Lieber Guido,

ich finde seltsam, dass da Konfigurationsdateien von 10.16.1.254 geladen
werden sollen.
Soweit ich die linuxmuster.net verstehe, ist das völlig daneben, die
boot-files kommen alle vom Server, der ipfire hat hier nichts verloren.

Nun ist das Problem das folgende:

Bei mir tut linbo-boot im Rechnerraum aufgrund einer miesen Verkabelung
nur, wenn ich dhcpretry sehr hoch setze (bei mir 20).
ABER: Dieser Wert kann bislang nicht defaultmäßig angegeben werden. Früher
hat man den Wert einfach in die /var/linbo/pxelinux.cfg/default gesetzt -
das geht nicht mehr !

1. Daher habe ich alle neuen Rechner per Hand in die start.conf eingetragen
(einfach eine Zeile als Vorlage genommen, IP gesetzt, MAC abgelesen, (z.B.
zu Beginn, wenn der PXE-Boot startet oder aus dem BIOS oder aus Linbo,
notfalls mit Konsole , dann ifconfig).
2. Dann habe ich eine passende start.conf erstellt (kopiert) und dort als
KernelOptions=dhcpretry=20 eingetragen.
3. Dann import_workstations aufgerufen.

Hierbei wird nun eine neue Bootkonfiguration abgelegt, und zwar unter:
/var/linbo/boot/grub/<Gruppenname>.cfg
Dort sind die Kerneloptions auch endlich eingetragen, als z.B. dhcpretry=20
- an passender Stelle ! (NACHPRÜFEN !)

4. Jetzt stellst Du in der start.conf autinitcache, autopartition usw. auf
yes und bootest nochmal: Jetzt müsste auch bei lahmen Netz das neue linbo
auf der Platte landen und seinen Dienst (Partitionieren, Initialisieren des
Caches usw.) tun.


Versuchs doch mal so !

Viel Erfolg,
Christoph




Am 12. September 2016 um 16:36 schrieb Guido Bähr <[email protected]>:

