Hallo Tobias, (...]
Gruß Jürgen Am 30.01.2015 um 22:13 schrieb "T. Küchel": > Hallo Jürgen, hallo Jesko, > > Die andere Seite der Medaille ist, jemanden zu überzeugen, der schon > überzeugt ist: > "Die Kollegen können nicht richtig arbeiten. Warum haben wir kein > Microsoft Office? Wenigstens die Präsentationslaptops sollten > Win+Office haben. DVAs können nicht bearbeitet werden." > > linuxmuster.net wird gar nicht in Frage gestellt - das kann ich schon > mal sagen. Ich versuch mich mal reinzuversetzen... [meine Kommentare] > > Am 30.01.2015 um 16:42 schrieb Juergen Engeland: >> Hallo Jesko, >> >> über eine solche Rechnung hat sich HULC bei uns auch durchgesetzt. >> >> - keine Lizenzkosten, auch in absehbarer Zukunft nicht > schön, aber wir brauchen MS Office, das zahlen wir gern. Wir nicht. Wenn Ihr es braucht, kauft es privat für Euren Rechner. Es gibt kein Recht auf MS Office. >> - minimaler Wartungsaufwand dank linbo > ok, um so besser. >> - keine Probleme mit der Aktivierung aktueller Microsoft-Produkte > ok, dann ist MS Office ja ok, um so besser Hä? >> - geringe Hardwareanforderungen > aja, gut, das wird bei win7+Office2013 schwierig >> - Freie Software in Unterricht, die sowohl für Linux als auch für >> Windows und meistens auch Mac verfügbar ist! > aber die Kollegen haben nun mal MS Office daheim! Manche leisten es sich widersinniger Weise sogar auf einem Mac. Privatsache. Wir zwingen mit LibreOffice niemandem etwas auf, was auf dem heimischen Rechner Kosten oder Ärger verursachen würde. Die Gegenseite würde uns dagegen beides reichlich bescheren. Außerdem kann man auch mit MS Office >= 2007 mit LibreOffice, OpenOffice, Softmaker Office ... kompatible Dokumente erzeugen, wenn man nicht planlos mit proprietären Schriftarten, Formatierungen ... hantiert. Die anderen genannten Produkte kann man zum Testen sogar schadlos parallel auf seinem Rechner vorhalten. >> - Weiternutzung aller vorhandenen Lernsoftware im leoclient mit WinXP >> und den vorhandenen Lizenzen > MS Office 2013 wird nicht mit WinXP gehen [sagt MS, habs nicht probiert] Soll es auch gar nicht! Der leoclient ist nicht für Anwendungen gedacht, für die es in Linux vollwertige Alternativen gibt. > > >> >> Mit Windows 7 inklusive vorgeschriebenen Virenschutz wären zurzeit nur >> ca. ein Viertel unserer über 100 Rechner sinnvoll zu betreiben. > Ok. Aber die Präsentationslaptops wenigstens. Die Schüler müssen doch > mit ihren Powerpoints zurecht kommen! Es darf da nicht jedes mal Ärger > geben... In einer pluralistischen Gesellschaft sollten die SchülerInnen lernen (und die KollegInnen akzeptieren), dass M$ nicht die Weltherrschaft errungen hat, sondern dass es auch andere Lösungen und Anbieter gibt. Sie haben bis zum Abitur genügend Zeit, sich mit den Bedingungen im Prüfungsraum vertraut zu machen. Es geht auch darum, proprietäre Elemente als Marketing-Instrumente zu erkennen, und sich bewusst zu entscheiden - nicht gezwungenermaßen. Noch einmal: Es gibt kein Recht auf Microsoft-Produkte - und demzufolge für uns auch keine Pflicht, diese vorzuhalten. Das Argument mit der Weltherrschaft oder Diktatur kann man nicht umkehren. Es liegt in der Freiheit des Kostenstellenverantwortlichen, welches Betriebssystem und welche Anwendungssoftware er in seinem Verantwortungsbereich anbietet. > > [Tatsächlich bediene ich alle Laptops auch mit leoclient + MS Office > 2007, ich befürchte aber auch Ärger nur wegen der Schriftarten und des > Dokumentenstandards] Darauf würde ich mich nicht einlassen, auch wenn es technisch machbar wäre. Office 2007 nützt für mit PowerPoint 2010 erstellte Präsentationen auch nicht wirklich. In unserem leoclient sind deshalb der PowerPointViewer 2010 und der WordViewer 2003 inklusive CompatibilityPack installiert. > > >> Mit HULC kommen wir zurzeit mit EINEM Image für unseren Hardwarezoo aus. >> Gespendete Rechner lassen sich problemlos mit denen aus der >> Ausschreibung mischen. >> Die Mindestanforderungen sind ein 64-bit-Prozessor (z. B. P4 >= 3GHz >> oder AMD Sempron) und 1 GB RAM. >> Diese Anforderungen erfüllen auch über 10 Jahre alte Rechner meist noch. >> >> Und wenn's den Lobbyisten aus der Wirtschaft noch so nicht passt: >> Es hat etwas