Hallo Ihr,

wenn demnächst alle wieder zu Hause sind geht es hoffentlich so richtig
los. Ich zumindestens merke, dass ich immer mehr Lust kriege zum bloggen.

Ich denke wir brauchen noch so etwas wie einen Werbetext, den wir dann
wenn alles am Start ist rumschicken können. Der bisherige Text ist dafür
vielleicht noch zu sehr als Selbstverständigung angelegt. Die Details
unserer Konfliktregulation z.B. interessieren potentielle
Blog-Prosumenten vielleicht erstmal nicht so sehr. Ich versuche mal
einen Entwurf der im wesentlichen aus Teilen des ersten Textes besteht
mit noch einem einführenden Absatz, dem neuen Untertitel und ein paar
Detailänderungen:

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keimform.de - Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

Es mag sein, dass es "kein wahres Leben im Falschen" gibt, aber sicher
ist doch auch, dass irgendwo da draussen schon die Anfänge von einem
neueren besseren Leben schlummern müssen, seien sie auch noch so
verschüttet. Wir zumindestens glauben nicht nur daran, sondern suchen
danach. Wir tun das schon länger in unterschiedlichem Rahmen und haben
auch ganz unterschiedliche Vorstellungen wonach wir suchen, wie wir
dabei vorgehen wollen und was genau wir eigentlich als "das Falsche"
ansehen, haben uns nun aber trotzdem zusammengetan um zumindestens
miteinander im Gespräch zu bleiben und mit neuen Leuten ins Gespräch zu
kommen. Dafür haben wir die Form eines Gruppenweblogs gewählt.

Viele Menschen interessieren sich dafür, was in den verschiedenen
emanzipatorischen Projekten an Theorien und sozialen Praxen erfunden
wird. Gleichzeitig ist es sehr schwer und aufwändig, sich persönlich
einen Überblick zu verschaffen. Technische Hilfsmittel helfen hier nur
begrenzt. Es ist eher wichtig, dass "Menschen, denen man vertraut" einem
beim Auswählen und Überblicken helfen. Es geht nicht zuletzt auch darum,
inididuellen Aufwand zu minimieren.
Wir wollen euer soziales Hilfsmittel sein - aber kein Projekt im
herkömmlichen Sinne.

Wir sind vier Leute aus miteinander verwandten Kontexten und haben
jeweils eigene Projekte initiiert: Benni (Wiki "Laboratorium"),
Christian (Wiki "Freie Gesellschaft"), Stefan ("open theory"), Thomas
(Wiki "CoForum"). Nicht alles, was in diesen und anderen Projekten
läuft, ist interessant. Aber einiges schon: Das will gefunden werden. An
verschiedenen Orten weisen wir auf solche spannenden Punkte hin. Diese
Hinweis-Funktion wollen wir nun an einem Ort zusammenführen:
keimform.de. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Es ist nicht mehr vom Zufall abhängig,
ob ein Hinweis auf einen verschlungenen Weg zu mit gelangt, weil mich
genau dieser Heinweis brennend interessiert. Ich kann mir selbst die
Community-Dienstleistung von keimform.de holen. Ich kann dabei
entscheiden, von wem ich die Hinweise bekommen möchte, wem ich vertraue.
Vertrauen ist der Regulator im Netz.

Unter dem Label keimform.de werden keine eigenen Inhalte erarbeitet. Die
Blog-Einträge der unterschiedlichen Blogger/innen sind der Inhalt. Daher
die Aussage: keimform.de ist kein Projekt, sondern unter der Adresse
keimform.de wird aus persönlicher Sicht über Projekte, Themen und
Theorien berichtet. Alle geäußerten Bewertungen und Meinungen sind
ausschließlich die Meinung der jeweiligen Bloggerin bzw. des jeweiligen
Bloggers. Die dabei erzeugten Texte gehören niemandem, also allen.

Wir starten zu viert mit diesem kollektiven Blog. Das ist Zufall. Wir
haben uns getroffen und entschieden: Das machen wir einfach. Wir laden
nach und nach weitere Menschen ein, von denen wir denken, dass sie gute
Hinweise geben können. Die gemeinsame inhaltliche Basis ist diffus, und
sie wird durch den mit unterschiedlichen Bedeutungen aufladbaren Begriff
"Keimform" ganz gut ausgedrückt: Es geht um die Überwindung dieser
warenförmigen Gesellschaft, um die Emanzipation der Menschen. Da Neues
nicht aus dem Nichts entsteht, suchen wir nach Ansätzen im Jetzt -
jenseits von Wert, Markt, Staat. Selbstorganisation und Selbstentfaltung
sind für uns zentrale Grundlagen.

Hier hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Wir haben
unterschiedliche Vorstellungen, welche Denkformen, Theorien und Praxen
nützlich sein können. Diese Unterschiedlichkeit drückt sich auch in
unseren Projekten aus. Gleichzeitig repräsentieren wir keineswegs das
volle mögliche Spektrum an Ideen. Deswegen wollen wir weitere Menschen
einladen, deren Hinweise wir für wichtig halten und die andere
interessieren könnten.

Interessiert? Dann gehts hier weiter: http://www.keimform.de/


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