> Hallo Holger,
>
> ich bin echt verzweifelt. Die Probleme exisiteren weiterhin wie
> beschrieben. Es ist eine reine Lotterie. Manchmal klappt’s, manchmal nicht.
> An einen regulären Betrieb ist nicht zu denken.
>
> > Artur und ich haben in den letzen Tagen auf 6.2 geupgraded. Nun haben
> wir ein Problem beim Ausrollen mit linbo (wie bekomme ich die Version
> nochmal raus?):
> >>
> >> 1. Die unpartitionierten Rechner bekommen ihre korrekte IP per DHCP.
> Danach kommt kurz das linbo GUI, um dann sofort wieder in eine Art
> Konsolenmodus zu gehen (wohl normal).
> >>
> >> 2. Wenn dann dort nach der passenden IP für eth0 gesucht wird, kommt es
> häufig vor, dass eine IP aus dem freien IP-Bereich „gefunden“ wird und
> danach erfolglos versucht wird, die Konfigurationsdatei von 10.16.1.254
> (Ipfire)  zu laden.
> >>
> >> 3. Die Maschine hängt. Mehrmaliges Ein-/Ausschalten won Hand (im
> Schnitt zwei Mal) liefert dann die richtige IP bei 2. und es geht weiter
> ins GUI. Allerdings wird da seltsamerweise der korrekte Rechnername, aber
> bei IP und MAC jeweils OFFLINE angezeigt.
> >>
> >> Ich möchte 10 Naturwissenschaftsräume ausrollen und würde das gerne von
> zu Hause aus tun. :-)
> >>
> >> Würde es helfen, eine Konfigurationsdatei (welche?) für Schritt 2 auf
> dem Ipfire (wo?) zu deponieren?
> >
> > das klingt für mich danach, dass euer Netz lagged.
> > Setz mal dhcpretry =10
>
> Habe ich gemacht nach deiner Beschreibung, leider keine Besserung
>
> Wir haben linbo 2.3.9 laut GUI, im (ich nenne es mal) shell-Linbo steht
> „starting version 229“?
>
> > Auf lange sicht würde ich aber mal schauen, weswegen dein Netzwerk so
> > lahm ist.
> > Lange Kaskaden?
> > Depperter Switch?
> > Manchmal hilft es die Switches für 5 Minuten stromlos zu machen und dann
> > wieder ein zu stecken.
>
> Letztes Jahr lief alles ohne Probleme dieser Art (im August noch unter
> Linuxmuster 6.0 mit alten und neuen Clients), daher würde ich es jetzt
> nicht auf unser Netz schieben wollen. Die Switches waren alle stromlos.
> Eine Firma hat hier die letzten Tage die Schutzleiter getestet und einfach
> alles rausgerupft. :-D
>
> Ich schicke euch mal die start.conf (s.u.), vielleicht findet ihr was...
>
> Viele Grüße
> Guido
>
> —— start.conf ——
>
> # LINBO start.conf, Beispiel fuer Ubuntu
> # Ubuntu auf Partition 1
> # Cache auf Partition 2
> # Swap auf Partition 3
> # Daten auf Partition 4
> # Festplatte ab 150GB
>
> [LINBO]                             # Start der globalen Konfiguration
> SystemType = bios  #orig
> #SystemType = bios64 #test
> KernelOptions = dhcpretry=10 autostart=0
> Cache = /dev/sda4                   # lokale Cache Partition
> Server = 10.16.1.1                  # IP des TFTP-Servers, der Images
> vorhaelt
> Group = ubuntu
> RootTimeout = 600                   # automatischer Rootlogout nach 600
> Sek.
> AutoPartition = no                  # keine automatische
> Partitionsreparatur beim LINBO-Start
> AutoFormat = no                     # kein automatisches Formatieren aller
> Partitionen beim LINBO-Start
> AutoInitCache = no                  # kein automatisches Bef?llen des
> Caches beim LINBO-Start
> DownloadType = torrent              # Image-Download per
> torrent|multicast|rsync, default ist rsync
> BackgroundFontColor = white         # Bildschirmschriftfarbe (default:
> white)
> ConsoleFontColorStdout = white      # Konsolenschriftfarbe (default: white)
> ConsoleFontColorStderr = red     # Konsolenschriftfarbe f?r
> Fehler-/Warnmeldungen (default: red)
>
> [Partition]              # Start einer Partitionsdefinition fuer ein
> Betriebssystem (Ubuntu)
> Dev = /dev/sda1          # Device-Name der Partition (sda1 = erste
> Partition auf erster Platte)
> #Size = 10000000          # Partitionsgroesse in kB (Bsp.: ca. 10G)
> Size = 14680064          # Partitionsgroesse in kB (Bsp.: ca. 10G)
> Id = 83                  # Partitionstyp (83 = Linux, 82 = swap, c =
> FAT32, 7 = NTFS, ...)
> FSType = ext4            # Dateisystem ext4
> Bootable = no            # Bootable-Flag
>
> [Partition]              # Start einer Partitionsdefinition, Cachepartition
> Dev = /dev/sda2          # Device-Name der Partition (sda2 = zweite
> Partition auf erster Platte)