mit "sozialer Barrierefreiheit" zu tun! Und natürlich mit >> Nachhaltigkeit. > > Das ist ein edles Ansinnen, aber wer stellt sich schon auf Libreoffice > um, bloß weil es sozialer ist? > Und überspitzt gesagt: Auf Android läuft "Ihr" Libreoffice auch nicht! Aber Softmaker Office - und das kostenlos! > Im Übrigen ist Office 365 auch für jeden Schüler zu haben - warum > sollte Libreoffice "sozialer" sein? Die Nutzung von Daten in der Cloud ist in der Schule fragwürdig. Außerdem setzt Office 365 voraus, dass die SchülerInnen zu Hause einen Internetzugang haben. > > >> Einen so bestückten Rechner kann ich einer sozial benachteiligten >> SchülerIn auch einmal schenken. > [gute Idee - das Argument kannte ich noch nicht] >> Es gibt ja genug Menschen, die sich alle drei Jahre einen aktuellen >> Gamer-Boliden gönnen ... >> >> Mein Chef hat bei 25 Tonnen sofort "stop" gerufen. >> Was man nicht tun sollte: >> Leute, die sich selbst möglichst wenig bewegen wollen, über das Geld von >> anderen abstimmen lassen ... >> >> Was der Akzeptanz auch hilft: Eine handlungorientierte Fortbildung für >> die KollegInnen, bei der man sie ein paar einfache Dinge tun lässt, die >> man in Windows oder OS X auch, aber ganz so einfach wie in Linux tun >> könnte ;-) > > [hab ich bisher nicht im Programm, ist schon als Ticket angelegt. Ich > frage mich allerdings, wann ich mehr Kohle fordere...] > >> Übrigens erfreute sich KDE bereits vor der Fortbildung deutlich besserer >> Akzeptanz als die Vorgänger XFCE oder MATE. > > [Da ihr scheinbar hervorragende Arbeit mit HULC leistet und das so > super (in letztem Jahr fällt mir das jedenfalls auf) in die Community > einbringt, sollte ich fairerweise nicht nur das defaultcloop sondern > auch HULC testen.] Das wäre echt super. Du wirst Deine Freude daran haben ;-) Und wir auch, denn alles, was das defaultcloop kann, haben wir sicherlich noch nicht übernommen. > > > Vielen Dank für die Rückmeldung. > Ihr seht, ich versuche mich in Aristotelischer Dialektik um möglichst > gut gegen einen Überfall des netten Kollegen von links wehren zu > können, der mir ein nicht funktionierendes pptx zeigt. Vielleicht > hilft es ja auch anderen. > > Noch zwei zusätzliche Punkte: > > Den Dokumentenstandard festzulegen (Abstimmung GLK oder von oben) auf > z.B. .doc oder .odt, (bloß nicht auf .docx) halte ich für nahezu > ebenso wichtig wie eine sinnvolle pädagogische Meinung zum Thema > Software + Lizenzen. Außer mir scheint das keiner (in meiner > unmittelbaren umgebung) sehen zu wollen, die Hälfte des Ärgers von dem > kleinen "x" herrührt. Mit dem x kommen LibreOffice und Softmaker Office inzwischen recht gut klar. Was rechtlich gar nicht klappen darf, ist das Darstellen proprietärer Schriftarten! Viel wichtiger wäre es, sich auf ein "Corporate Design" zu verständigen, welches ausschließlich aus frei verfügbaren Elementen besteht. Manch verschobene Formatierung bekommt man übrigens in den Griff, wenn man an der notwendigen Ersetzung propritärer Schriftarten durch geeignete freie dreht. Unsere Formulare basieren dummerweise auf Tahoma. Dafür ist > > Ich will den Kollegen auch nicht ins Handwerk pfuschen: "Jeder nach > seiner Facon", nur solange es mir nicht auf die Leberwerte geht. Ich > kann nur nahelegen Libreoffice zu installieren. Wir überlegen gerade, > ob wir ein Schul-Linuxclient als Live-USB-Stick herausgeben können - > es wäre das Killerfeature für linuxmuster.net, würde die > truecrypt-geschichte mit derselben Klappe schlagen. > Schade dass ich es jetzt ausgeplaudert habe - denn hier kann sich > jeder ne goldene Nase verdienen. Ich fände einen HULC-on-a-stick klasse, Das Rennen ist gelaufen. HULC ist ein Live-USB-Stick! Du kannst ihn (wie fast jedes Ubuntu-Derivat) installieren, musst es aber nicht ;-) > ebenso wie einen defaultcloop-on-a-stick. > Wer hat so einen am Laufen? > > > Grüße, Tobias > > > > > > _______________________________________________ > linuxmuster-user mailing list > [email protected] > https://mail.lehrerpost.de/mailman/listinfo/linuxmuster-user > _______________________________________________ linuxmuster-user mailing list [email protected] https://mail.lehrerpost.de/mailman/listinfo/linuxmuster-user
