Hallo, ich hab mir restic angesehen. Die Ähnlichkeiten zu borg kommen nicht von ungefähr, Borg ist ein Fork von Restic. Da scheint es in der Vergangenheit viele Probleme gegeben zu haben, weil nur sehr wenige Maintainer schreibrechte auf den Master haben und sich Pull Request dadurch über Wochen hingezogen haben. Das betraf anscheinend auch viele Security fixes und andere Fehlerkorrekturen. Deshalb habe ich davon abstand genommen.
Der Verlust durch sshfs kann so groß nicht sein, wenn ich sehe was da über die Leitung geht. Ich schaffe es das Laufwerk mit knapp über 6 MByte/s zu beschreiben. Viel mehr läßt sich aus meinen 50 MBit/s nicht rausholen. Beim zurückholen der Daten komme "nur" auf 14 MByte/s (1000 MBit/s downstream), aber damit kann ich leben. Dafür habe ich das Gefühl, ein verlässliches Gesamtsystem zu haben. Ich mache übrigends zusätzlich noch ein Backup auf eine lokale Festplatte. Das habe ich bereits vorher gemacht. Dazu verwende ich aber einfach rsync mit Hardlinks. An der Stelle ist es mir am wichtigsten, dass ich ohne irgendwelche Tools auf das Backup zugreifen kann. Das Backup bleibt bei mir auch bestehen, weil das meine einzige Komplettsicherung ist. Zu strato sichere ich nur ca. 500 GB meiner 4 TB im Server. Ich habe die Sicherung heute noch etwas abgeändert, indem ich jedesmal ein Snapshot meines Datenlaufwerks erstelle, von dem dann das Backup gezogen wird. Hat zum einen den Vorteil, dass die Daten ro sind (was ja schon die docker container für mich gelöst hatten), sorgt zum anderen aber auch für mehr Konsistenz. Zumindest die ersten Backupläufe haben ja schon ein paar Stunden in Anspruch genommen. Meine docker images sichere ich übrigends nicht. Dafür betreibt docker so eine schöne registry... :-) Das Aufsetzen inklusive Scripte schreiben, die mir eine zuverlässige Überwachung ermöglichen, hat mich jetzt doch insgesamt fast drei komplette Arbeitstage gekostet... Naja, Corona sei Dank hab ich ja endlich mal Zeit, mich um sowas zu kümmern... tschau Sascha Am Donnerstag, den 09.04.2020, 17:47 +0200 schrieb Florian Lohoff: > On Thu, Apr 09, 2020 at 08:44:34AM +0200, Sascha Effert wrote: > > Hallo Florian, > > > > vielen Dank für den Tipp. nach ein wenig hin und her bin ich Deinem > > Rat > > gefolgt. Ich verwende jetzt Borg Backup. Ich habe es in einem > > docker > > container auf meinem Server laufen, so kann ich den Zugriff auf > > meine > > Dateien auf ro einschränken (man weiß ja nie). Die Sicherung > > erfolgt > > mittels sshfs zu strato. > > Dann solltest du dir im vergleich nochmal restic ansehen. sshfs ist > meist ein echter performance killer. restic sollte direkt > ssh können IIRC. Ansonsten scheint restic sehr borg ähnlich zu sein. > > > * Speicherverbrauch: Ich hätte nicht gedacht, dass es ein > > relevantes > > Potential für Kompression und deduplikation bei mir gibt (der mit > > Abstand größte Teil der Daten sind Fotos im jpg Format), dennoch > > scheint da einiges zu gehen. > > Ich bastel viel mit docker zeugs rum - nicht produktiv aber um meine > Entwicklung zu kapseln. Alleine die Docker container haben ja 37 mal > dieselber datei irgendwo liegen. Dedupliziert natürlich auf nix > runter. > > > * Inkrementelle Sicherung: Alway inkrementell schein wirklich zu > > funktionieren. Ich habe nach der zweiten Sicherung einfach mal die > > erste entfernt. War bein Problem. > > Er guckt ja beim expire von backups nach welche objekte/blocks er > noch braucht und löscht nur die die wirklich nicht mehr referenziert > werden. > > > Kurz und knapp: Cooles Zeug. Du hattest definitiv recht: Ich wollte > > borgbackup. :-) > > Restic scheint konzeptionell sehr ähnlich zu sein - hat nur mehr > backends um das zeugs irgendwo abzulegen. > > Konzeptionell würde borg unterstützen das mehrere clients/systeme > parallel in DASSELBE repo schreiben. Deshalb haben die nicht so viele > backends. > > Flo -- Linux mailing list [email protected] subscribe/unsubscribe: https://lug-owl.de/mailman/listinfo/linux Hinweise zur Nutzung: http://www.lug-owl.de/Mailingliste/hints.epo
