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Konferenzankündigung

Theme: Die Begründung der Menschenrechte
Subtitle: Menschenrechte im Spannungsfeld von positivem Recht,
Vernunftrecht und Naturrecht
Type: Interdisziplinärer Workshop
Institution: Exzellenzcluster "Religion und Politik", Westfälische
Wilhelms-Universität Münster
Location: Münster (Germany)
Date: 27.–28.11.2014

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Die zunehmende Bedeutung von Menschenrechten in Politik und Recht hat
grundlegende philosophische Fragen neu aufgeworfen. So werden
Menschenrechte heute oft als moralische Grundlagen des Rechtssystems
betrachtet, was den Rechtspositivismus in Frage stellt; und den
formalen Konzeptionen des Vernunftrechts in kantischer Tradition
wird vorgeworfen, über keine ausreichenden Konzepte für
eine normative Rekonstruktion von Menschenrechten zu verfügen.
Insbesondere Menschenrechte der zweiten Generation – also
wirtschaftliche und soziale ‚Leistungsrechte‘ –, die seit einigen
Jahren in der Debatte um globale Gerechtigkeit einen entscheidenden
Bezugspunkt darstellen, scheinen an die kantische Tradition nur
begrenzt anknüpfen zu können. So führt die breite Anerkennung der
Menschenrechte in der letzten Zeit zu einem Wiedererstarken der Ideen
des klassischen Naturrechts, welches entgegen der verbreiteten
Kritik am anthropologischen Essentialismus wieder auf
kulturübergreifende Merkmale der menschlichen Natur
rekurriert. Im Hintergrund der gesamten Debatte steht zudem
die Frage, was eine Begründung von Menschenrechten überhaupt leisten
kann. Perspektiven der Rechtswissenschaft und der Theologie erweitern
die innerphilosophische Diskussion.


Programm

Donnerstag, 27. November

14:00-14:15
Begrüßung
Margit Wasmaier-Sailer, und Matthias Hoesch, Münster

14:15-15:45
Menschenrechtsbegründung zwischen klassischem und neuzeitlichem
Naturrecht Arno Anzenbacher, Mainz, und Fabian Wittreck, Münster

16:00-17:30
Die Migration der Menschenrechte – Grenzen und Möglichkeiten
positivistischer Begründung Stefan Kadelbach, Frankfurt/Main, und
Thomas Gutmann, Münster

18:15-19:45
Öffentlicher Abendvortrag „Nicht zu viel – nicht zu wenig!
Begründungsaufgaben im Rahmen der internationalen
Menschenrechtskonzeption“ Georg Lohmann, Magdeburg

Freitag, 28. November

09:30-11:00
Möglichkeiten und Grenzen einer vernunftrechtlichen Begründung der
Menschenrechte Oliver Sensen, New Orleans, und Ludwig Siep, Münster

11:15-12:45
Vernunftrechtliche Begründung im Anschluss an die Diskursethik
Adela Cortina, Valencia, und Matthias Hoesch, Münster

14:15-15:45
Naturrechtliche Begründung im Anschluss an die aristotelische
Tradition Franz-Josef Bormann, Tübingen, und Sebastian Laukötter,
Münster

15:45-16:15
Abschlussdiskussion


Ort

Workshop:
Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters
Raum JO 101 - Johannisstraße 4 - 48143 Münster

Öffentlicher Abendvortrag:
Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters
Raum JO 1 - Johannisstraße 4 - 48143 Münster

Anmeldung

Eine Anmeldung zu dem Workshop ist bis zum 14. November bei Sophie
Vonderlind möglich.
E-Mail: [email protected]

Organisation

Dr. Margit Wasmaier-Sailer
Seminar für Philosophische Grundfragen der Theologie
Tel. +49 251 83-23339
E-Mail: [email protected]

Dr. Matthias Hoesch
Philosophisches Seminar
Tel. +49 251 83-23577
E-Mail: [email protected]

Eine Veranstaltung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der
Universität Münster. Dem Forschungsverbund gehören 200
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 20 geistes- und
sozialwissenschaftlichen Fächern und 14 Ländern an. Sie untersuchen
das komplexe Verhältnis von Religion und Politik quer durch die
Epochen und Kulturen: von der antiken Götterwelt über Judentum,
Christentum und Islam in Mittelalter und früher Neuzeit bis hin zur
heutigen Situation in Europa, Amerika, Asien und Afrika.

Exzellenzcluster „Religion und Politik“
Johannisstraße 1
48143 Münster
Tel. +49 251 83-23376
Fax  +49 251 83-23246
E-Mail: [email protected]

Website des Workshops:
http://www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/aktuelles/2014/okt/News_Workshop_Die_Begruendung_der_Menschenrechte.html




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