Danke Heinrich und Kermit. Besonders schön das Zitat von FGJ.

Simon


----- Ursprüngliche Mail ----
Von: Henry Malon <[email protected]>
An: [email protected]
Gesendet: Freitag, den 6. Juni 2008, 14:18:07 Uhr
Betreff:  AW:Re: [juenger_org] Friedhöfe und Totenkult in Ernst Jüngers B

 
Lieber Simon:
 
"Die wahren Fuehrer der Welt sind in den Graebern 
zu Haus." GES. WERKE. Band 2. "Strahlungen". 276. 30. 11. 
1941.
 
"Wichtiger noch als die Haueser, Land und Gueter 
sind die Graeber, die man als letztes im Stich laesst." Ibid.  28.9. 
1945.
 
"Sie wussten es vorher, aber ich habe es von 
Aischylos und Sophokles gelernt, DASS DIE GRAEBER UNS KRAFT SPENDEN UND DASS 
DIE 
TOTEN LEBENDIGER SIND ALS DIE LEBENDEN." Ernst Juenger-Gerhard Nebel 
BRIEFWECHSEL. Gerhard Nebel an Ernst Juenger.  
170.     8.2. 1948.
 
"Sie haben recht, dass ich die Toten liebe und 
verehre - und deshalb haenge ich auch an meinem ersten Buch IN 
STAHLGEWITTERN als an der Erinnerung an alle, die damals neben mir 
gefallen sind. Die Literatur ueber den ersten Weltkrieg ist nun wohl 
abgeschlossen, und ich glaube, dass es dieses Buch sein wird, das sich im Volke 
mit der Erinnerung an ihn verknuepfen wird." Ernst Juenger an Gerhard 
Nebel.  203.     10.5. 1948.
 
"Die Ehre der Toten ist von der Hochachtung der 
Vorfahren, diese von der Liebe zu dem Herkommen und von einer vorzugsweise der 
Vergangenheit zugekehrten Geistesrichtung unzertrennlich." Johann Jakob 
Bachofen. (1815-1887).
 
"Der Friedhof: Wir billigen, dass die Graeber 
vergehen, die Monumente stuerzen, das Planzenreich die Friedhoefe bedeckt. Der 
Schmerz um den Toten endet, dann kommt die Schwermut, die Melancholie, dann das 
Schweigen, zuletzt das Vergessen. Nach drei Generationen sind die meisten 
Menschen vergessen. Unsere Friedhoefe sind die Abbilder dieses Vorgangs, der 
einer Heilung gleicht. Deshalb wird man keinen Friedhof finden - er sei denn 
ganz neu angelegt - der in allen seinen Teilen sorgfaeltig gepflegt und 
instandgehalten wird. Es ist gehoerig, ist in der Ordnung, dass die 
Verwilderung 
in ihn eintritt, der Graswuchs, der Strauchwuchs, der Baumwuchs, dass die 
Denkmaeler sich neigen, der Stein Risse bekommt, das Eisen rostet und Moos die 
Platten ueberzieht. Darin liegt nicht Schmerz, sondern Trost. Ein Friedhof muss 
alt sein, wenn er schoen sein soll. Neue Friedhoefe haben nichts Anziehendes. 
Die Toten scheinen so geduldig, dass wir uns ueber ihre Kraft oft taeuschen.Wir 
springen nach unserem Belieben mit ihnen um, weil sie auch unseren Missgriffen 
und Irrtuemern mit Schweigen begegnen. So springen wir mit allem Vergangenen 
um. 
Wir sind ihm gegenueber so leichtfertig wie gegenueber der Zukunft. Auch jenes 
Wort: Lass die Toten ihre Toten begraben, wendet sich gegen den Graeberkult und 
hat seine Monumentalisierung verhindert. - - - Wie leicht die Alten werden. Sie 
werden so federleicht wie Voegelchen. Bald werden sie davonfliegen." Friedrich 
Georg Juenger. GEDANKEN UND MERKZEICHEN.  47. 
 
Unvergleichlich Heinrich 
 
 
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