Liebe Jünger-Freunde,

soeben frisch erschienen und heute ausgeliefert :

Ingeborg Villinger, Alexander Jaser (Hgg.):
Briefwechsel Gretha Jünger und Carl Schmitt
Umfang: V, 241 S., 18 schwarz-weiße Abbildungen
Verlag: Akademie-Verlag (Juli 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 305004294X
ISBN-13: 978-3050042947
Preis:          EUR 44,80  

Der Verlag über das Buch
Der Briefwechsel zwischen Gretha Jünger, geborene von Jeinsen, und Carl Schmitt 
ist ein Dokument von großem Interesse für Zeithistoriker und zeithistorisch 
interessierten Laien wie für Literatur- und Kulturhistoriker und Leser der 
Schriften Ernst Jüngers. Der Briefwechsel umfasst einen Zeitraum von mehr als 
zwei Jahrzehnten, vom März 1934 bis zum Oktober 1954, er besteht aus 66 Briefen 
von Carl Schmitt und 89 Briefen von Gretha Jünger.Carl Schmitt (1888 - 1985) 
ist einer der herausragenden Juristen und politischen Denker des 20. 
Jahrhunderts, für dessen Werk sich in den letzten 20 Jahren auf der ganzen Welt 
ein schon fast leidenschaftliches Interesse zeigt, was besonders die noch immer 
wachsende Anzahl Übersetzungen dokumentiert. Bei dem Briefwechsel handelt es 
sich um den einzigen, den Carl Schmitt mit einer Frau über längere Zeit geführt 
hat.
Die Schriftstellerin Gretha Jünger, die unter dem Namen Gretha von Jeinsen 
publizierte, ist weniger bekannt als ihr Mann Ernst Jünger, sie hat jedoch an 
seiner Seite ein eigenständiges unabhängiges Profil als Intellektuelle bewahrt 
und mit vielen bedeutenden Personen der Zeitgeschichte der 30iger bis 50iger 
Jahre verkehrt und korrespondiert. Deutlich wird in dem Briefwechsel ihr mit 
Furchtlosigkeit gepaarter Wille, der sich in praktischer Bewältigung der 
Alltagsschwierigkeiten wie in Ausnahmesituationen zeigt, bei gleichzeitiger 
klar von ihr erkannter fraulicher Abhängigkeit im Verhältnis zu ihrem Mann, den 
sie Gebieter nennt.
Der Briefwechsel lässt sich in drei Phasen einteilen; die erste von 1934 bis 
1939 hat nur einen geringen Briefbestand und enthält Hinweise auf aktuelle 
Lektüren, Besucher und vor allem Familiennachrichten zu Carl Schmitts Patensohn 
Carl Alexander Jünger. In der zweiten Phase bis 1945 bildet das aktuelle 
Kriegsgeschehen den Hintergrund des Austausches. Es geht um die Fortsetzung von 
Briefgesprächen nach gegenseitigen tagelangen Besuchen, um Erörterungen von 
Schriften Schmitts und Ernst Jüngers, den alltäglichen Schrecken des 
Bombenkrieges und die gegenseitige Sorge um das Befinden. Die dritte Phase mit 
dem umfangreichsten Bestand reicht bis zum Abbruch des Briefwechsels 1954; in 
der Nachkriegszeit stehen zunächst die Fragen nach dem Verbleib der Bekannten- 
und Freundeskreise im Vordergrund, später Krankheit und Tod von Carl Schmitts 
Ehefrau Duska, dann aber vor allem die bald einsetzenden unterschiedlichen 
Wirkungen der Arbeiten Ernst Jüngers und Carl Schmitts in der Öffentlichkeit. 
Während Schmitt im sauerländischen Exil grollt, beginnt für Jünger eine neue 
erfolgreiche Schriftstellerexistenz. Spannungen und Missverständnisse, die 
Gretha Jünger aufzuklären versucht, dauern an und führen zu einem abrupten Ende 
des jahrzehntelangen intensiven Briefaustausches.


Herzliche Grüsse rundum,
Ihr / Euer 
TW
-- 
Tobias Wimbauer / Wimbauer Buchversand
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Tiefendorfer Str. 66
58093 Hagen-Berchum
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