23. 7. 2007
    Der Mensch, der an Gott glaubt und Aufrichtigkeit, Dankbarkeit, 
Grosszuegigkeit und Geduld kutiviert , kann sich erlauben  furchtlos zu sein. 
Henry T. Malon. 
    DIE WELT
    Da las ich heute in der "Welt" so allerhand hanebuechenen Galimathias:" Der 
Einfluss des Placebo-Effekts in der gesamten Medizin ist enorm. Bei den meisten 
Erkrankungen traegt Placebo bis zu 40 Prozent zum Nutzen der medizinischen 
Massnahmen bei. Wie die Gedanken heilen - und warum bei vielen Menschen die 
Placebos sogar besser wirken als Pillen." Ueber so ein Geschwaetz sagte schon 
der amerikanische Astronom Carl Sagan (1934-1996) vor einigen Jahren:" Die 
Wissenschaftler sagen oft:' Sie haben ein sehr gutes Argument, meine Position 
ist falsch',  - sie aendern wirklich ihre Meinung, aber man hoert niemals mehr 
etwas ueber ihre originelle Position." Folglich muss man sehr vorsichtig mit 
dem Gequatsche eines Wissenschaftlers und besonders eines krankhaft 
geltungsbeduerftigen Dampfplauderers sein. Vor ein paar Tagen besuchte ich 
Stratford und sah Willi Shakespeares OTHELLO. Dieses Schauspiel, wie alle 
anderen Shakespeare Schauspiele, drehen sich allesamt um das Geschwaetz. Im 
OTHELLO treibt das Geschwaetz um eine Lappalie - ein Taschentuch - den 
Hauptdarsteller zum Mord und sogar  zum Selbstmord.  Der vernunftbegabte Mensch 
wusste das schon vor vielen , vielen Jahren, - dass nicht nur 40 Prozent der 
Patienten durch einen Placebo verhohnepiepelt werden,   wie der amerikanische 
Forscher sagt, sondern 100 Prozent. Ernst Juenger (1895-1998) sagte naemlich:" 
Der Geist setzt den Schmerz ausser Kraft, - er vernichtet ihn." Ernst Juenger. 
GES. WERKE.  Band 11. 228. Natuerlich haben die stumpfsinnigen Dampfplauderer 
und die stumpfsinnigen Forscher mit ihrem grossen Allotria noch niemals vom 
Ernst Juenger gehoert , der noch so vieles mehr ueber die Gewalt des Geistes in 
jeglicher Krankheit sagte:"Es gibt einen Grad der Furcht, der das Unglueck 
magnetisch herbeizuziehen scheint, dass hier bereits ein Kuenftiges und 
Unausweichbares seinen Schatten wirft, der den Willen laehmt und das Herz 
bedrueckt." GES. Werke. Band 15. 233. "Wenn der Mensch den Halt verliert, 
beginnt die Furcht ihn zu regieren, und in ihren Wirbeln treibt er blind 
dahin."  Ibid. 267. "Dass Krankheiten sinnlos seien , ist ein Vorurteil. 
Krankheiten sind Pruefungen." AN DER  ZEITMAUER. 530. "Wir sind fasziniert und 
alarmiert im Krankheitszustande, als ob eine Glocke uns geweckt haette, 
waehrend unser Inneres einer in Aufruhr befindlichen Stadt gleicht." GES. 
WERKE.  Band 9.  338. "Der gegenwaertige Mensch hat eine unheimliche Angst, er 
fuehlt die quaelende Leere innerhalb des Berechenbaren, - daher die wachsende 
Vorliebe fuer Drogen, Gluecksspiele, Horoskope und Wundertaeter aller Art." 
Ibid. 372. "Jeder hat ein Problem, und sogar deren mehrere. Das Hauptproblem 
rueckt in die Mitte der Existenz, es verdraengt die uebrigen. Unablaessig 
begleitet es uns wie ein Schatten und verduestert den Sinn. Auch wenn wir 
nachts erwachen, ist es gegenwaertig, es springt uns an wie ein Tier." ALADINS 
PROBLEM.  7. "Unmaessigkeit ist keine Frage des Stoffes , sondern des 
Charakters." GES. WERKE.  Band 11. 148. "Zeit und Einbildungskraft gehoeren  
zusammen. Und so liegt der Hauptteil alles Leidens in der Imagination." 
Friedrich Georg Juenger. (1898-1977). GEDANKEN UND MERKZEICHEN.  82.
    Mit herzlichen Gruessen aus dem Lande der lachsroten Irokesen, der 
ziegelsteinroten Abenakis, der glitzernden Wasser und des maechtigen Manitous - 
Henry T. Malon.   
      
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