__________________________________________________
Konferenzankündigung Theme: Perspektiven interkulturellen Philosophierens Type: Internationale Tagung Institution: Institut für Wissenschaft und Kunst Institut für Philosophie, Universität Wien Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie (WiGiP) polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren Location: Wien (Österreich) Date: 22.–23.11.2012 __________________________________________________ Das Projekt eines interkulturellen Philosophierens hat sich nach über 20 Jahren lebhafter Debatten im akademischen Diskurs zweifellos bis zu einem gewissen Grad etabliert. Es ist heute nicht mehr möglich, Philosophie zu betreiben, ohne eine generelle Offenheit für andere Perspektiven als die westliche zumindest zu deklarieren. Aber die Diskussionen der letzten Jahre haben auch zu einer Verschiebung ursprünglicher Positionen, Perspektiven und Haltungen geführt: Während vor 20 Jahren eine Neuschreibung der Geschichte der Philosophie im Zentrum der Bemühungen eines interkulturellen Philosophierens stand, sind es heute zunehmend systematische, problemorientierte Fragen. Zudem hat die interkulturelle Philosophie große Konkurrenz aus den Cultural Studies und den Postcolonial Studies erhalten sowie durch interkulturelle Forschungen in vielen anderen Disziplinen wie der Erziehungswissenschaft, der Psychologie und in Bereichen wie Management u. a. Im Zentrum der Tagung steht die Frage: Wo steht die Debatte um interkulturelle Philosophie heute, und wie soll es mit dem Projekt einer Philosophie in interkultureller Orientierung weitergehen? Programm: Donnerstag, 22.11.2012 Ort: Marietta-Blau-Saal, Hauptgebäude der Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien 9.30 Uhr Begrüßung und Vorstellung 10.00–12.00 Uhr Was ist eine (interkulturelle) Perspektive? Birgit Breninger (Salzburg): »Showing Seeing« – The Cognitive, Behavioural and Affective Changes in »Seeing« for the Acquisition of Palimpsest Intercultural Perspectives Kai Kresse (Berlin): Zur interdisziplinären Praxis interkulturellen Philosophierens: Programmatisches und Ethnographisches Hans Schelkshorn (Wien): Interkulturelle Philosophie als Fortsetzung des Projekts der Aufklärung? 13.30–15.30 Uhr Was ist Kultur? Der Kulturbegriff und seine Auswirkungen auf die Philosophie Britta Saal (Wuppertal): Der Kulturbegriff in Bewegung: Philosophieren in der Differenz Karin Kuchler (Wien): Kultur als Ressource philosophischer Praxis Franz Gmainer-Pranzl (Salzburg): Zwischen Lebenswelt und System. Zur kommunikationstheoretischen Rekonstruktion von »Kultur« bei Jürgen Habermas 16.00–18.00 Uhr Was ist Philosophie? Zu den aktuellen Transformationsprozessen im Rahmen interkulturellen Philosophierens Rolf Elberfeld (Hildesheim): »Transformative Phänomenologie« als Ansatz interkulturellen Philosophierens Niels Weidtmann (Tübingen): Aus dem Staunen nicht herauskommen: Anmerkungen zu einer interkulturellen Erneuerung der Philosophie Georg Stenger (Wien): Zur Wiederentdeckung des »Philosophierens« angesichts interkultureller Herausforderungen Ab 18.30 Uhr Buchpräsentation: Franz Gmainer-Pranzl, Anke Graneß (Hg.), »Perspektiven interkulturellen Philosophierens. Beiträge zur Geschichte und Methodik von Polylogen. Für Franz Martin Wimmer« (Facultas, Wien, 2012) Freitag, 23.11.2012 Ort: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien 9.00–11.00 Uhr Wo steht die Debatte um interkulturelle Philosophie heute, und wie soll es mit dem Projekt einer Philosophie in »interkultureller Orientierung« weitergehen? Ivan Šimko (Wien): Ethnozentrismus, Benutzung und Benutzbarkeit des Konzepts Robert Diem (Wien): Unbehagliche Perspektiven. Das Opfer der Azteken und die Frage nach der Inter-kulturalität Amani Abuzahra (Wien): Von der Interkulturalität zur Intrakulturalität James Garrison (Wien): Intercultural Philosophy and the Body: A Brief Consideration of Richard Shusterman’s Somaesthetics 11.30–13.30 Uhr Welche spezifische Rolle spielt (interkulturelle) Philosophie in den gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart? Tina Ambos (Linz): Konsequenzen interkulturellen Philosophierens in der globalisierten Welt Hakan Gürses (Wien): »Felsefe yapma!/Nicht philosophieren!« Zum sozialkritischen Aspekt der interkulturellen Philosophie Ulli Vilsmaier (Lüneburg): Von der interkulturellen Philosophie lernen – Inter- und transdisziplinäre Forschung als Wissenschaft in interkultureller Orientierung 13.30 Uhr Anke Graneß (Wien/Bonn): Schlusswort Konzept und Organisation: Anke Graneß (Wien/Bonn) & Franz Gmainer-Pranzl (Salzburg) Kontakt: Instituts für Wissenschaft und Kunst Berggasse 17 A-1090 Wien Austria Tel.: +43 1 3174342 E-Mail: [email protected] Web: http://www.univie.ac.at/iwk/interkulturelle_philosophie.html __________________________________________________ InterPhil List Administration: http://interphil.polylog.org Intercultural Philosophy Calendar: http://cal.polylog.org __________________________________________________

