Liebe Juenger-Freunde:
 
Da im Moment so eine unheimliche , heilige Ruhe im Juenger-Lager herrscht, 
dachte ich, - den Laden etwas aufzuruetteln mit dem Thema "Vierzehn". 
 
"Jeder Gelehrte liest nur seinen eigenen Dreck, - deshalb weiss er auch so 
wenig." Wilhelm von Humboldt. (1767-1835).
 
Das britische Presse Konzil berichtete im Jahre 2004 , dass nur 3% der 
Bevoelkerung liest, nur 20% der Leser ein Buch beendigen, und 80% aller Buecher 
von Frauen gekauft werden, "da sie intelligent aussehen moechten."
 
"Man muss Buecher lesen, welche man nicht nur durchliest, aber haeufig 
aufschlaegt: an irgendeinen Satz bleibt man heute, an einem anderen morgen 
haengen und denkt einmal wieder aus Herzensgrunde nach: fuer und wieder, hinein 
und darueber hinaus, wie einen der Geist treibt, so da es einem dabei jedesmal 
heiter und wohl im Kopf wird. Allmaehlich entsteht aus dem Nachdenken eine 
Umstimmung der Ansichten." Friedrich Nietzsche. MENSCHLICHES-ALLZUMENSCHLICHES. 
428.
 
"Es ist eitel, sogar fuer einen hochgebildeten Menschen, nach blossem 
Durchlesen ueber den Wert eines Werkes zu urteilen, das unbedingt studiert sein 
will." Ludwig Klages. (1874-1956.
 
"Schnelles Lesen: Dass die Menschen so oft falsche Urteile faellen, ruehrt 
gewiss nicht allein aus einem Mangel an Ansicht und Ideen her, sondern 
hauptsaechlich davon, dass sie nicht jeden Punkt im Satz unter das Mikroskop 
bringen, - und bedenken." Georg Christoph Lichtenberg.(1742-1799) ,  
SUDELBUECHER I. 583.
 
"Das Glueck liegt in der Wiederholung behauptete mein Bruder Friedrich Georg, 
der mich damals begleitete." Ernst Juenger. SIEBZIG VERWEHT  I V.  217. 1.10. 
1987
 
Der Anlass der vielen Zitate war der Missbrauch der Zahl "vierzehn" in einem 
Bericht des Dampfplauderers Udo Linde in der PREUSSISCHEN ZEITUNG vom 12. 9. 
2008 ueber den "Martin Heidegger/Ernst Juenger Briefwechsel", wo er Ernst 
Juenger "siebzehn" Verwundungen im Ersten Weltkrieg zuschiebt. Jeder 
geistreiche Ernst Juenger Aficianado , aber nicht unbedingt jeder Juenger 
Leser, weiss , dass Ernst Juenger "vierzehnmal" verwundet wurde. 
 
Mit herzlichen Gruessen vom Rittergut am Strande des Huronsees, - den 
ziegelsteinroten Irokesen, den kirschroten Opeongos, den kunterbunten Abenakis, 
den rauschenden , glitzernden Gewaessern, des maechtigen Manitous - 
unvergleichlich Heinrich. 

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