Lieber Herr Krähenbühl,
 
Wenn Sie so entäuscht sind - und da haben Sie natürlich recht - warum
machen Sie nicht uns allen einen Gefallen und schreiben Sie ihre
Meinung an die Redaktion der Zeitung? Viele Leute trauen sich noch an
was ín den Zeitungen geschrieben steht, und auf solche Mist soll einen
öffentlichen Urteil fallen. Ob die Zeitung ihre Antwort veröffentlich
ist eine andere Frage.
 
Mann weiß nie was passieren wird. Letzlich hat "The Economist" (of all
unexpected newspapers!) meinen Brief an der Redaktion in ihrer Letters
to the Editor veröffentlicht. Ihre Artikel ging um Entwicklungen in
Nanotech und künstliche Fliege - ich wollte die Economist Leser
wissenlassen, daß das was darin beschrieben wurde hat EJ vor fast 50
Jahre schon vorausgesehen und in Die Gläserne Bienen tief analysiert.
Ich wollte sie auch informieren, daß er die Entwicklung auch ethisch
geurteilt hat, was in The Economist natürlich nicht geschah. Es
überraschte mich sehr, wenn ich zwei Wochen später meine eigenen
Meinung lesen darf.
 
Wenn wir glauben, daß wir EJ "richtig" oder mindestens besser
verstehen, sollen wir die Öffentlichkeit unsere Meinung schenken. Ich
fülle mich sogar dazu verplichtet. Diese Mail Liste ist wenig bekannt
und außerdem hauptsächlich für "aufgeklärte" Jünger Leser. Die
Anderen, die ihn nicht gut kennen oder sich sogar einen falschen
Eindruck entwickelt haben, sollen andere Meinungen erfahren, und nicht
immer die alte Klischees.
 
Wenn mein geschriebenes Deutsch besser wäre, würde ich auf solche
Überflächigkeiten selbst antworten. Besonders wenn sie in so wichtigen
Zeitungen erscheinen. Also bitte, machen Sie MIR das Gefallen ;-)
 
Simon 
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> 
> 
> >
> > Lieber Tobias Wimbauer,
> 
> das ist ja schlicht sagenhaft - und so was nennt sich seriöser
Journalismus.
> So lange die Zeitungen solche dilettierenden, delirierenden Leute einen 
> solchen Mist schreiben lassen, über Ernst Jünger schreiben lassen, ohne 
> diesen offenbar gelesen zu haben oder höchstens in kleinen
Auszügen... nun 
> ja, da sollen sie sich mal nicht wundern, wenn immer mehr Menschen
sich von 
> Zeitungen und "Meinungsmachern" abwenden und sich stattdessen den 
> verfügbaren Informationen im Internet zuwenden, wie z.B.  h i e r.
> 
> Mit freundlichem Gruss
> 
> Richard Krähenbühl
>


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