Liebe Liste,

ich habe Fragen zum ferngesteuerten Starten von Linux-Cloop-Clients per 
WakeOnLan mit dem linbo-remote-Skript.

A) Situation, wie sie bisher war:

Bislang hatte ich Ubuntu 12.04-Clients (Standard-cloop) und den Linuxmuster 
6.1-Server.
Die Clients habe ich mit einem Befehl der folgenden Art per Fernwartung 
gestartet bzw. repariert:

Reparatur-Aufruf:
linbo-remote -i 10.16.202.1 -w 45 -c 
partition,format,initcache,sync:1,sync:2,start:1

Start-Aufruf (inklusive lokaler Reparatur aber ohne den Cache zu erneuern):
linbo-remote -i 10.16.202.1 - w 45 -c partition, 
format:1,format:2,sync:1,sync:2,start:1

Der Reparatur-Aufruf erfolgte einmal am Ende der Woche und der Start-Aufruf 
jeden morgen zu einer vordefinierten Zeit jeweils per cronjob.
Das Ergebnis der cronjobs lasse ich mir per Mail schicken, wobei ich einfach 
nach „OK“ filtere.

Außerdem hatte ich in der start.conf.ubuntu1204 den Autostart auf YES gestellt.

Auf diese Weise waren die Clients jeden morgen frisch restauriert angeschaltet 
und ich habe per Mail die Info bekommen,
wo es geklappt hat oder auch wo es nicht geklappt hat.
Rechner, die darüber hinaus per Hand gestartet wurden, fuhren automatisch hoch,
ohne dass man in linbo etwas auswählen musste.

*********************************************************************
B) Situation, wie sie nun ist:

Zur Zeit habe ich einige Clients durch das 16.04-xenial-cloop ersetzt und den 
Server auf Version 6.2 gebracht.

Seither erhalte ich mit den obigen Skripten kein „OK“ mehr (egal ob Ubuntu12.04 
oder Ubuntu 16.04) sondern „Not online, host skipped“.
Die Rechner erhalten nach wie vor das WakeOnLAN-Signal und starten Linbo.
Jedoch werden die weiteren Befehle danach nicht mehr abgearbeitet.

Nach längerem systematischen Ausprobieren und Suchen im Internet habe ich 
Folgendes herausgefunden:

1) Die Fehlermeldung „Not online, host skipped“ entsteht anscheinend dann, wenn 
linbo noch nicht vollständig gestartet wurde,
bevor die Befehle partition,format,initcache,sync:1,sync:2,start:1 usw. 
aufgerufen werden.

2) Daraufhin habe ich statt des Parameters c den Parameter p in der Annahme 
verwendet, dass die Befehle dann ihr Ziel erreichen,
was aber nicht der Fall war. Also habe ich den Parameter wieder auf „-c“ zurück 
geändert.

3) Danach habe ich die Wartezeit nach dem WakeOnLan-Aufruf (-w 45) so lange 
geändert, bis es mal klappte.
Statt dem Wert 45 musste ich nun 90 nehmen. Aber auch jetzt klappte es nur 
manchmal, bis ich schließlich gemerkt habe,
dass der Wert manchmal zu gross (statt zu klein) ist, da dann bereits über den 
Autostart das Linux-System gestartet wird
so dass die linbo-Befehle (dieses Mal aus anderem Grund) ihr Ziel nicht 
erreichen.

4) Also habe ich auf den Autostart=YES verzichtet und den Parameter auf NO 
gesetzt, damit die Befehle wirklich in Linbo ankommen.

Nun sind die Rechner, die seit dem Update auf 6.2 bereits einmal gestartet 
wurden, wieder per Fernwartung startbar.
Für die anderen ist die Wartezeit (90) derzeit noch immer zu klein. Sie müssen 
halt einmal gestartet werden,
damit sich linbo aktualisiert.

*********************************************************************

Jetzt meine Fragen:

1. Wie kann ich (möglichst einfach) wieder in der start.conf.ubuntu1204 den 
Autostart auf YES setzen,
ohne dass anschließlich der Start per linbo-remote-Aufruf nicht mehr geht?
Kann ein Start per linbo-remote vielleicht über ein Flag gegenüber dem 
Autostart höher priorisiert werden?

2. Der gesamte Startvorgang der Clients hat sich mittlerweile deutlich 
verlängert.
Das ist zwar nicht schlimm aber in der Summe gesehen auch nicht schön.
Geht das irgendwie kürzer? Hilft hier der Parameter „-p“ irgendwie weiter?

3. Welche Wartezeiten (-w Parameter) verwendet ihr? Ist der Wert 90 „normal“?

4. Mir ist die Nummerierung bei den linbo-Parametern leider nicht 100%ig klar:
a) format:1     => Bedeutet das, dass die Partition sda1 formatiert wird oder 
dass die Partition mit dem Betriebssystem 1 formatiert wird?
b) start:1              => Laut Erklärung wird dadurch das erste Betriebssystem 
gestartet. Was ist damit gemeint? Ist das erste Betriebssystem das,
welches in der start.conf-Datei bezogen auf die Zeilennummerierung als erstes 
drinsteht?
Oder ist es das, welches bezogen auf die Partitionen weiter vorne, also z.B. 
auf sda1 liegt?
c) sync:1               => Wird dadurch das erste Betriebssystem gesynct (wobei 
„das erste“ WAS bedeutet?) oder wird dadurch die erste Partition gesynct?
(Falls Letzteres der Fall ist: Sind die Partitionsnummern gemeint oder werden 
nur Betriebssystem-Partitionen gezählt?)

Schönen Gruß,

Sebastian


Attachment: signature.asc
Description: Message signed with OpenPGP using GPGMail

_______________________________________________
linuxmuster-user mailing list
[email protected]
https://mail.lehrerpost.de/mailman/listinfo/linuxmuster-user

Antwort per Email an