürsorge für ein zukunftsfähiges Weltklima als
weltinnenpolitische Aufgabe
Prof. Dr. Hartmut Graßl, Max Planck Institut für
Meteorologie, Hamburg
Beyond boundaries: chemical safety problems as
global domestic tasks
Prof. Dr. Valery S. Petrosyan, Rector, Open
Ecological University, UNEP Expert on Chemical
Safety Problems, Dept. of Chemistry, M.V: Lomonosov
University, Moscow, Russia
Diskussion mit
Josef Sebastian Paul, Stv. Gf. Kolping-Bildungswerk
Diözese Augsburg e.V.
20:00 Erdpolitik 2007
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Club of Rome,
Vorst.mitgl. VDW e.V., Dean, Donald Bren School of
Environmental Science and Management, UC Santa
Barbara, California, USA
21:00 Gespräche in Gruppen
Sonntag, 20.5.2007
VERANTWORTUNG ALS WISSENSCHAFT
9:45 Effizienz + Erneuerbare: Die unterschätze Formel für
die Energiewende.
Prof. Dr. Peter Hennicke, Präsident
Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie,
Wuppertal
Wirtschaftspolitik und Forschung. Verantwortung als
Praxis.
Michael Müller, Parl. Staatssekretär BMI für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit, MdB, Berlin
Menschliche Globalität, internationaler Kapitalismus
und die Herausforderungen einer weltweiten
Gerechtigkeitspolitik
PD. Dr. Stephan Albrecht, Vorsitz. Verein. Deutscher
Wissenschaftler (VDW e.V.), Biotechnik, Gesellschaft
und Umwelt, Universität Hamburg
11:00 Diskussion mit
Gerhard Rott, Dipl.-Päd. Dipl. Soz.päd, Leiter
Referat Weltkirche Bistum Eichstätt, Gf. Förderkr.
Fak. f. Soziale Arbeit, KU Eichstätt-Ingolstadt und
Klaudius Gansczyk
Tagungsleitung:
Prof. Dr. Ulrich Bartosch, Katholische Universität
Eichstätt-Ingolstadt
Pfr. Dr. phil. Jochen Wagner, Evangelische Akademie Tutzing
Anmeldung:
Ihre Anmeldung erbitten wir schriftlich. Ihre Anmeldung wird
nicht bestätigt und ist verbindlich, sollten Sie von uns
nicht spätestens eine Woche vor Tagungsbeginn eine Absage
wegen Überbelegung erhalten. Anmeldeschluss ist der 11. Mai
2007.
Preise für die gesamte Tagungsdauer:
Ermäßigung
Teilnahmebeitrag 70.- 35.-
Vollpension im Einzelzimmer 120.- 60.-
Vollpension im Doppelzimmer 100.- 50.-
Verpflegung 40.- 20.-
(ohne Übernachtung/Frühstück)
Website:
http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/detail.php3?lfdnr=976&part=detail
Kontakt:
Maria Wolff
Evangelische Akademie Tutzing
Schloss-Straße 2+4
D-82327 Tutzing
Deutschland
Tel: +49 (8158) 251123
Fax: +49 (8158) 996423
E-Mail: [email protected]
Web: http://www.ev-akademie-tutzing.de
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