> #Size = 10000000          # Partitionsgroesse 8388608 kB (Bsp.: ca. 10G)
> Size = 14680064          # Partitionsgroesse in kB (Bsp.: ca. 10G)
> Id = 83                  # Partitionstyp (83 = Linux, 82 = swap, c =
> FAT32, 7 = NTFS, ...)
> FSType = ext4            # Dateisystem ext4
> Bootable = no            # Bootable-Flag
>
>
> [Partition]              # Start einer Partitionsdefinition, Cachepartition
> Dev = /dev/sda3          # Device-Name der Partition (sda2 = zweite
> Partition auf erster Platte)
> Size = 8G                  # Partitionsgroesse 8388608 kB (Bsp.: ca. 10G)
> Id = 82                  # Partitionstyp (83 = Linux, 82 = swap, c =
> FAT32, 7 = NTFS, ...)
> FSType = swap            # Dateisystem ext4
> Bootable = no            # Bootable-Flag
>
> [Partition]
> Dev = /dev/sda4
> Size =
> Id = 83
> FSType = ext4
> Bootable = no
>
>
> # [Partition]              # Definition der Swap-Partition
> # Dev = /dev/sda5          # Device-Name der Partition (sda3 = dritte
> Partition auf erster Platte)
> # Size = 8000000           # Partitionsgroesse in kB (Bsp.: ca. 8G)
> # Id = 82                  # Partitionstyp (83 = Linux, 82 = swap, c =
> FAT32, ...)
> # FSType = swap            # Dateisystem swap
> # Bootable = no            # Bootable-Flag
>
>
> [OS]
> Name = ubuntu 16.04 (v1)
> Version =                           # Version (optional)
> Description =
> IconName = ubuntu.png               # Icon für die Startseite, muss unter
> /var/linbo/icons abgelegt sein
> #Image =  ubuntu.rsync              # Dateiname des differentiellen Images
> (Erweiterung .rsync)
> Image =                             # erst eintragen, wenn es erzeugt
> werden soll
> BaseImage = xenial-testing.cloop     #Dateiname des Basisimages
> (Erweiterung .cloop)
> Boot = /dev/sda1                    # Partition, die Kernel & Initrd
> enthaelt
> Root = /dev/sda1                    # Rootpartition, in die das BS
> installiert ist
> Kernel = vmlinuz                    # Relativer Pfad zum Kernel
> Initrd = initrd.img                 # Relativer Pfad zur Initrd
> Append = ro splash                  # Kernel-Append-Parameter, ggf.
> anpassen
> StartEnabled = yes                  # "Start"-Button anzeigen
> SyncEnabled = yes                   # "Sync+Start"-Button anzeigen
> NewEnabled = yes                    # "Neu+Start"-Button anzeigen
> Hidden = yes                        # verstecke OS-Reiter
> Autostart = yes                     # automatischer synchronisierter Start
> dieses Betriebssystems: yes|no
> DefaultAction = sync                # DefaultAction bei Autostart:
> start|sync|new
> AutostartTimeout = 10               # Timeout in Sekunden für
> Benutzerabbruch bei Autostart
>
> [OS]
> Name = ubuntu 12.04 (v10 inf)
> #Name = test
> Version =                           # Version (optional)
> Description = ubuntu 12.04 (v10 inf)
> IconName = ubuntu.png               # Icon für die Startseite, muss unter
> /var/linbo/icons abgelegt sein
> #Image =  ubuntu.rsync              # Dateiname des differentiellen Images
> (Erweiterung .rsync)
> Image =                             # erst eintragen, wenn es erzeugt
> werden soll
> BaseImage = ubuntu1204_zec_v10.cloop     #Dateiname des Basisimages
> (Erweiterung .cloop)
> #BaseImage= ubuntu1404_v1_nvidia.cloop
> Boot = /dev/sda2                    # Partition, die Kernel & Initrd
> enthaelt
> Root = /dev/sda2                    # Rootpartition, in die das BS
> installiert ist
> Kernel = vmlinuz                    # Relativer Pfad zum Kernel
> Initrd = initrd.img                 # Relativer Pfad zur Initrd
> Append = ro splash                  # Kernel-Append-Parameter, ggf.
> anpassen
> StartEnabled = yes                  # "Start"-Button anzeigen
> SyncEnabled = yes                   # "Sync+Start"-Button anzeigen
> NewEnabled = yes                    # "Neu+Start"-Button anzeigen
> Hidden = yes                        # verstecke OS-Reiter
> Autostart = no                     # automatischer synchronisierter Start
> dieses Betriebssystems: yes|no
> DefaultAction = sync               # DefaultAction bei Autostart:
> start|sync|new
> AutostartTimeout = 10               # Timeout in Sekunden für
> Benutzerabbruch bei Autostart
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