wie ist das so - mit digital?
>monochrom kennt sich (ziemlich) aus.
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als hier die rolle von monochrom im begruendungszusammenhang von
netznetz.net diskutiert wurde, ein fallbeispiel fuer filzbildungen, wie sie
auch aktuell - wenn auch in voellig anderen dimensionen - die medien
beherrschen (alles, was ich hier zur krise der politik angemerkt habe,
wurde seit 2005 laufend bestaetigt), hat sich der Franz Ablinger hier zur
wort gemeldet und mich darauf hingewiesen, dass es sinngemaess fuer
monochrom-vereinsmitglieder keine sippenhaftung geben darf.
richtig - und mit den klagen gegen mich haben sich ja jene personen von
monochrom selbst geoutet, die tatsaechlich als protagonisten einer
"umgreifenden verhaberung" (Florian Klenk) gelten - der filz:
subventionsantraeger auf der einen seite und diverse personen aus politik
und verwaltung plus den diversen anwaelten, die fuer
bereinigungsgeschichten den parteien zu diensten stehen.
und Franz Ablinger, so meine einschaetzung, ist von den dispositionen
seiner betreffenden beiden kumpane doch eher weniger begeistert.
womit ich mich in aller knappheit dem terminus digital zuwenden kann:
im nervensystem werden signale grundsaetzlich auf zwei verschiedene arten
uebermittelt. und zwar durch die neuronen mit dem ihnen eigenen
alles-oder-nichts-charakter ihrer entladung und durch die aktivitaet der
sog. innersekretorischen druesen, die hormone als informationstraeger in
den blutkreislauf einfuehren. aber diese beiden intraorganismischen
kommunikationsformen - digitale und analoge - existieren nicht einfach so
nebeneinander, sondern ergaenzen und durchdringen einander in oft sehr
komplexer form.
da sieht mensch wieder, dass digital-technische systeme gemessen an
biologischen (und sozialen) systemen schwerst(!) triviale systeme sind.
bemerkenswert ist zu dem thema, dass offensichtlich die elektronik diese
beiden modalitaeten - analog und digital - unabhaengig von der physiologie
entwickelte, wo das laengst bekannt war. Bertalanffy (anfaenge der
systemtheorie) hat n.a. auf basis dieser einsichten die eigene
gesetzmaessigkeit komplexer systeme postuliert, die sich unabhaengig vom
system-typ auf den verschiedenen ebenen (bspw. atomare, molekulare,
zellulare bis hin zur sozialen) nachweisen laesst.
auf einer interdisziplinaeren tagung von wissenschaftlern in den
60er-jahren, die sich fuer rueckkopplungseffekte interessierten, soll der
histologe Bonin als man ihm das schaltschema eines elektronischen
leseautomaten zeigte ausgerufen haben: "aber das ist ja das schema der
dritten schicht der sehrinde."
mal soviel zu digital.
damit wir hier aber nicht unser generalthema aus den augen verlieren: schon
allein unter obigen anmerkungen wird deutlich, welche bescheuerte art von
menschen aus der betreffenden szene, der politik und verwaltung da im
begruendungszusammenhang von netznetz.net zusammen gekommen sind und ein
digitales(!) programm propagierten, das in der lage sein soll,
subventionskohle gerecht(!) zu verteilen.
und unser kulturstadtrat Mailath-Pokorny hat in einem interview fuer matrix
zudem noch die meinung vertreten, dass das subventionsmodell netznetz.net
auch modell fuer andere bereiche werden wird.
mit solchen leuten muss die politik in der krise sein - und wer auf die
politik(er) setzt und nicht auf eine zivilgesellschaftliche position
insistiert - in deutlicher abgrenzung zum funktionssystem politik - muss
zwangslaeufig in der kopplung an parteipolitischen interessen mit der
politik (den politikern) scheitern.
netznetz,net WAR von 2004 - 2007. und aus hinlaenglich bekannten gruenden
haben die vermachteten teile einen neustart ueber die jahre verhindert - um
sich jetzt weiter neue bzw. ALTE bedingungen diktieren zu lassen.
genauso schauen loser aus.
und weil das museumsquartier NIE frei von parteipolitischen interessen sein
kann(!), wird es auch NIE ein glaubhafter(!) ort fuer sog. subkulturelle
praktiken sein.
cheers - analog und digital -
fer
At 14:36 13.02.08 +0100, das ende der nahrungskette wrote:
>Reply-To: Franz Ablinger <[EMAIL PROTECTED]>
>
>Heute, Mittwoch, 13.Februar 2008, um 19:30 im
>Raum D (gleich beim monochrom-Büro) im
>Museumsquartier zu Wien gibt es einen Vortrag
>von mir aus der Reihe
>
>monochrom kennt sich (ziemlich) aus.
>
>Teil 3: "digital ist besser?"
>
>Im Vortrag werde ich versuchen, die Grundlagen
>populärwissenschaftlich darzulegen und damit die
>ZuhörerInnen in die Lage zu versetzen, den Begriff
>"digital" besser einschätzen zu können. Wie immer
>werden alle auf ihrem Wissenslevel abgeholt -
>Zwischenfragen sind daher erlaubt und hoch
>willkommen.
>
>Ein kleiner Ausflug in die Welt des Analogen und
>Begriffe wie "Quantifizierung", "sampling rate",
>"Kompression". Die Effekte in der Praxis, in Audio,
>Video, Fototechnik und in Steuerungssystemen werden
>besprochen. Bis hin zu den wirtschaftlichen
>Phänomenen, die die Digitaltechnik ausgelöst hat.
>
>Freue mich auf den Besuch.
>Die Teilnahme ist wie immer gratis.
>
> fra
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