Hallo Stefan, > ich denke mittelfristig über einen Umstieg auf linuxmuster.net nach und > hierbei zur Zeit besonders über die Softwareverteilung. Hierzu hätte ich > einige grundsätzliche Fragen. > > Ich weiß, dass hier v.a. limbo-Imaging betrieben wird. Damit habe ich > nicht viel Erfahrung. > - Was sind denn die Hauptgründe, die für das Imaging sprechen?
da gibt es etliche. 1) man muß Software zum Installieren nicht Paketieren, man kann also alles installieren. Einziges Problem wäre gegebenenfalls eine individuelle Aktivierung 2) Viren: durch ein sync bei jedem Start stellt man sicher, dass die Arbeitsumgebung Virenfrei ist. Ich verwende auf den Clients keine Virenscanner: die Erfahrung zeigt, dass diese doch recht wenig helfen. Wichtiger ist ein Abschalten des Autostarts von USB Medien. 3) durch den sync kann man einen offenen Client fahren: man muss sich keine Gedanken darüber machen, wie man das Windows vernagelt, damit niemand was kaputt macht. Vor allem Informatiklehrer profitieren von dieser Philosophie. Man kann sogar alle Nutzer zu Administratoren auf dem Client machen. Das bietet zwar zusätzliche Angriffsmöglichkeiten auf das Netz, aber bisher habe ich keine schlechten Erfahrungen damit gemacht. 4) Vor allem bekommt man durch den Sync eine Verlässlichkeit des Unterrichtsmediums. Meine Kollegen sind einfach gewöhnt, dass im Computerraum alle Clients am Dienstag genau das machen, was sie schon am Montag gemacht haben. 5) die Verlässlichkeit hat auch Vorteile für den Admin: weniger Wartungsaufwand: beschädigte Clients werden von selbst geheilt und: sollte ein CLient auch nach einem neu+start nicht funktionieren, so weiß ich, dass Festplatte oder Speicher defekt sind. Alles Dinge, ohne die ich mir mein Netz nicht vorstellen kann. Nachteile des Imaging sind: 1) man kann nicht so einfach individuell Software verteilen (hab ich bisher nicht gebraucht) 2) eine Hardwareunabhängigkeit ist mit Windows etwas schwerer zu erzielen. Man favorisiert also "gleiche Clients". > - Braucht man dabei für jede Client-Hardwareklasse ein eignes Image - > und wenn ja, ist das nicht viel Arbeit, die 5 bis 10 Images parallel zu > pflegen? Eigentlich braucht man das, aber man kann ein Image auch auf verschiedener Hardware laufen lassen. Das ist etwas tricky, funktioniert aber meist am Ende doch. Aber: selbst wenn man 5 Images pflegen muß: hat man die Images erst mal erstellt (was viel Arbeit ist) so ist der Aufwand relativ klein. Man macht 2 oder 3 Images im Jahr (so mach ich das). Wegen des Imagings benötigt man ja z.B. auch nicht jede 3 WOchen ein neuen Firefox. > - Wie bekomme ich am schnellsten heraus, ob meine Hardwareklassen mit > linuxmuster.net-Imaging überhaupt funktionieren? .. ich kenne eigentlich keine Hardware die incht funktioniert. Vielleicht braucht linbo einen reboot: das mache ich aber in meiner Schule seit Jahren: schlimm ist das nciht. Die Bootdauer ist dadurch 15 Sekunden länger. Willst du es verlässlich herausfinden, dann nimm einen alten Rechner Zuhause (mein Testserver Zuhause ist ein Athlon X2 mit 2,4 GHz und 4 GB Speicher und einer einzelnen 640GB Platte), spiel die lml 6.1 auf (am Besten gleich KVM virtualisiert) und teste deine Clients. Du kannst wahrscheinlich sogar vorhandene Installationen clonen. > > OPSI ist hier ja in der Testphase. Ich habe mich ein wenig mit OPSI > vertraut gemacht. Damit wäre die Installation von Betriebssystemen z.B. > Win7pro möglich - und das nicht als Imaging, sondern als "normale" > Installation, da im OPSI-Paket die Installationsdateien hinterlegt > werden müssen. > - Kann man Betriebssystemverteilung mittels OPSI optional zum > limbo-Imaging einsetzen, oder muss man sich entscheiden (wegen den > Serverdiensten beim Bootvorgang der Clients)? das kann man wählen, aber ich rate von der Betriebsysteminstallation mit OPSI ab, weil sie einfach unglaublich lange dauert. Man macht das eher so: man bespielt einen Client mit OPSI und versorgt ihn mit weiterer Software, dann erstellt man mit linbo ein Image. Will man das Image aktualisieren, bootet man einen Clietn der HWK und schiebt die Software per OPSI nach: dann erstellt man wieder ein Image. Ein großer Vorteil zu "ich setz mich an den Client und installiere die Software" sehe ich nicht. Man sieht in OPSI halt gleich, welche Software upgedatet werden kann. Man könnte linbo und OPSI auch weiter "verzahnen". z.B. könnte man ein Image mit linbo verteilen udn nach jedem Boot schiebt OPSI auf den Lehrerrechner oder die in der Biologie zusätzliche Pakete... ich installier halt überall alles. Software die nicht in einer Schullizenz angeschafft wird, gibt es ebi mir nicht. Ich habe mich gerade eine Woche lang mit OPSI auseinander gesetzt .. da tut einem das Hirn schon weh.. aber mein Hirn ist auch einfach nicht auf Paketierte Software getrimmt .. Viele Grüße Holger -- Mein öffentlicher PGP-key ist hier hinterlegt: pool.sks-keyservers.net _______________________________________________ linuxmuster-user mailing list [email protected] https://mail.lehrerpost.de/mailman/listinfo/linuxmuster-user
