Aus Anlaß des zwanzigsten Todestag des großen deutschen Staatsrechtslehrers Carl Schmitt verweisen wir auf folgende Aufsätze auf unserer Seite "Eiserne Krone" ( http://www.eisernekrone.tk ):
http://www.geocities.com/kshatriya_/schmitt.html Carl Schmitts Techniktheologie als christlich-eschatologische Variante konservativer Technikkritik http://www.geocities.com/kshatriya_/katechonten.html "Ich halte stand." (Tumult 25: Katechonten. Den Untergang aufhalten) http://www.geocities.com/kshatriya_/mythosstaat.html Der Staat als Wille und Vorstellung (Rüdiger Voigt: Mythos Staat. Carl Schmitts Staatsverständnis) http://www.geocities.com/kshatriya_/rex.html Rex statt Lex?(Günter Meuter: Meuter, Carl Schmitts "nomos basileius" oder: Der Wille des Führers ist Gesetz) http://www.geocities.com/kshatriya_/taubes.html Abendländische Eschatologie (Abendländische Eschatologie. Ad Jacob Taubes. Hg. von Richard Faber, Eveline Goodman-Thau und Thomas Macho) Aus "KSHATRIYA Tradition und Philosophie", II - 2000/2001: Evolas Briefe an Carl Schmitt Lettere di Julius Evola a Carl Schmitt. (1951-1963) A cura di Antonio Caracciolo, con quattro illustrazioni. Quaderni di Testi Evoliani N. 36, Roma: Fondazione Julius Evola 2000, Lire 15.000. Es war bekannt, daß die Beziehung Evola-Schmitt nicht sehr intensiv gewesen ist, daher waren von diesem Heft der Evola-Stiftung keine Überraschungen zu erwarten. Solche sind auch nicht eingetreten. Einer profunden und ausführlichen Einführung in den Briefwechsel durch Antonio Caracciolo folgen die sieben Briefe Evolas im deutschen Original, d.h. in Abschrift, und in italienischer Übersetzung. In fast allen geht es um die geplante Herausgabe eines Schmitt-Aufsatzbandes in Italien, in dessen Zentrum nach Evolas Vorstellung "Donoso Cortés in gesamteuropäischer Interpretation" stehen sollte. Carl Schmitt mochte allerdings lieber seine Nachkriegsaufsätze übersetzt sehen, die jedoch Evola "durch eine Nachkriegszeitsstimmung beeinflußt" sieht und nicht so zu schätzen scheint. So ist schon die Ausgangssituation für die Kommunikation schlecht. Außerdem kritisiert Evola in ein paar hingeworfenen Sätzen Schmitts Konzeption von "Land und Meer" in einer Weise, die Schmitt kaum gefallen haben dürfte. Ernst Jünger - der Nachkriegs-Jünger - wird von Evola immer wieder erwähnt und heftig angegriffen. Dieser hätte seine Gedanken über Bord geworfen und Evola "musste eine ziemlich vernichtende Kritik über sein Buch 'Der gordische Knoten' schreiben, der zwar glänzend geschrieben (wie immer) ist, aber nur divagations enthält." (21.1.1955). Im Anhang sind zwei der deutschen Briefe (Schreibmaschine) abgedruckt. Daraus ist ersichtlich, daß zwar Evola einige grammatische Fehler und auch ein paar Tippfehler gemacht hat, daß aber die deutsche Abschrift die Fehler um Unmengen vermehrt. Durchgängig z.B. "Lieber, verherter Professor Schmitt!", das hätte tatsächlich einen verheerenden Eindruck gemacht, ist aber ein "Verdienst" der Fondazione, bzw. des Herausgebers Antonio Caracciolo. Im Anhang finden sich weiters drei Aufsätze Evolas zu Schmitt, die allerdings aus der Kriegszeit stammen: La guerra totale, Modernità di Hobbes?, Per un vero "diritto europeo". Da man sich bei der Fondazione Julius Evola auf ein Dokumentieren beschränkt, ist eine tiefergehende - von der Sache her - erfolgende Auseinandersetzung mit der Gedankenwelt der beiden herausragenden Gelehrten nicht zu erwarten gewesen. (Martin Schwarz) _______________________________________________ Juenger-list mailing list [email protected] http://www.pairlist.net/mailman/listinfo/juenger-list
