Moin allerseits,
Bernhard Schmidt <[EMAIL PROTECTED]> writes:
> Die dafür zuständige Reihenfolge der Adressen in einem getaddrinfo()
> scheint abhängig zu sein von der Kernelversion und/oder der glibc.
ja, und Linux bietet bisher meines Wissens keine Unterstützung, wie
man die Reihenfolge der Adressen bestimmt; RFC 3484 ist noch nicht
implementiert.
Wobei ich noch nicht ganz verstehe, was das bei Dir mit dem Routing zu
tun hat.
> Ich habe leider nicht allzu viele IPv6-fähige nicht produktiv
> IPv6-benutzende Rechner in der Umgebung. Bisher konnte ich
> feststellen
VMware Server läuft auch auf Ubuntu:-)
> Nun habe ich mich die letzten Tage ein wenig mit DHCPv6
> beschäftigt. Wenn ich alles richtig verstanden habe hat DHCPv6 keine
> Möglichkeit ein Default-Gateway zu übertragen, die
> Routinginformation (im Gegensatz zur Adresskonfiguration) muss über
> andere Wege konfiguriert werden (eben stateless RA). D.h. ich komme
> nicht umhin diesen no-autoconfig Stunt auf allen Netzen zu benutzen
> auf denen ich IPv6-Adressen ausschließlich über DHCPv6 vergeben
> will, was je nach Mondstand Linux-Maschinen vor Probleme stellt.
Auch wenn mich deshalb jetzt einige Leute hier prügeln: Mit DHCPv6
unter den BSDs auf der einen Seite und Dibbler unter Linux auf der
anderen hatte ich hier ein paar unschöne Kompatibilitätsprobleme;
unter Fedora Core 6/amd64 habe ich den mitgelieferten DHCP-Server
überhaupt nicht zum Laufen gebracht (und den Client wollte ich danach
nicht mehr ausprobieren).
Und das, obwohl ich nur DNS- und NTP-Konfigurationen verteilen wollte;
mit der Adressvergabe habe ich mich danach gar nicht erst beschäftigen
wollen.
Ich sehe es aber generell so: Wenn Du nur einen Router hast und
Adressen schon von Hand vergibst, dann sollte es doch auch ohne
fundamentale Probleme möglich sein, den Router als Default gleich mit
einzutragen.
Autoconfiguration bringt hier nur noch etwas, wenn Du redundante
Router ins Netz stellst und die Hosts einen ausgefallenen Router
erkennen sollen. In dem Fall wäre es aber vielleicht eh eine
Überlegung wert, das Netz aufzuteilen in ein IPv4-only- und ein
IPv4+IPv6-Segment.
Viele Grüße,
Benedikt
--
Benedikt Stockebrand, Dipl.-Inform. http://www.benedikt-stockebrand.de/
"IPv6 in Practice---A Unixer's Guide to the Next Generation Internet"
(Springer, ca. 410 pages, hardcover) now internationally available.
_______________________________________________
ipv6 mailing list
[email protected]
http://listserv.uni-muenster.de/mailman/listinfo/ipv6