anbei ein hinweis bezgl. einer veranstaltung heute abend.
lg
simon
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From: "Monika Mokre" <[EMAIL PROTECTED]>
Date: December 11, 2007 8:38:34 AM GMT+01:00
To: "Monika Mokre" <[EMAIL PROTECTED]>
Subject: FOKUS-Reminder: Heute ab 18 Uhr: 10 Jahre FOKUS:
Diskussion und Fest
10 Jahre FOKUS: Diskussion und Fest
Dienstag, 11.12., ab 18 Uhr
Probleme der Selbstverwaltung aus Sicht der ökonomischen Theorie
am Beispiel des Wiener Fördermodells für Netzkultur (netznetz)
Dienstag, 11.12., 18 Uhr
Seminarraum des IKM, Karlsplatz 2, 1010 Wien
Es diskutieren:
Wolfgang Höchtl, Universität Innsbruck
Manfred Holler, Universität Hamburg
Moderation:
Monika Mokre, FOKUS
10 Jahre FOKUS
Fest mit freiem Buffet
Dienstag, 11.12., ab 20 Uhr 30
Gasthaus Pontoni, Schönbrunner Strasse 77, 1050 Wien
Zum Thema der Diskussion:
Probleme der Selbstverwaltung aus Sicht der ökonomischen Theorie
am Beispiel des Wiener Fördermodells für Netzkultur (netznetz)
Seit 2004 ist in Wien ein heftig umstrittenes Fördermodell für
Netzkultur implementiert (netznetz), im Rahmen dessen die
potenziellen FörderwerberInnen Projektförderungen per Wahlverfahren
selbst vergeben. Jenseits der diversen persönlichen Konflikte, die
sich im Laufe der letzten drei Jahre ergeben haben, wollen wir
grundlegende spieltheoretische Probleme eines solchen Modells
diskutieren.
Die Ausgangssituation ist dabei folgende:
Eine Gruppe von AkteurInnen soll eine kollektive Entscheidung über
die Zuteilung von Ressourcen auf Projekte fällen, von denen mehr
als eines, aber nicht alle implementiert werden können. Die
Mitglieder der Gruppe haben unterschiedliche Präferenzen über die
Projekte, so dass ein Verteilungskonflikt in der kollektiven
Entscheidung auszutragen ist.
Aus der ökonomischen Theorie wissen wir einerseits, dass alle
demokratischen Entscheidungsmechanismen gewissen Limitationen
unterliegen und auch möglicherweise sozial ineffizientes
strategisches Verhalten der TeilnehmerInnen lässt sich nicht
verhindern. Es folgt daraus, dass unterschiedliche
Abstimmungsregeln zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Dazu
gibt es eine umfangreiche theoretische Literatur; die konkreten
Ergebnisse hängen aber immer auch von den jeweiligen
Rahmenbedingungen ab.
Anita Gantner und Wolfgang Höchtl von der Universität Innsbruck
haben die Situation bei netznetz in einem Laborinstrument
nachgestellt. Die Ergebnisse des Experiments werden von Wolfgang
Höchtl präsentiert und von Manfred Holler kommentiert.
Wolfgang Höchtl ist Assistent am Institut für Wirtschaftstheorie
der Universität Innsbruck, Hauptforschungsgebiete angewandte
Spieltheorie und experimentelle Ökonomik.
Manfred Holler ist Professor am Institute of SocioEconomics der
Universität Hamburg und beschäftigt sich u.a. mit Mikroökonomie,
angewandter Spieltheorie und Kulturökonomie. Zahlreiche
Publikationen, u.a. „Einführung in die Spieltheorie“ (gemeinsam mit
Gerhard Illing, sechs Auflagen seit 2001), „Spieltheorie für
Manager. Handbuch für Strategen" (gemeinsam mit Barbara Klose-
Ullmann, zwei Auflagen seit 2005) und Herausgabe der Zeitschrift
„homo oeconomicus“.
Monika Mokre ist Vorsitzende von FOKUS, der Forschungsgesellschaft
für kulturökonomische und kulturpolitische Studien, und
stellvertretende Direktorin des Instituts für europäische
Integrationsforschung der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften. Sie hat das netznetz-Modell seit seiner Entstehung
beobachtet und immer wieder kritisch kommentiert.
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