hi!

wie es der zufall wollte, war genau zur gleichen 
zeit der armutskonferenz veranstaltung "sichtbar 
machen 3" in graz die netcultureconvention 007

ich konnte daher zwar fahrtkosten sparen aber 
leider nur fallweise vorbeischauen.

fotos dieser ausfüge in die grazer netzkultur sind in meinem fotoalbum

http://www.flickr.com/photos/martinmair

ein kleines aha-erlebnis hatte ich, als ich - 
mich als wiener outend - gefragt wurde, ob ich 
von soance.net sein (der simon und noch ein 
anderer waren offenbar ansonsten auch die 
einzigen aus wien dort)

ein problem der wiener netzkultur ist wohl, diese abschottung nach aussen

weiters wurde dort ziwschen den life gigs play.fm 
gespielt. von den grazern wurde denen gerne 
subventionsgeldern zugestanden, weil play.fm so 
viele nutzer habe (auch wenn ich meinte, dass der 
anteil am kuchen verteilungspolitisch ein bissl 
zu gross geworden wäre ...)

dass eine grosse, auch ausserhalb wiens hoch 
angesehene und genutzte einrichtung bei netznetz 
bandbussen muss, um an geld ranzukommen, das ist 
wohl der eigentliche skandal. denn für die 
gemeinde wien wäre play.fm ein super 
internationales renomierprojekt, an das die 
gemeinde von sich aus schon mit einem 
angemessenen beitrag unterstützen müsste.

und hätt ma die mit viel liebe aufgebauten 
bandbusse gleich ins rathaus geschickt, hätt ma 
vielleicht schon mehr kohle. das geht mir nicht 
ein: wenn zu den wahlen, wo um einen viel zu 
kleinen kuchen, gekämpft wurde, so viele hin 
mobilisiert werden konnten, warum soll das dann 
für eine gemeinsamen kampf um mehr kohle möglich 
sein?

wenn die selbstverwaltung aufgelöst wird, dann 
fahren wir doch mit unseren bandbussen und 
unseren projekten ins rathaus und machen es uns 
dort mit einem happening gemütlich und zeigen 
denen, was so alles los ist und los sein könnte 
in der wiener netzkultur. wäre ein tolles 
medienereignis, wenn da alle hinkommen, das wären 
alle potentielle bandbusse zusammengezählt wohl 
locker mehr als 500 ...

bei so vielen projekten, da wird es nicht an 
kreativen ideen des konstruktiven widerstands 
nicht fehlen

aufstand!

martin
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