Hallo Stefan,

> neben allen anderen Aspekten, die hier schon angesprochen wurden, fällt
> mir noch ein möglicher "Angriff" ein. Das habe ich vor ein paar Jahren
> mal mit meiner PC-AG umgesetzt:
> Ein Nutzer kann sich mit seinem Laptop recht einfach selbst als AP
> ausgeben. (AP Spoofing) Wenn er z.B. mittels 'iwconfig wlan0 txpower 27'
> die Sendeleistung seines WLAN - Adapters auf Maximum setzt, ist die
> Chance recht hoch, dass er von den Clients als AP ausgewählt wird.
> 
> Wenn er gleichzeitig eine eigene Verbindung zum echten AP offen hält,
> ist das eine für den Nutzer kaum zu bemerkende mitm . Attacke.
> Werden jetzt Eingaben im Klartext übertragen (Logininformationen zum
> Coova) bekommt man die auf dem "fake AP" frei Haus.
> 
> Alle höheren Sicherheitsvorkehrungen wie z.B. WPA2 uns Session-Keys sind
> in diesem Szenario hinfällig - die schützen quasi den Verkehr zwischen
> User und "fake AP". 8Und dann wieder vom fake AP zum echten AP.
> 
> SSL bringt hier erfahrungsgemäß aber nur wenig mehr Sicherheit:
> Damit der fake AP die SSL - gesicherten Datenpakete zwischen User und
> Coova "auspacken" kann, stellt er sich selbst ein Zertifikat aus. damit
> verschlüsselt er den Verkehr zwischen sich und dem User. Der User erhält
> hier zwar die bekannte Meldung des Browsers, dass dem Zertifikat nicht
> vertraut werden kann - die meisten User klicken hier aber einfach auf
> "trotzdem verbinden" (oder dem jeweiligen Äquivalent des genutzen Browser).
> Ähnliches gilt beim ARP Spoofing.

das ist alles korrekt und zeigt wie wichtig es ist, dass wir
selbstsignierte Zertifikate durch "richtige" ersetzen: dann haben die
Schüler es wenigstens nicht von uns gelernt, die Meldung leicht zu nehmen..
Eigentlich könnte es ihnen an der Stelle schon auffallen: da die Meldung
bei ihnen ja nicht mehr kam, nachdem sie sie einmal akzeptiert hatten:
und jetzt ist sie wieder da..

VIele Grüße

Holger
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