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Konferenzankündigung "Identität - Differenz, Selbstheit - Fremdheit: Interkulturelle und globale Herausforderungen - Philosophische Annäherungen" Internationale Fachtagung Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie (GIP) Julius-Maximilians-Universität Würzburg Würzburg (Deutschland) 24.-26. Juli 2009 __________________________________________________ Das Projekt der Globalisierung befindet sich auf einem scheinbar unaufhaltsamen Vormarsch. Zugleich wird sein Janusgesicht beinahe täglich offenkundig, wenn die hehren Ziele eines weltumspannenden Friedens und eines funktionierenden Weltmarktes von kriegerischen Auseinandersetzungen und desaströsen Finanzeinbrüchen konterkariert erscheinen. Nun wird der Globalisierungsprozess aber auch von einer zunehmenden globalen Bewusstheit begleitet, auch wenn deren Denkformate und Gehalte noch wenig geklärt sind. Unter anderem an diesem Punkt setzt das Anliegen der Interkulturellen Philosophie an, deren Forschungsarbeit von Beginn an darin bestand, den vergleichsweise gängigen Diskurslagen und Philosophietraditionen der westlichen Denkhemisphäre außerwestliche philosophische Konzeptionen zur Seite zu stellen, so dass man zukünftig befähigt wird, unter argumentativen Gesichtspunkten und selbstreflexiven Kriterien einander auf Augenhöhe zu begegnen. Bleibt für die Interkulturelle Philosophie nach wie vor die Verständigung über Begriff und Inhalt der Kultur resp. der Kulturen ein wichtiges Anliegen, so hat sich gleichwohl das Fragefeld nach den konstitutiven Zusammenhängen und Varianten von Universalismus und Kontextualismus, deren nähere, intra-, inter- wie transkulturelle Bestimmungsgrößen ja keineswegs als homogen zu bezeichnen sind, in den Vordergrund geschoben. Neben der gewiss nicht nur gesellschaftlichen und politischen Aktualität interkultureller und globaler Herausforderungen liegt das Hauptaugenmerk der Tagung daher auf einer gegenwärtigen Standortbestimmung dessen, was unter Interkultureller Philosophie im Allgemeinen und im Besonderen zu verstehen sein könnte. Es ginge also um eine Art Selbstverständigung des interkulturellen Denkens und Bewusstseins, und dies keineswegs nur als weitere Unterdisziplin innerhalb der Philosophie, sondern auch und vor allem als veritable Herausforderung der Philosophie insgesamt. Anhand der Begriffspaare Identität Differenz und Selbstheit Fremdheit soll nach philosophischen Kriterien Ausschau gehalten werden, die den interkulturellen und globalen Herausforderungen konstruktiv begegnen können. Hierbei sind zwei miteinander zusammenhängende Ebenen der Betrachtung leitend, die systematisch und zugleich denkgeschichtlich von Belang sind, was sich wiederum in der Kontrastierung und Vermittlung zwischen den Weltkulturen und philosophien widerspiegelt: 1) Die grundbegriffliche Selbstvergewisserung zwischen den Topoi von Identität und Differenz begleitet noch jede philosophische Epoche und findet stets anders gelagerte Antworten, die jedes Mal in die weiteren Diskurse eingeflossen sind. Ihr genuines Spannungsverhältnis hat schließlich auch zur Öffnung bezüglich außereuropäischer Denkkulturen geführt, die teils als Spiegelungen und Vermittlungsinstanzen verstanden werden können, teils einer Analogie oder gar Identifizierung sich nachhaltig entziehen. 2) Mit den Topoi Selbstheit und Fremdheit werden vor allem in den Philosophien des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts Fragestellungen virulent, die nach den konstitutiven Bedingungsstrukturen gewohnter kategorialer Erfassungsformen suchen. Begriffliche Leitfäden der Erfahrung, der Existenz u. a. machen etwa darauf aufmerksam, dass zwischen Subjekt, Individuum, Ich und Selbst dimensionale Differenzen bestehen, ebenso wie Fremdheit auf unterschiedlichen Ebenen zum Vorschein kommt, wie etwa als Unvertrautheit, Andersheit, Entzogenheit usw. - Beide Begriffspaare bedienen gewissermaßen unterschiedliche Felder, die man auch mit den Termini Denkkultur(en) und Erfahrungskultur(en) näher umschreiben könnte. Am Leitfaden der beiden grundbegrifflichen Scharniere soll die Aufteilung in inhaltlich näher bestimmte Sektionen für fokussiertere Blickrichtungen sorgen: 1) Methodische Zugänge 2) Logik, Erkenntnistheorie, Anthropologie 3) Ethik und Ethos 4) Ästhetik und Aisthesis Konzeption und Organisation: PD Dr. Georg Stenger Für weitere Fragen zur Tagung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontakt: Bernd Müller und Karin Farokhifar Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie (GIP) Deutz-Mülheimer-Str. 262a D-51063 Köln Deutschland E-Mail: [email protected] [email protected] Web: http://www.int-gip.de __________________________________________________ InterPhil List Administration: http://interphil.polylog.org Intercultural Philosophy Calendar: http://cal.polylog.org

