Hallo Christoph, bei uns gibt es aus genau diesem Grund und (inzwischen nicht mehr gerechtfertigt) wegen Herrn Niermeyers Zeugnisprogramm http://www.niermeyer.net/ eine Insel aus zwei XP-Rechnern mit MS-Office 2007, die nur mit einem Crosskabel vernetzt sind.
Gruß Jürgen Am 06.11.2014 um 10:49 schrieb "Christoph Gölz": > Liebe Listen-Leserinnen und -leser, > > vor einiger Zeit haben wir (Gymnasium, ca 730 SuS) das pädagogische > Netz komplett auf ubuntuclients umgestellt. > Wie in einem früheren Thread berichtet, kommen die SuS meist gut > zurecht, die Kollegen weniger. > Hauptproblem scheint die mangelnde Kompatibilität mit > MS-Office-Dateien zu sein - trotz der Installation von SoftmakerOffice > gibt es hier viele Probleme. Natürlich empfehlen wir allen Kollegen > dringend, auf OpenOffice-Formate umzusteigen, aber ich kann schon > verstehen, dass dies einigen Kollegen nach 20 Jahren Arbeit in der > Microsoft-Welt schwer fällt. Also ich fand die Wechsel von Office 2003 zu 2007 und von 2007 zu 2010 "schlimmer" ... Das eigentliche Problem ist nicht die Office-Version, sondern es sind die ungeschickte Verankerung von eingefügten Objekten und Strukturierungen, welche die Formatierung des Dokuments von der verwendeten Schriftart abhängig machen! Dies kann auch diejenigen treffen, die Dokumente zwischen Mac und Windows oder zwischen XP/Office 2003 und Vista/Office2007 hin und her portieren. > > Deshalb überlegen wir, in einem Lehrerarbeitsraum einzelne Rechner > wieder mit Windows zu betreiben. > Den Verwaltungsaufwand möchten wir Netzwerkberater aber möglichst > klein halten. > > Als Alternativen kommen infrage: > > 1. Reaktivieren der noch vorhandenen XP-Installation. > 2. Installation von Windows 7 an einzelnen Clients ohne Einbindung ins > LINBO-System. > > zu 1. Null Arbeitsaufwand, Linbo-Image ist noch vorhanden und > funktioniert, eventuell müssten neue Drucker nachinstalliert werden. > Aber sollte man XP überhaupt noch verwenden? > Seht ihr z.B. Sicherheitsprobleme? Wenn die Maschine keinen Zugang zum Netzwerk hat, beschränkt sich das Risiko auf die USB-Sticks mit denen Viren übertragen werden könnten. Aber KollegInnen überprüfen ihren Heimrechner als erfahrenen Windows-Benutzer sicherlich gewissenhaft ;-) Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, nur wegen MS Office auf Windows 7 aufzurüsten. Die meisten Virenscanner laufen noch auf XP und viele werden es über das Jahr 2016 hinaus tun. Wenn der Virenscanner keine zusätzlichen Kosten verursachen soll, ist clamwin vielleicht eine Alternative - auch wenn die Bewertungen in der Vergangenheit und aktuell auseinander gehen. Den gesunden Menschenverstand kann sowieso kein Virenscanner ersetzen ... http://www.heise.de/download/clamwin-antivirus-1118711.html Wenn Du XP mit linbo schützt, sieht die Sache noch entspannter aus. Dann stellt sich sogar die Frage ob mit Netzwerk (und aktualisierten Virensignaturen, jedoch ohne freisgeschaltetes Internet, nicht doch sicherer ist als "offline". > zu 2. Wir betreiben W7 im Verwaltungsnetz ohne Restauration (Windows > Server). Das funktioniert eigentlich ganz gut. Aber was passiert, wenn > ein PC von vielen verschiedenen Benutzern verwendet wird? Wenig, wenn er kein Gedächtnis hat. Bei uns in HH wäre so ein "Bastelrechner" im Verwaltungsnetzwerk jedoch überhaupt nicht zugelassen. > > Eine Installation von Windows 7 mit Einbindung ins LINBO-System haben > wir vor gut 2 Jahren probiert und nicht geschafft. Wir haben zwar > einige Lizenzen, aber keine voraktivierte Hardware. Wahrscheinlich > bräuchten wir also einen KMS-Server. ... und mindestens 25 Rechner mit Windows 7, damit dieser funktioniert. Für Deinen Anwendungsfall also keine Lösung. Bliebe Dir nur, den MAK von Hand auf jedem Rechner zu aktivieren. Passte nicht gut mit einem Imaging Tool zusammen, welches hierfür keinen Mechanismus implementiert. In diesem Fall würdest Du sicher öfter mit dem Microsoft Service telefonieren ;-) > Diesen Aufwand wollen wir Netzwerkberater uns angesichts unserer guten > Erfahrungen mit ubuntu nicht antun. Eben! Die in der Schule schwer handhabbare Aktivierung war für die meisten von uns neben den Kosten das wichtigste Motiv, von XP zu Ubuntu zu migrieren. > > Vielen Dank für Eure Einschätzungen! > > Viele Grüße > Christoph > > > _______________________________________________ > linuxmuster-user mailing list > [email protected] > https://mail.lehrerpost.de/mailman/listinfo/linuxmuster-user
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